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Lotosritter

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1

Dienstag, 5. März 2013, 15:58

Esoterische Missbraucher

Gerade in der esoterischen Szene mit ihrem unüberschaubaren Therapiemarkt ist der sexuelle Missbrauch ein beliebtes Thema, um sich durch induzierte Erinnerungen ein Klientel zu schaffen, das man über Jahre hinweg abzocken kann.
Hier eine Lina , die Missbrauchstraumata aller Art vormittags nur für 99 Cent pro Minute telefonisch kuriert, zu späteren Stunden kostet es dann 1,89 €/Min.
Mit imbezilen Sprüchen wie diesen offenbart sie ihre ganze Niedertracht:
"Schaffen Sie sich - trotz Missbrauch - ein glückliches Leben!"
Besonders gemeingefährlich an ihr ist, sie kuriert Opfer wie Täter. Und in gewohnter esoterischer Lullipulli-Manier macht sie den Täter gleich zum armen Opfer: "Hinter dem (scheinbar) Bösen verbergen sich Ihre karmischen Strukturen - und häufig eigener, vollständig verdrängter, Missbrauch. Lösen Sie Ihre Täterstrukturen durch Persönlichkeitsentwicklung auf. Ich unterstütze Sie dabei."
Und das ganze macht sie dann noch als Heilpraktikerin (Psychotherapie). Es wird Zeit, dass diese ganze Pseudomedizin verboten wird.
Servus Lotosritter

2

Dienstag, 5. März 2013, 18:27

Hi Lotosritter

Zitat

Es wird Zeit, dass diese ganze Pseudomedizin verboten wird.
Das würde das Problem nicht beheben.
Als damals das neue Therapeutensetz eingeführt wurde, drängten zahlreiche "Psychotherapeuten", die bis dato ohne abgeschlossenes Psychologiestudium Menschen therapieren durften, an die Uni, um ihr Psychologie-Diplom nachzuholen.

Das, sowie die Tatsache, dass Therapeuten nicht kontrolliert werden, führte dazu, dass man selbst unter kassenzugelassenen Psychotherapeuten Esoteriker jeder Richtung findet.
Zwei mal bin ich auf der Suche nach einer Verhaltenstherapeutin an Verhaltenstherapeuten geraten, die zwar mit der Kasse Verhaltenstherapie abrechnen, aber in Wahrheit in der Praxis die Hellinger-Methode praktizieren.
Und so zieht sich das durch den ganzen Berufsstand des Psychotherapeuten. Schau dich mal um, wer alles so wo eine "Zusatzausbildung" gemacht hat oder eine "Fortbildung" besucht hat. Von Hellingen angefangen bis hin zur Petry-Methode ist alles dabei. Und das alles in kassenzugelassenen Psychotherapien!

Die Petry-Methode ist übrigens ebenfalls ein lukratives Geschäft mit dem sexuellen Missbrauch, denn sie verspricht, versteckte Traumata aufzudecken.

Zitat

So kann es gelingen, sogar ein „verstecktes Trauma“ zu finden, daß dann entschlüsselt und aufgelöst werden kann!
http://www.wege-wandeln.de/?S=26

Leider nicht mehr online:

Trauma-Auflösung mit Babys, Kindern und Erwachsenen - Kostenfreier Info-Abend in Hamburg am 18.09.2009
http://www.openpr.de/news/348766/Trauma-…18-09-2009.html

Zitat

(...)
Mit dem BSW nach S. Petry können die ursächlichen Traumata wie Geburtstraumata, Gewalt- und sexuelle Gewalterfahrungen, Unfälle und seelische Verletzungen im Allgemeinen und vieles mehr gefunden, aufgearbeitet und aufgelöst werden, so dass eine Befreiung von den Beschwerden möglich ist.

Mit dieser Methode können Sie die Symptome Ihrer Klienten besser einschätzen. Wenn Sie Traumatisierungen als Ursache der Leiden Ihrer Klienten vermuten, werden Sie sicherer in der Behandlung. Sie erweitern das Spektrum Ihrer Tätigkeit und das Spektrum des Klientels, mit dem Sie arbeiten können.
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Lotosritter

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3

Mittwoch, 6. März 2013, 01:49

Genauso sehe ich es auch, Jenny. Es ist ja leider so, dass es nicht nur die heilpraktischen „Psychologen“ gibt, die per Rückführungstherapie eingeredeten, mutmaßlichen und tatsächlichen Missbrauch kurieren, sondern auch ausgebildete Psychologen. Wobei der Titel Dipl. Psych. noch nichts über die therapeutische Qualifikation aussagt. Dipl. Psych. ist ja nur der Nachweis, dass man erfolgreich Psychologie studiert hat. Deswegen ist man jedoch kein psychologischer Therapeut, dafür braucht es nochmal eine längere Ausbildung, zum Beispiel in Verhaltenstherapie oder psychoanalytischer Therapie. Viele Psychologen meiden diesen Kärrnerweg und holen sich stattdessen die Heilpraktikerzulassung und schulen sich in Wochenendseminaren in irgendeiner obskuren Therapiemethode, etwa als Regressions- oder Reinkarnationstherapeuten. Neben diesem Heer halbgebildeter Psychologen, gibt es dann noch die vielen fleißigen unfähigen Therapeuten, die brav ihre Zusatzausbildung durchlaufen haben und sich als Psychotherapeuten mit Kassenzulassung niederlassen. Ich stimme Dir zu, es ist unglaublich, wie viele unfähige Psychotherapeuten Menschen behandeln. Ich selbst habe ja auch drei Jahre mit einem solchen Therapeuten zugebracht. Ich wusste, dass er unfähig ist - das war unübersehbar. Nur mir war es damals recht, und er hatte mir insofern geholfen, als dass ich durch ihn meine Geschichte weiter lau halten konnte, was meine unbewusste Absicht war, schließlich konnte ich mich ihr noch nicht stellen.

Eine esoterische Therapeutin ist zum Beispiel Dipl. Psych. Ulrike Vinmann. Behandlung von Missbrauchsopfern steht bei ihr ganz oben auf der Agenda. Wie es aussieht, ist sie keine psychologische Psychotherapeutin, andernfalls hätte sie es wohl in ihrer Vita vermerkt. Sie schreibt zudem Sachbücher zur Reinkarnationstherapie und berichtet darin aus ihrer Praxis. Auszüge davon findet man auf ihrer Homepage. Dort kann man über verschiedene Schnellheilungen nachlesen. Zu Babette, die in ihrer Kindheit sexuell missbraucht wurde, schreibt sie u. a.: „Das (Zurückgeben) ist bei Situationen von sexuellen oder sonstigen Übergriffen sehr wichtig, denn in solchen gibt es viel energetischen Austausch zwischen Täter und Opfer. Die eingedrungene Fremdenergie, egal ob diese die Form von Gedanken, Sätzen, Körperflüssigkeiten wie Sperma oder Schlägen hatte, muss auf jeden Fall aus dem energetischen System des betreffenden Menschen herausgebracht werden. "Integration" bedeutet, die Teile wieder dahinzubringen, wo sie hingehören, also die fremden Anteile aus sich herauszubringen und die eigenen Anteile wieder zurückzuholen.

Prima, kann ich da nur sagen. Wenn das einem tatsächlichen Missbrauchsopfer angeboten wird, besteht höchste Suizidgefahr. Jedenfalls triggerte es mich enorm, müsste ich akzeptieren, dass der „energetische“ Dreck meiner Verfolger noch heute in mir steckte und ich ihn aus mir „herausbringen“ müsste.

Doch damit nicht genug. Sie sieht den karmischen Prozess, wie so ziemlich alle hier im Westen, als eine Kausalkette bei der die bösen Taten in späteren Leben vergolten werden. Also kein Opfer ohne zuvor selbst Täter geworden zu sein. Auch das eine ungewöhnlich niederträchtige Einstellung, um tatsächlichen Missbrauchsopfern geheucheltes Verständnis entgegenzubringen. Vinmann: „Um zu verstehen, wie Täter- und Opfererfahrungen zusammenhängen, müssen wir unseren Blick erweitern und auch vergangene Leben ins Visier nehmen. In der Reinkarnationstherapie unterscheiden wir zwischen Täter- und Opferleben.

Es ist schlichtweg pervers, wenn Babette, nachdem sie das Trauma des Missbrauchs in ihrer Kindheit, dank Vinmann „auskuriert“ hat, nun in die Täterrolle schlüpfen soll. Das ist keine Therapie, sondern Missbrauch!

Im nächsten Posting noch mehr Esoterik.
Gute Nacht Lotosritter.

Lotosritter

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4

Mittwoch, 6. März 2013, 02:24

Hi Jenny,
das „Begleitetes Systematisches Wiedererleben (BSW) nach S. Petry“, ist nicht nur esoterischer Schwurbel, sondern auch noch höchst problematisch. Zum einen ist es für jede x-beliebige induzierte Erinnerung offen, zum anderen kann es auch noch eine ausgewachsene PTBS auslösen, wenn man der Beschreibung von Isolde Zehme Glauben schenkt: "Beim Wiedererleben sind Bewusstsein und Aufmerksamkeit der Person überwiegend nicht auf das gegenwärtige Geschehen gerichtet, sondern auf ein vergangenes. Prinzipiell kann man alles in der Vergangenheit Erlebte wiedererleben. Die Person empfindet und verhält sich dabei so, als ob sie das frühere Geschehen neuerlich erleben würde." Jedenfalls skizziert sie mit dem letzten Satz das Erleben während einer Intrusion.
Es ist gewissenlos. Es ist böse.
Servus Lotosritter

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5

Mittwoch, 6. März 2013, 15:08

Doris Widmer eine Schweizer Rückführungstherapeutin erklärt die Ursachen von sexuellem Missbrauch und Vergewaltigung ohne Umschweife so:

In der rückführungstherapeutischen Sitzung wird der Klient, der in diesem Leben selbst Opfer von sexueller Nötigung oder Vergewaltigung geworden ist, in frühere Leben zurückgeführt. Er deckt auf, dass er als Täter dereinst Gräueltaten ausgeführt hat, die schon hunderte oder gar tausende von Jahren zurückliegen. Mit diesen verletzenden Handlungen hat er selbst den Boden vorbereitet für einen karmischen Ausgleich in seinen Folgeleben.“

Und um wiedergeboren zu werden, um für die böse Tat durch Wiedervergewaltigung zu sühnen, wird dem aktuellen Missbrauchsopfer folgendes erzählt, wie sich seine Täterseele darauf vorbereitete:

Es ist während den Vorbereitungen in eine neue Erdeninkarnation ähnlich, wie wenn wir uns zum Zahnarzt anmelden: wir wissen, es wird uns schmerzen, aber nachher ist alles vorbei und alles wird wieder gut! Was sein muss, muss sein – und das weiß unsere Seele. … Vergewaltigungen geschehen so gesehen nie grundlos, denn die Seele muss etwas daraus lernen.

Auch der Inzest findet eine subtile Erklärung:
In der Rückführungstherapie treffen wir Fälle von Inzest an, in denen Liebesbeziehungen aus früheren Leben nochmals aufflammen und die dann im heutigen Leben zwischen Eltern und Kindern, unter Geschwistern oder nahe stehenden Verwandten ausgelebt werden. … Aus karmischer Sicht geht es auch im Falle von sexuellem Missbrauch und Inzest immer um korrektive Ausgleichserfahrungen, die von der Seele auszugleichen sind. Vergewaltigungen, Nötigungen und sexueller Missbrauch schlechthin, die in Vorleben gegen das Gesetz der Liebe ausgeübt worden sind, müssen irgendwann wieder ausgeglichen werden.

Das schlimme daran ist, diese Menschen wissen nicht einmal, wie dumm und verdorben sie sind.

Gruß Lotosritter

Lotosritter

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6

Mittwoch, 6. März 2013, 16:04

Sonnig, die Buddhisten

Und während die katholische Kirche Reue ob ihrer Missbrauchsfälle übt, haben es die Buddhisten da ein Stück leichter, denn schließlich hat bei ihnen auch der Missbrauch seine Ordnung. Gelesen auf der Homepage der österreichischen Buddhisten :

"Der Grund für leidbringende Handlungen wie Töten, Diebstahl, sexueller Missbrauch oder Betrug liegt darum nicht in etwaiger "Bosheit", sondern darin, dass sich die Handelnden der Gesetzmäßigkeit von Ursache und Wirkung nicht bewusst sind. Wer Leid erlebt, hat sich also die Ursachen dafür in der Vergangenheit selbst geschaffen."

7

Freitag, 22. März 2013, 15:56

Hi Lotosritter

Zitat

Doris Widmer eine Schweizer Rückführungstherapeutin erklärt die Ursachen von sexuellem Missbrauch und Vergewaltigung ohne Umschweife so:
Die Seite ist ja echt der Hammer.
*Ironie on* Aber, bitte nicht vergessen, Erinnerungen können nicht falsch sein! Wenn jemand erzählt, er habe Jesus gekannt, dann muss man das genauso glauben, wie wenn jemand sagt, er sei vor 1000 Jahren in einem früheren Leben missbraucht worden. *Ironie off*

Ich frag mich echt, warum die sich über die False Memory Bewegung so aufregen. Unglaubwürdiger als sie sich selbst machen, kann sie kein Außenstehender machen.
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8

Donnerstag, 28. März 2013, 23:16

Mißbrauchsreklame im ÖR-TV

Hier mal ein gannz anderes Beispiel für den Mißbrauch mit dem Mißbrauch durch Esotheriker. Diesmal eine Reklameshow derselben im ERSTEN:
Die ARD wird zum Tatort für perfide väterhassende Triebtäter ( eben gerade im Ersten ).:
http://www.ardmediathek.de/das-erste/fer…mentId=13899644

Mein Kommentar dazu:
Was für eine miese männerhassende Schmierenkomödie. Gesamtaussage: gerade wenn einer ein astreiner Vater ist, muß er unter Generalverdacht gestellt und mit übelsten Methoden bearbeitet werden, weil er der noch perversere Täter sein muß. Dafür reicht ein nebulöses Gefühl einer psychopathologischen Esotherikern und Staatsanwältin völlig aus, als Rechtfertigung. Eindeutige gezielte Manipulationen des Kindes sind dann natürlich absolut in Ordnung, Umgangsboykott u.s.w. sowieso. Auch die Zerstörung der nächsten Beziehung ist dann "eine gute Tat".
Beim gleichen Tatvorwurf und identischer Indizienlage wäre die Mutter aufgrund ihrer "heiligen Mutterliebe" über jeden Zweifel erhaben gewesen.
Beim Vater ist es aber nur eine Frage gezielter Schnüffelei und Ausgrenzung, notfalls contra Legem, daß dann der eindeutige Beweis gefunden werden muß und es als unheilbar kranker Pädophiler enttarnt wird. Gerade weil zwischen ihm und dem Kind keinerlei Auffälligkeiten zu entdecken sind, hat er schuldig zu sein.
Schätze, da haben diverse Antiväterverbände ( von Wildwasser über VAMV bis zum djb ) an dem Horrordrehbuch mitgeschmiert.
Abartig und unglaublich widerlich dieses rein dogmatische Märchen.
Respekt immer!
Angst nie!

9

Samstag, 30. März 2013, 10:10

Hi Fiete,

im Großen und Ganzen stimme ich dir zu. Der Film erfüllt wirklich alle Klischees, die es gibt, z.B. "Es gäbe EINDEUTIGE Symtpome, die den ZWEIFELSFREIEN Rückschluss auf einen sexuellen Missbrauch erlauben, ... (weiter wie von dir beschrieben).

Aber zwei Dinge möchte ich dem Film zugute halten:
Er hat zu einem deutlich gezeigt, wie schwer die Wahrheitsfindung ist, vor allem dann, wenn die ganze Welt zu wissen glaubt, was die Wahrheit ist, wenn jeder mit seinen subjektiven Ideologie in dem Fall mitmischt (man denke da nur mal an den Kachelmann-Prozess, wo jeder versuchte, das Gerichtsurteil seiner Ideologie entsprechend zu beeinflussen).
Und zum anderen erfolgte die Verurteilung in dem Film auf der Basis objektiver Beweise. Da könnte sich so manch ein Real-Gericht ein Beispiel dran nehmen. Denn nicht selten ist es in der Realität so, dass Gerichtsurteile ohne Bweise gefällt werden. Nicht selten ist es so, dass es ausreicht, wenn eine Frau mit dem Finger auf einen Mann zeigt. Man denke an den Fall Amelie, die brutal vergewaltigt worden sein will, mit Kleiderbügel und sonst was, ... die aber noch Jungfrau war (siehe Sabine Rückert) oder an den Fall Arnold. In dem Film wäre der Vater freigesprochen worden, wenn sich keine Beweise finden ließen. Im Film galt, trotz der subjektiven Missbrauchs-Überzeugung einiger Akteure, die Unschuldsvermutung, die man in der Realität nicht selten kläglich vermisst.

Frohe Ostern euch allen

Jenny
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10

Samstag, 30. März 2013, 10:48

"Die Jagd"

PS: Im Film "Die Jagd" ist es umgekehrt. In diesem Film geht es um einen Mann, der unschuldig ist.

Zitat

(...)
In "Das Fest" wird ein tatsächlicher Fall von Kindesmissbrauch ans Licht gebracht, in "Die Jagd" ist es umgekehrt, da wird ein Mann zu Unrecht des Missbrauchs beschuldigt.
(...)
"Wir wissen nicht, ob es zu Unrecht beschuldigte Männer gibt"
Corso-Gespräch: Regisseur Thomas Vinterberg über seinen Missbrauchsfilm "Die Jagd"
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/corso/2056722/
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11

Samstag, 30. März 2013, 16:04

Tja, Jenny,
da muß ich Dir ausnahmsweise mal widersprechen. Ich vermute, Du hast den Film möglicherweise nicht aufmerksam genug verfolgt.
Es gab in dem Fall keinerlei Unschuldsvermutung, sondern das genaue Gegenteil. Aufgrund einer absolut ideologischen Schuldvermutung wurden diverse Schweinereien begangen, bzw. gezielt unter den Tisch gekehrt. Zunächst mal war die Mutter mehrfach gewalttätig und zwar nicht zuletzt in psychischer Form gegen das Kind.
Zum zweiten wurde nicht nur kein Umgang zugelassen, sondern als die Sache erdrückend wurde, von der Staatsanwältin selbst dafür gesorgt, daß die Mutter, gerade weil sie den Vater hasste ( und zwar aus rein emotionalen Motiven heraus ), beim Umgang dabei ist, die sich dann ja auch prompt in schwerwiegender Weise strafbar gemacht hat ( ihn vor unbeteiligten Zuschauern als Sexualstratäter denunziert ), was im weiteren Verlauf dann als " verständlich - die arme" einfach ignoriert wurde.
Dann wurde das Kind von der StAin entzogen ( nächste Straftat nach §235 StGB ). Die Mutter, die eindeutig Schuld am Abhauen des Kindes war, wurde eigeweiht in die Straftat, dem Vater wurde jegliche Auskunft vorenthalten, weil er ja sonst das Kind, welches das sicherlich begrüßt hätte, abgeholen hätte können, was ihm auch rechtlich zustand und seine Elternpflicht gewesen wäre.
Einzig objektiv erfassbare Fakten waren, daß das Vater- Kindverhältnis durchaus sehr liebevoll war ( gleich am Anfang ).

Um nicht ganz offen ausschließlich Korruption, Gewalt und Willkür als einziges Tatmotiv für den Film selbst verherrlichend im Raume stehen zu lassen, blieb den Drehbuchschmierern dann gar nichts weiter übrig, als ein überhaupt nicht zu der restlichen Geschichte passendes Totschlagsindiz ( übrigens nicht im geringsten ein Beweis, wie ja der angebl. OStA auch erkannt hat ) hinzuzuerfinden und damit die besonders in der Realität alltäglich vorkommenden Sauereien, durch Richter, Jugendamtsmitarbeiter, Verfahrensbeistände, Antiväterberatungsorganisationen, Rechtsanwälte ( praktisch nie übrigens durch Staatsanwälte ) an Kindern und Eltern mittels dieses üblen Propagandamachwerks zu rechtfertigen.
Ausschlaggebend war dann das Geständnis des Vaters, der damit seinem Kind weitere Sauereien seitens der hochaggressiven StAin und der GegenRAin ersparen wollte. Womit dann suggeriert werden sollte, daß jemand, der auf Verfahrenszüge verzichtet, um sein Kind zu schützen, der noch üblere Täter sein muß.
Er hätte eigentlich persönlich Strafantrag gegen zumindest die Mutter, die StAin, die GegenRAin stellen müssen und es ist klar, daß tausende Väter genau das auch wirklich tun, daß aber solche Möchtegern-Esotheriker mittels bandenkrimineller Telefonkungeleien dafür sorgen, daß diese Anzeigen eben nicht mal ermittelt werden, oft werden sie einfach ignoriert.
Kurz gesagt: die Mutter hatte natüüüürlich Recht mit ihren Straftaten, die StAin sooowieso, die Kanaille von GegenRAin wurde so nebenbei auch noch zur heiligen Feministin erklärt, Happy End, das Dreckschwein ist tot, es lebe die fröhliche Inquisition!
Hilfe für das Kind? Fehlanzeige, gar kein Interesse!

Ganz am Rande wurde noch so getan, als ob es vor einem Familiengericht einen Strafprozess gäbe, resp. ein Strafgericht über Familiensachen befinden würde, als ob Staatsanwälte ( noch dazu selbstständig ) in Familiensachen ermitteln würden, als ob sich Fallfremde zwar Dienstintern aber gaaanz offiziell in den Verfahrensablauf einmischen würden, u.s.w. u.s.f.
M.a.W.: diese Geschichte war, abgesehen von der häufigen Realität der Schweinereien der präjudizierenden StAin ( im echten Fall wäre das eine Mischung aus Verfahrensbeiständin, Richterin und Jugendamtsmitarbeiterin gewesen ), die man in dier Gurkenstory einfach weggelogen oder für voolllllkommen verständlich und somit seeeeelbstverständlich richtig erklärt hat, von vorn bis hinten aus dem Lehrbuch irgendwelcher Vaterhassinstitutionen zusammenerfunden. Da passte, auch aus psychologischer Sicht, überhaupt nichts zusammen, außer, daß am Ende alle tatsächlich realistischen Täter von der Richtigkeit ihrer üblen Manipulationen mal wieder selbst überzeugt waren.

Ein realistischerer Film, der sich mit wesentlich wahrscheinlicheren Fallabläufen beschäftigt, wäre z.B. "bis nichts mehr bleibt" ( Youtube-Link ), der übrigens von echten Betroffenen und ihren Geschichten mitinspiriert wurde. An dem kann ich nur kritisieren, daß die Scientology-Story in den Vordergrund gestellt wurde, sicherlich um die Intendanten mit zuschauerzahlen einzuwickeln und daß er schon ab 12 Jahren freigegeben ist, obwohl ( oder vielleicht sogar weil? ) er Trigger ohne Ende enthält.

Gruß........Fiete
Respekt immer!
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12

Sonntag, 31. März 2013, 01:13

Beim Film „Einfach die Wahrheit“ habe ich nur die ersten drei Minuten gesehen und dann abgeschaltet. Er war mir einfach zu deutsch. Damit meine ich, die Schauspielerführung, die aufgesetzte Sprache – interessant, das viele dieser Schauspieler auch als Synchronsprecher arbeiten und dabei nicht diese chargierende Sprache pflegen – und natürlich die üblichen Stereotypen des deutschen Fernsehens: starke Frauen versus täppische Mannsbilder. Mit so etwas verschwende ich nicht mehr meine Lebenszeit. Darum kann ich dazu nichts sagen. Wie solche Filme in den Redaktionsstuben der Sender gestylt werden, darüber könnte ich hingegen einiges sagen. Nur so viel Fiete, so ziemlich jeden ferigen deutschen TV-Film haben unzählige Köche zu ungenießbaren Brei verkocht. Es sind vor allem die festangestellten Redakteurinnen und ihre Männchen, die gegenüber dem freischaffenden Drehbuchschreiber am längeren Hebel sitzen.

Doch zu Vinterbergs Film „Die Jagd“ kann ich etwas sagen, da ich ihn gestern sah. Er zeigt nur in einer sehr kurzen Sequenz die absurde Befragung des bezichtigenden Mädchens, das zu Beginn der Befragung ihren Vorwurf zurücknimmt. Doch das überhören die aufdeckungsgeilen Erwachsenen und befragen so lange, bis das Kind ihnen den Gefallen tut und bestätigt, was sie hören wollen. Danach geht es vor allem um den mutigen Versuch des beschuldigten Kindergärtners, der bösen Fama zu widerstehen. Es gelingt ihm nicht, entsprechend dem dummen Spruch „kein Rauch ohne Feuer“ muss er nach einem Jahr erleben, dass er in diesem Dorf seiner Lebtag nicht mehr sicher sein wird.

Hier wird also eher das Bild gezeichnet, dass bei derlei Anschuldigungen entsteht. Der falsch Beschuldigte wird in der Gemeinschaft nicht mehr geduldet. Er wird das Kainsmal nicht mehr los, weil er durch sein Bleiben die Gemeinschaft an ihre Gemeinheit erinnert. Ich musste dabei an die Wormser Prozesse denken, in deren Verlauf unschuldige Menschen und Familien durch aufdeckungsgeile Falschbeschuldiger vernichtet wurden. Für die böswilligen Denunzianten blieb das ganze Verfahren hingegen folgenlos. - Wobei im Wormser Fall, ein Teil der Kinder einem pädophilen Betreuer übergeben wurden und dort das erleiden mussten, was ihnen zuvor durch kranke Befragung eingeredet worden war.

Gleichwohl - um nicht ganz an der Welt zu verzweifeln - frohe Ostern
Lotosritter

13

Sonntag, 31. März 2013, 10:33

Hi Fiete,

Zitat

da muß ich Dir ausnahmsweise mal widersprechen.
Kein Problem. Ich glaube, es gibt nur ein Thema, bei dem sich derzeit alle Menschen einig sind, nämlich beim derzeitgen "frühlingshaftem" Wetter :)

Spaß beiseite: Was die Staatsanwältin angeht, da hast du absolut Recht. Die Frau war mehr als fanatisch. Dennoch, sie stand unter enormen Druck Beweise finden zu müssen, und ist dabei über das Legitime hinausgegangen. Ohne diese Beweise hätte sie keine Chance gehabt. Ohne diese Beweise wäre der Mann freigesprochen worden, vor allem vor dem Hintergrund, dass der sinngemäße Satz des Kindes "Habe ich alles richtig gesagt Mama?" Zweifel an der Wahrheit der Aussage ausgelöst hat.

Grüße
Jenny
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