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Freitag, 14. März 2014, 02:07

Sexueller Missbrauch von buddhistischen Kindermönchen in Hessen

Sexueller Missbrauch macht auch vor buddhistischen Klostertüren nicht Halt. Überhaupt empfinde ich es als einen Skandal, dass hier im Westen die Unsitte, Kinder als buddhistische Mönche in Klöstern zu kasernieren, nicht verurteilt, sondern sogar mit gezielten Spendenpatenschaften für Kindermönche gefördert wird. Man stelle sich nur vor in vergleichbarer Weise würde die katholische Kirche Kindermönche rekrutieren und kasernieren, wie dies dann hier skandalisiert würde.

Es sind mittlerweile zahlreiche Fälle von sexuellen Übergriffen gegen Kindermönche bekannt. Sie werden allerdings kaum öffentlich thematisiert, da es in den Redaktionen nicht opportun erscheint, diese Verbrechen zu recherchieren. Offensichtlich soll die Buddhismus affine Leserschaft nicht vor den Kopf gestoßen werden. Eine Rücksichtnahme, die man sich bei der katholischen Kirche ebenfalls viele Jahrzehnte leistete, bis schließlich aus den eigenen Reihen heraus Reue und Kritik (Pater Klaus Mertens vom Canisius-Kolleg Berlin) an die Öffentlichkeit getragen wurden.

Jetzt hat ein Blogger Missbrauchfälle bekannt gemacht, die nicht im fernen Asien, sondern hier in Deutschland in Frankfurt und im Odenwald geschehen sind. Es geht dabei u.a. um einen 12jährigen Mönchsschüler, der von Thich Thien Son dem Abt der Pagode Phat Hue mit Sitz in Frankfurt und Wald-Michelbach geschändet wurde. Das Schlimme an diesem Fall ist, dass auch das Jugendamt in den Fall eingeschaltet war aber die Augen verschloss. Wohl weil die esoterisch geschulten Sozialarbeiterinnen dort meinten, dass Buddhisten ebensowenig wie Frauen Kinder sexuell missbrauchen.

Hier der Link zum Blog Buddhistische Sekten

Der Blogbetreiber zeigte einen Fall von Kindesmissbrauch durch den Abt 2011 an. Die Ermittlungen wurden von Staatsanwaltschaft erst mit 8monatiger Verspätung aufgrund einer Anfrage durch einen Journalisten aufgenommen. Zu diesem Zeitpunkt waren die meisten Zeugen nicht mehr in Deutschland. Der Junge selbst stand jedoch weiterhin unter Obhut des Abtes. Das Ermittlungsverfahren wurde deshalb eingestellt. Die Staatsanwaltschaft teilte mit:

Zitat


“[…] Aufgrund der vorliegenden Beweislage, insbesondere aber durch die Aussage des Geschädigten, ist eine Überführung des Beschuldigten nicht hinreichend möglich und eine Verurteilung entsprechend wenig wahrscheinlich. Nach alledem ist das Ermittlungsverfahren nach § 170 Abs. 2 StPO einzustellen.”


In der Zwischenzeit wurde ein weiterer minderjähriger Mönchsschüler in die Obhut von Thich Thien Son gegeben. Der Bloger wies das Jugendamt Frankfurt am 29. Oktober 2013 noch einmal auf die möglichen Gefahren für den minderjährigen H. B. hin. Das Jugendamt antwortete am 21.11.2013 u.a.
Ich zitiere aus dem Blog. Interessant ist dabei auch der letzte Absatz über das Psychotherapeutenpaar Ulrika und Hans-Peter Thomann (Kinder- und Jugendtherapie), dass beauftragt wurde, den Missbrauchsfall therapeutisch aufzuarbeiten. Die Thomanns sind Schüler des Abtes und engagieren sich an dessen Kursen und Seminaren.

Zitat


“Im Ergebnis dürfen wir Ihnen mitteilen, dass es keine Anhaltspunkte für sexuelle Übergriffe von Herrn Thich Thien Son auf seinen Schutzbefohlenen H. B. gibt. Auch wenn das Kloster keine Jugendhilfeeinrichtung ist, und der Aufenthalt von H. B. keine Jugendhilfemaßnahme darstellt, wird der Junge bereits seit mehreren Jahren durch Mitarbeiter/-innen aus dem Bereich Kinder- und Jugendhilfe unseres Amtes professionell begleitet.”

Um es knapp zu machen, die ganze Sache bekam Momentum, als H. B. Ende 2013 von Thich Thien Son wegen einem Facebook Eintrag kritisiert wurde und H. B. sich ethische Moralpredigten verbat, da Thich Thien Son ja jede Nacht einen jungen vietnamesichen Lover empfangen würde und er deren Geräusche beim sexuellen Verkehr ertragen müsse. Dieser Fakt wurde einigen Mönchen (…) bekannt und diese (…) stellten Thich Thien Son (…) in zwei Krisensitzungen zur Rede. Nach Versuchen der Beschönigung, des Abstreitens und heftiger manipulativer Maßnahmen (…) gab Thien Son nach Vorlage von Beweisen zu, dass die Anschuldigungen zu den nächtlichen Lover-Besuchen stimmen. Er gestand auch den sexuellen Missbrauch des damals 12/13jährigen Jungen ein, den ich bereits 2011 angezeigt hatte.

Der Gemeinschaft der Pagode Path Hue wurde der sexuelle Missbrauch an dem damals minderjährigen Betroffenen, den ich nun zweimal anzeigte, im Juli 2010 bekannt. Thich Thien Son beauftragte darauf hin ein Therapeuten-Paar, Hans Peter Thomann und Ulrike Thomann Gruppentherapie und Einzeltherapien durchzuführen. Bezahlt wurden die Therapeuten für diese Therapien von der Pagode Path Hue. Der Betroffene des sexuellen Missbrauchs bezeichnet diese “Therapien” als “Manipulation”, “die Probleme wurden nie angegangen”. Sein Vertrauen in Therapeuten ist seitdem nachhaltig erschüttert.