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Freitag, 2. September 2011, 14:38

CEED (Conseil Européen des Enfants de Divorce) - Retter oder Kinderklauer?

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Sonntag, 4. September 2011, 09:38

Eher Nepper, Schlepper, Bauernfänger....

Ich erzähle mal wie ich CEED kennenlernte...

Durch die Inobhutnahme meines Sohnes: ICH LIEF SPRICHWÖRTLICH AMOK!

Wie zeigte sich das?
Ich suchte nach jeder Art von Hilfe, konnte niemanden mehr trauen. Dazu war mir aber deutlich als Fachkraft bewußt: alle verstoßen gegen Richtlinien! Aufklärungspflicht etc. wurde verletzt!

X( Durch Betroffene weiß ich die Inhalte von CEED sind geklaut! Durch echte Fachleute weiß ich, dass vieles sich hochschaukelt und so die Situationen noch verfahrener werden....
Ich weiß auch, dass wenn man "Kritik" übt für verrückt erklärt wird! Es wird geklagt und es ist ein steiniger Weg gegen Lügen und Intrigen vorzugehen.

Allerdings was CEED macht ist kriminell und gehört an die Öffentlichkeit. Den Eltern einzubläuen "man würde germansiert" oder alles hat seinen Grund im "Rassismus" etc. geht absolut nicht. Entführungen auch nicht!!! Eine Entführung (Elternflucht) entsteht und wird gefördert durch Fehler im Umgang mit den Eltern.....

-> "Echte Kritik und gute Argumente" sind da A & O!

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Mittwoch, 21. September 2011, 04:11

Olivier Karrer, sein CEED - Ich erzähle auch mal ein bisschen.

Der CEED ist das geistige Produkt von Olivier Karrer, einem Deutschen, dessen Vater Deutscher und dessen Mutter Französin ist. Aus seiner Ehe mit einer Deutschen ging ein Sohn hervor. Dieser wurde von der Mutter in Deutschland zurückbehalten, als sie sich von ihrem Ehemann trennte. Genaueres darüber kann man auf meiner Webseite lesen. Man rufe den Button "Jugendamtskritik" und dort das Feld "Kindberaubte Eltern klagen an" auf.
Ich muss etwas ausholen, um die Zusammenhänge zu zeigen.
Etwa um die Mitte der 90er Jahre des 20. Jahrhunderts formierte sich in Deutschland erstmals persönlicher und politisch ausgerichteter Widerstand von Vätern gegen Kindesentziehungen nach Paartrennung und Scheidunng. Mit Vereinen wie "pappa.com" oder "Väteraufbruch" entstanden erste Anlaufstellen für Väter, die auf mehr oder weniger verlorenem Posten gegen ihre Ausgrenzung aus dem Leben ihrer Kinder kämpften und dabei erlebten, dass Jugendamt und Familiengericht wie selbstverständlich das Wohl des Kindes fast immer bei der Mutter sahen. Gegen Ende der 90er Jahre hatte sich dieser Widerstand, dem sich z. B. zahlreiche Rechtsanwälte, Psychologen, Wissenschaftler und Publizisten anschlossen, so weit etabliert, dass ins öffentliche Bewusstsein sickerte: Kinder haben ein Recht auf beide Eltern.
Nahezu gleichzeitig brach Mitte der 90er lautstarker Protest ausländischer Elternteile gegen die deutsche Familienrechtsprechung aus, da immer mehr binationale Elternbeziehungen scheiterten und die gemeinsamen Kinder dem ausländischen Elternteil entzogen wurden, weil die Prüfung des Kindeswohls durch das Jugendamt zu ergeben schien, dass das Wohl eines Kindes mit einem deutschen Elternteil am besten in Deutschland gewährleistet sei.
Am heftigsten entlud sich der Protest aus den USA.
Dort war es Catherine Laylle-Meyer, der französisch-stämmigen Gattin des englischen Botschafters, gelungen, die Aufmerksamkeit des amerikanischen Kongresses auf ihr persönliches leidvolles Schicksal zu lenken. Sie hatte ihre beiden kleinen Söhne im Vertrauen auf den deutschen Vater zu ihm aus England in die Ferien nach Deutschland fliegen lassen, aus denen sie nie mehr zu ihr nach Hause heimkehrten.
US-Präsident Bill Clinton und seine Frau Hillary, GB Prime Minister Tony Blair und seine Frau, Rechtsanwältin Cherie Blair, Frankreichs Präsident Jacques Chirac und viele andere Minister, Botschafter und Außenminister protestierten deshalb heftig bei Bundeskanzler Schröder, für den Familienangelegenheiten bekanntlich als „Gedöns“ galten. Jacques Chirac bezeichnete das deutsche Familienrecht als "Gesetz des Dschungels.“
Die Empörung aus dem Ausland, die Clinton mit einem Stapel amerikanischer Zeitungen belegte, in denen vom „bösen Deutschen“ die Rede war, baute erheblichen Druck auf. Der Bundeskanzler versprach Abhilfe.
Margot von Rennesse, die man seit 1998 "Mutter des neuen deutschen Kindschaftsrechts" nannte, schalt öffentlich, das Gesetz sei gut, aber die Juristenausbildung sei schlecht, die Richterschaft provinziell und die Qualifizierung von Jugendamtsmitarbeitern unzureichend.
Um Frankreich zu besänftigen, wurde eine deutsch-französische Mediationsstelle eingerichtet, die jedoch nur einen Good-Will-Dienstleistungsauftrag hatte und keinen Elternteil zu einer dem Kindeswohl dienenden Mediation und Einigung zwingen konnte.
Wirksames geschah politisch und amtlich nicht.
Auf der privaten Ebene begann jedoch - auch unter dem politischen Einfluss der in den USA lebenden Britin C. Meyer - eine Selbsthilfeorganisationsvernetzung anglo-amerikanischer und französischer Personenkreise. Ich denke da etwa an das „National Center for Missing and Exploited Children“ in Washington D. C., in dessen Arbeit sie aktiv eingebunden war, um durchsetzbare Gesetze gegen Kindesentführung und Kindesentziehung zu erzwingen.
Ich selbst kam ebenfalls etwa Mitte der 90er Jahre aus Deutschland in diese internationale Widerstandsbewegung gegen Kindesenziehung , da ich in Folge meiner langjährigen Erfahrungen mit sexuell missbrauchten und suizidalen Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen die schweren seelischen Folgen der Vaterentbehrung und Mutterentbehrung bei Tätern und Täterinnen sowie ihren Opfern erkannt hatte.
1996 publizierte ich im DTV die Erstausgabe meines erzählenden Sachbuchs "Der gebrauchte Mann. Abgeliebt und abgezockt. Väter nach der Trennung".
Das Medienecho war enorm. Die Stimmen der meist weiblichen Kommentierenden reichten von Empörung über "Megabiester" bis zu Häme und Spott für die "Neuen Leidensmänner".
Mein Buch wurde bald zum Bestseller in der Väterbewegung, obwohl z. B. "pappa.com" mich während der Recherche ausdrücklich nicht unterstützen wollte und der "Väteraufbruch für Kinder" gar nicht erst auf meine Anfrage reagiert hatte. Erst nach Erscheinen des Buches und dem ausgelösten Medienecho sah dies anders aus.
In meiner Naivität glaubte ich, für Kinder getrennter und geschiedener Eltern aus dem Hype um mein Buch Nutzen für die betroffenen Kinder schlagen zu können, indem ich die noch kleinen Väterbewegungssplittergruppen vernetzen und unter einem gemeinsamen Dachverband einigen wollte. Also lud ich alle mir inzwischen bekannt gewordenen Väterrechtbewegten zu mir ein, um mit ihnen über diesen Gedanken zu reden. Das bekam mir jedoch schlecht, da man mir von "pappa.com" sehr harsch und deutlich schrieb, dass ich mich da raus zu halten habe, da es „Männersache“ sei und man selbst ein Buch plane. Folglich kam es zu keinem Treffen und auch keiner Kräftebündelung.
Im Jahr 2000 flog ich privat mit dem Ziel nach Washington D. C, den anglo-amerikanischen Gruppen nicht nur zu erklären, dass Kindesentziehung – entgegen der dort herrschenden Meinung - keine Nazi-Lebensborn-Maßnahme, sondern das Ergebnis radikalfeministischer Väterverachtung und linker, kommunistischer Familienzerstörungsabsichten hin zur "industriellen Familie" im Sinne Engels' ist. Ich nahm an, durch meine Informationen aufklärend wirken und die Kräfte in die richtige Richtung gegen die globalisierte radikalfeministische Auflösung der traditionellen Familie lenken zu können. Darüber hinaus wollte ich diese anglo-amerikanischen Gruppen mit den deutschen Vätergruppen bekannt machen und vernetzen.
Eindeutig waren die von deutschen Jugendamtsmitarbeiter/innen und Familiengerichtsbeschlüssen aus dem Leben ihrer Kinder ausgegrenzten ausländischen Elternteile jedoch nicht mehr bereit, weiterhin nur friedlich um die Herausgabe ihrer Kinder zu bitten.
Man berichtete mir, auch genug von den deutschen Väterrechtbewegten zu haben, da etlichen Eltern von bestimmten Personen aus diesem Kreis übel mitgespielt worden sei. So seien sie als von Kindesentziehung betroffene Amerikaner unter dem Vorwand zu Spenden animiert worden, dass ihnen dann in Deutschland ein deutscher "Anwalt des Kindes" in ihrer Sache kostenlos bei Gericht helfen werde. Als sie diese Hilfe später eingefordert hätten, sei ihnen gesagt worden, dass ein "Anwalt des Kindes" kein Rechtsanwalt und kostenlose Anwaltsvertretung in Deutschland verboten sei. In Washington D. C. beratschlagte man deshalb leidenschaftlich über Entführungen und Rückentführungen. Ein kleiner harter Kern war entschlossen, auch gewaltsam zur Selbsthilfe zu greifen. Davon distanzierte ich mich.
Als ich 2001 jedoch gefragt und gebeten wurde, einer internationalen Gruppe von Eltern bei der Organisation eines friedlichen Hungerstreiks in Berlin zu helfen, sagte ich gern zu.
Da es meine feste Überzeugung ist, dass Kindesentziehung ein globales Problem ist, das in allen Ländern der Welt auftritt und auch in Deutschland nicht aus Deutschland allein bekämpft werden kann, sondern nur dann in den Griff zu bekommen ist, wenn Eltern aller Länder sich vereinigen und dagegen aufstehen, entschloss ich mich zur kommunikativen und logistischen Unterstützung sowie zu aktiver Hilfe vor Ort.
Zu diesem Zweck nutzte ich meine beruflichen Kontakte zur Presse und Bildmedien, um die Berichterstattung anzustoßen sowie Politiker/innen das Anliegen der Hungerstreikenden nahe zu bringen und nach Möglichkeit für Abhilfe zu sorgen.
Im Zusammenhang dieses Hungerstreiks lernte ich Olivier Karrer kennen.
Er kam mit einer kleinen, aber fest entschlossenen Gruppe französischer Eltern, Müttern wie Vätern, nach Berlin.
Dort schloss sich ihnen ein aus Südafrika eingeflogener Vater an. Aus Deutschland kamen eine Großmutter und mehrere Väter hinzu.
Um zwischenmenschliche Hilfe und aktive Unterstützung für die Hungerstreikenden vor Ort in Berlin, auf dem Alexanderplatz, zu beschaffen, bat ich zunächst meine in Brandenburg wohnende Freundin, so oft wie möglich zu ihnen zu fahren. Sie nahm zum Beispiel den aus Südafrika kommenden Hungerstreikenden kostenlos bei sich auf, versorgte die ganze Gruppe täglich mit heißen Getränken, warmen und regenfesten Kleidungsstücken, half beim Anfertigen von Plakaten und Flyern.
Zusätzlich vernetzte ich die Aktion mit deutschen Väterorganisationen in Berlin und bundesweit, sorgte für Medieninteresse und informierte die zuständigen Minister/innen im Bundesjustiz- und Familienministerium. Das Bundesjustizministerium lud mich deshalb nach einiger Zeit zu einem Gespräch ein, um die Forderungen der Hungerstreikenden zu erfahren und die Aktion zu beenden, ehe ein Unglück geschähe. Eine Abordnung von ihnen begleitete mich zu diesem Termin. Auch darüber kann man mehr auf meiner Webseite lesen und Fotos anschauen.
Da der franco-amerikanische Freund, der den Hungerstreik der französischen Eltern organisiert hatte, schon zu Beginn in Deutschland verhaftet wurde, weil er versucht hatte, seine ihm von der Mutter entzogenen Kinder zu sehen, sprang Olivier Karrer für ihn ein und gab sich künftig als Anführer und erster Ansprechpartner der Presse aus.
Freunde machte er sich dabei bei den Hungerstreikenden vor Ort nicht, die sich durch seine despotische Art provoziert fühlten und sich bei mir darüber beklagten, dass er das große Medieninteresse allein an sich binde und sich zudem nicht an die Regeln des Hungerstreiks halte, wodurch er alle Beteiligten unglaubwürdig mache. Auch mit meinem kanadischen Mitstreiter, der meine Berichte über die Geschehnisse vor Ort ins Englische übersetze und für alle englischsprachigen Leser vernetzte, kam es zu erheblichen Unstimmigkeiten.
Dennoch gab gerade der beklagte Despotismus der Gruppe Halt und trug maßgeblich dazu bei, dass der sowohl persönliche als auch politische Ziele verfolgende Hungerstreik nicht vorzeitig abgebrochen wurde.
Eine meiner Lehren, die Olivier Karrer aus dieser Zeit übernahm, war, dass allein deutsche Eltern nicht gegen Kindesentziehungen erfolgreich sein könnten, sondern Unterstützung aus dem Ausland brauchten und umgekehrt.
Bewusste Dauerarbeitslosigkeit und die Erfindung des CEED war eine der Konsequenzen, die er daraus zog. Seine Arbeit, so sagte er, sei von jetzt an der Kampf gegen Jugendamt und Familiengericht. Politisches Engagement, das Verfassen von Presseerklärungen zu konkreten Fällen, die Aufklärung der Politiker, die ihm zuhören wollten, über Deutschlands "viertes Reich und Lebensborn-Kinderklau", seine Organisationen von Kinderrettungsaktionen - all das lasse ihm keine Zeit mehr für eine Erwerbstätigkeit.
Leider begann Olivier Karrer sehr schnell, die von der Gründerin der amerikanischen Selbsthilfegruppe P.A.R.E.N.T.International ,Maureen Dabbagh, publizierte Behauptung zu übernehmen und bis heute mit zunehmendem Fanatismus zu verbreiten, dass in Deutschland das "vierte Reich" angebrochen sei, das Jugendamt eine Erneuerung des unter Himmler gegründeten "Lebensborn-Vereins" darstelle und Kindesentziehungen vor allem ins Ausland erfolgen, weil Deutschland Kindermangel habe und die Deutschen ohne "Kinderklau" aus dem Ausland ausstürben.

Mit der Zeit schlugen diese Parolen in „Kriegserklärungen“ und Aussagen um wie die, dass er , Olivier Karrer, sich als „Partisan im Krieg gegen Deutschland“ verstehe und dass die Besatzungsmächte nach Deutschland zurückkehren müssten, um den von Grund auf amoralischen, nicht zur Kindesliebe fähigen und zu den Nazi-Kinderklau-Methoden zurückgekehrten Deutschen dass Handwerk zu legen.
Es waren bereits vor dem Hungerstreik von Frankreich aus Versuche auf eigene Faust unternommen worden, Kinder binationaler Eltern ihrem deutschen Elternteil zu entreißen und in das Ursprungsland des ausländischen Elternteils zu verbringen. Wer damals wen zu „retten“ versuchte, weiß ich nicht. Die Gerüchte kursierten jedoch laut und wurden höchst kontrovers diskutiert.
Als eine der spektakulärsten „Rettungsaktionen“ dieser Art, die Jahre später Olivier Karrer durchführte, ist wohl der Fall Joumana Gebara anzusehen, den ich in meinem Buch "Nicht ohne meine Kinder" publiziert habe. Auch dazu kann man auf meiner Webseite Details nachlesen.
Zu dieser „Rettungsaktion“ hat sich Olivier Karrer von Anfang an öffentlich bekannt. Er bestand darauf, in meinem Buch mit seinem Realnamen genannt zu werden und schrieb deshalb eine entsprechende Erklärung für meinen Verlag, der sich wegen dieser Namensnennung juristisch absichern musste.
Die Nennung seines Klarnamens bedeutete für mich eine besondere Detailtreuepflicht bei der Verfassung meines Tatsachenromans. Um hier kein Risiko einzugehen, legte ich Olivier Karrer die ihn betreffenden Teile des Skriptes vor. Er nutzte die Gelegenheit, einzelne Szenen zu korrigieren, da ihm meine in Interviews mit Joumana erlangten Kenntnisse nicht detailreich genug waren. Die ihn persönlich betreffenden Angaben zur Person übernahm ich unmittelbar.
Die Rückführung des älteren Sohnes Joumana Gebaras zur Mutter, fort aus einer Pflegefamilie, in der er verzweifelt und unglücklich war und seine Mutter weder sehen, noch sprechen durfte, war für Olivier Karrer immer Freude und Ehre zugleich.
Joumana und ihre Kinder haben ihn als Helden und Retter verehrt und gepriesen. Dennoch scheiterte der Versuch einer Liebesbeziehung, von der Joumana mir detailreich berichtete. Sie sagte, sie konnte es nicht ertragen und hinnehmen, dass Olivier Karrer sich während ihrer Arbeitszeit als erziehungsberechtigter Vater ihrer Kinder aufspielte und handfeste Erziehungsmethoden anwandte, die die schwer traumatisierten Kinder belasteten. Monatelang habe sie dies aus Dankbarkeit zu ertragen versucht, doch am Ende des bedrückenden und für sie als Alleinverdienerin kaum zu finanzierenden Fünfpersonenhaushalts sei es zu einem schwer eskalierenden Streit zwischen ihr und Olivier Karrer gekommen. Sie habe ihn dann zum Abreisen aufgefordert.<br><br>
Eine Olivier Karrer von Joumana Gebara aus Dankbarkeit geschenkte Webseite machte das Gebara-Fallgeschehen und den CEED, der quasi identisch ist mit der Person Olivier Karrer, im Internet bekannt. Schon während seiner Monate in Bozen bei Joumana Gebara baten ihn nun immer öfter verzweifelte Eltern um Rat und aktive Hilfe.
Seine Presseerklärungen überschwemmten Gerichte, Redaktionen und Politbüros. Andere Elternrecht-Aktivisten, die bereits Gehör in eigener Sache bei Politikern gefunden hatten, öffneten ihm Türen. Polnische Eltern, die sich in Deutschland zu Selbsthilfegruppen organisiert haben und heftig beklagen, dass ihnen – in der Tat skandalöserweise - das Recht verweigert wird, mit ihren vor der elterlichen Trennung zweisprachig aufgewachsenen Kindern in der polnischen Muttersprache zu sprechen, führten ihn bei polnischen Politikern ein. Andere stellten ihn ihren Landesabgeordneten im EU-Parlament, ihren Lokalpolitikern, vor. Seine auch dort verbreiteten Nazi-Viertes-Reich-Parolen fielen oftmals auf fruchtbaren Boden.
Gemeinsam mit neun anderen ausländischen Eltern reichte er schließlich – unter bewusstem Ausschluss der deutschen von Kindesentziehung betroffenen Eltern - zehn Petitionen bei der EU-Petitionskommission ein, um glaubhaft zu machen, dass Kindesentziehung durch das deutsche Jugendamt ein Akt der Ausländerfeindlichkeit und der „Germanisierung“ sei. <br><br>
Hunderte von Petitionen deutsch-deutscher Eltern folgten, die sich den Petitionen des deutschen Rechtsanwalts Ingo Alberti und meiner eigene Person anschlossen und gemeinsam mit uns die dringend nötige und längst überfällige Neustrukturierung des Jugendamts und/oder die Einrichtung einer unabhängigen außergerichtlichen Kontrollinstanz forderten, die bisher aus Gründen des Grundgesetzes abgelehnt wird.
Es kam zu einer Anhörung der Petenten im EU-Parlament. Ein offizielles „Arbeitspapier“ der EU-Petitionskommission unter dem Vorsitz von Marcin Libicki wurde veröffentlicht, in dem die deutsche Bundesregierung aufgefordert wird, Willkürentscheidungen im Jugendamt zu verhindern, Menschenrechte zu wahren und eine Kontrollinstanz einzurichten. Die Bundesregierung folgte dem nicht. Man erklärte das Arbeitspapier zu einem polnischen Alleingang, der keine Bedeutung habe und die zugrunde liegenden Petitionen für Erfindung. Das entsprechende Schreiben ist auf meiner Webseite zu lesen.
In meinen internationalen Netzwerken, in denen ich mich politisch und informatorisch austausche und seit Jahren Material für ein Buch über Kindesentziehungen recherchiere, war bzw. ist Olivier Karrer einer unter vielen, dessen persönliche Lebenserfahrungen ich kenne, aufgeschrieben habe und mitfühlend bedaure.
Oftmals habe ich für ihn gut gesprochen, wenn er sich durch bestimmte Vorfälle unglaubwürdig gemacht, bei bestimmten Weggefährten Wut ausgelöst hatte oder wegen eines Wirtschaftsvergehens im Gefängnis saß und Hilfe brauchte. Als er sich in Hamburg bei Gericht wegen Entführungsverdachts am eigenen Sohn zu verteidigen hatte, war ich seine einzige Entlastungszeugin. Eine zweite, die Hauptentlastungszeugin, war Tage zuvor leider einer schweren Krankheit erlegen und konnte nicht mehr für ihn sprechen. <br><br>
Mein Mitgefühl für die Person Olivier Karrer änderte freilich nichts daran, dass ich seine „Nazi-Parolen“ ablehne und ihm dies sowohl öffentlich in schriftlicher als auch privat in mündlicher Form mitteilte. So war ich zum Beispiel unendlich empört darüber, dass er auf seiner Webseite Videos veröffentlichte, die Nazi-KZ-Ärzte in weißen Kitteln zeigten, wie sie kleine Kinder auf das grausamste, entsetzlichste quälten.
Nicht, dass diese Greueltaten verschwiegen werden dürften. Im Gegenteil. Es muss darüber gesprochen werden, es müssen aus der Vergangenheit die Lehren für die Gegenwart gezogen werden, um die Zukunft zu meistern. Aber das herzzerreißende Leiden dieser geschundenen, gemarterten Kinder heute wieder zu politischen Propagandazwecken zu missbrauchen, wie Olivier Karrer es auf seiner Webseite tat, erscheint mir nicht weniger verwerflich als die Propaganda der damaligen Nazis. Es heiligt nun einmal der Zweck nicht alle Mittel, wie ich meine.
Immer öfter warnten mich Freunde und erzählten mir von Erfahrungen, die sie im Umgang mit Olivier Karrer gemacht hatten. Selbst langjährigste Freunde, die ihn immer wieder unterstützt hatten, distanzierten sich von ihm. Ich wurde hellhöriger.
Gerüchte kamen mir zu Ohren, dass Olivier Karrer sich seine Hilfe zur "Rettung binationaler Kinder" gut bezahlen lasse. Schon Joumana Gebara hatte mir für unser Buch davon berichtet.
Auf meine direkte Frage wies Olivier Karrer dies jedoch weit von sich. Nein, er mache das nicht für Geld. Es sei eine Frage der Ehre für ihn und des Wunsches, dass kein Kind mehr wie sein eigener Sohn leiden müsse.
Zugleich aber räumte er ein, sich nicht zu genieren, wenn jemand ihm etwas schenken wolle. Geschenke nehme er selbstverständlich gern an. Wenn ich ihm Geld schenken wolle, nehme er das auch. In Hamburg erklärte er dem Gericht, die Kleidung, die er trage, sei ihm geschenkt worden. Eine Bekannte erzählte mir, sie sei von ihm gedrängt worden, CEED-Deutschland zu gründen und habe ihr Privatkonto zur Verfügung gestellt, damit darauf Spenden eingezahlt werden könnten.
Ich ging immer weiter auf Abstand. Meine Auffassung eines Ehrenamtes passt nicht zu solchen "Geschenken".
2009 und 2010 waren schwere Jahre für mich. In rascher Folge verstarb nahezu meine gesamte Ursprungsfamilie. Ich fühlte mich nicht in der Lage, schriftstellerisch kreativ zu arbeiten und konzentrierte mich darauf, pro bono Familienberatung in Vereinen wie dem „Weißen Ring“ und dem „Familiennetzwerk“ zu leisten, Eltern in Umgangsverfahren als nicht juristischer Beistand bei Gericht beizustehen und mit ihnen die benötigten „Schriftsätze“ zu verfassen, vielen Kindern und Jugendlichen in meinen online-Kummerkästen Lebenshilfe zu geben und kleinere Publikationen in Anthologien, Zeitschriften und dem Rundfunk zu bringen oder Fernsehsendungen zu bestreiten und Vorträge auf Tagungen über Familienthemen zu halten.<br><br>
2011 dann erreichte mich der verzweifelte Hilferuf eines Vaters, dessen Frau aus meinem Wohnort stammt. Diese, eine junge Mutter, war durch den CEED in größte Not geraten und als vermeintlicher Kopf des CEED verhaftet worden. Ihr Sohn war dadurch in höchster Kindesentziehungsgefahr.
Die mir vorgelegten Unterlagen zeigten, dass diese Frau einem Vater im Familienrechtsstreit als Begleiterin zu seiner Rechtsanwältin und zu Gericht beigestanden hatte, der dann übers Internet Kontakt zum CEED aufnahm und ohne ihr Wissen sein Kind nach Belgien entführte. Der CEED-Mann in Belgien, zu dem sich dieser Vater mit Kind geflüchtet hatte, hatte der jungen Frau ein Fax zukommen lassen, das sie dem Gericht übergeben sollte. Als sie diese Übergabe erledigte, wurde sie auf der Stelle verhaftet. Das Schreiben des CEED-Belgien wurde als strafbar identifiziert, die Überbringerin als Straftäterin angesehen.
Ich war überzeugt, hier müsse ein Irrtum vorliegen, irgendein fatales Missverständnis, eine polizeiliche, gerichtliche Fehlinterpretation einer der zigfachen Nazi-Hetze-strotzenden Presseerklärungen, die Olivier Karrer in derartigen Fällen abzugeben pflegte.
Daher versprach ich dem bei mir Rat suchenden Vater, Olivier Karrer zu informieren und ihn zu bitten, die Sachlage bei Gericht klarzustellen.
Er hätte sich zu diesem Zweck mit dem verantwortlichen CEED-Mann in Belgien auseinandersetzen müssen. Da Olivier Karrer identisch ist mit dem CEED, war ich überzeugt, dass er die Sache schnellstens klären und der jungen Frau helfen könne.
Stattdessen lautete seine Antwort, dass er keine Zeit dazu habe, weil er in Düsseldorf an der Uni eine Pressekonferenz für Beata Pokrzeptowicz, eine polnische Mutter, geben müsse, die wegen Kindesentführung zu einer hohen Geldstrafe und Haft verurteilt worden war. Er habe „sie beschimpft ohne Ende“, sagte er, damit sie in Revision gehe. Er habe keine Zeit für diese blöde Frau, wegen der ich ihn anrufe. Sie sei selbst an allem schuld.
Ich wandte mich deshalb an den CEED-Mann in Belgien, um ihn persönlich um Hilfe für die Inhaftierte zu bitten. Er erklärte, mit dem Vater, der die Kinder nach Belgien entführt hatte, und dessen Rechtsanwalt reden zu wollen. Der Vater käme zum Essen zu ihm. Er werde dafür sorgen, dass der Vater ein Schreiben anfertige, das der Rechtsanwältin der Frau geschickt werden solle. Darin würde der Vater schreiben, dass die Frau unschuldig sei.
Ein solches Schreiben traf nicht ein.
Ich machte die Sache daraufhin auf der facebook-Plattform publik, um der Inhaftierten zu helfen. Diese Riesengesellschaft kann ein hilfreicher Informationsquell sein.
Zu meiner Überraschung war sie es diesmal nicht. Stattdessen brach aus allerlei Richtungen eine massive Beschimpfung der Inhaftierten los.
Olivier Karrer persönlich versuchte, den Fall ins Lächerliche zu ziehen. Der CEED sei nicht die Polizei und verhafte niemanden. Der CEED zwinge niemanden, ihm zu helfen. Die von mir zu ihrem Schutz anonym gehaltene Frau – die er sehr wohl kannte - solle sich auf facebook outen und ihre Beweise veröffentlichen.
Seine im Internet als seine Karrer-Familie auftretenden CEED-Leute, die sich mit Nachnamen alle „Karrer“ nennen und sich untereinander als Bruder, Schwester, Onkel, Stiefmutter, Stieftochter und dergleichen bezeichnen, ließen Verbalattacken los. Einige versuchten, mich privat dazu zu bringen, die Sache fallen zu lassen. Sie beschworen mich, der guten Sache des CEED nicht zu schaden, da der CEED nur Gutes tue und allen Leuten helfe, ihre Kinder zu retten und schon so viele Kinder und Eltern glücklich zusammengeführt habe. Olivier Karrer sei der einzige Mensch, der die Zusammenhänge zwischen Jugendamt und Lebensborn und Nazi-Deutschland erkannt habe und nur er könne dies den Politikern der Welt erklären. Deutschland müsse ausgelöscht werden. Er allein könne das.
Das Elend der unschuldig Inhaftierten, die Trennungsschmerzen ihres Kindes, die Gefahr der Kindesentziehung interessierten keinen.
Niemand unter diesen CEED-Karrers wollte etwas davon hören, dass die junge Frau, die inhaftiert worden war, nicht die erste Mutter war, die im Umfeld des CEED in Konflikte mit Gesetz und Polizei geriet.
Joumana Gebara wurde himmelschreiendes Unrecht getan, als das Jugendamt ihr ihre beiden kleinen Söhne an geheime Orte entzog und eines der Kinder bei einer Bereitschaftspflegefamilie und das andere bei dessen Vater unterbrachte. bei dem Kind nie zuvor gelebt hatte. Das hatte, laut Joumanas Anwalt, auch der das Verfahren leitende Richter erkannt und stand bis zu dem Moment auf ihrer Seite und war gewillt, ihr die Kinder herauszugeben, als das CEED-Schreiben Olivier Karrers bei Gericht eintraf.
Erst die Empörung über das vom Gericht als Droh- und Erpresserschreiben bewertete CEED-Papier brachte das Gericht dazu, dem Jugendamt nachzugeben und Joumana zur Herausgabe ihrer beiden Söhne an deren deutsche Väter zu verurteilen.
Auch das italienische Gericht ordnete schließlich die Herausgabe an, indem es das jüngste Kind dem deutschen Vater überantwortete, während der ältere Sohn bei der Mutter verbleiben durfte, da der Vater ihn nicht wollte.
In ihrer Not und Verzweiflung floh Joumana – ganz allein, ohne CEED-Hilfe, - mit allen ihren Kindern in den Libanon, obwohl damals Krieg herrschte und seitdem immer wieder die schlimmsten Gewalttaten im Land vorkamen. Gegen Joumana hängt in Deutschland ein Strafverfahren wegen Kindesentziehung und Körperverletzung an. Würde sie ausgeliefert, müsste sie mit keiner geringeren Strafe rechnen als Beata Pokrezeptowicz und ihre Kinder herausgeben.
Mehrfach habe ich damals mit dem Vater des jüngsten Sohnes telefoniert und ihn angefleht, Joumana und den Kindern eine Rückkehr nach Deutschland zu ermöglichen, sich auf eine Mediation einzulassen, die Kinder vor den Gefahren des kriegsgebeutelten Landes zu schützen. Der Vater lehnte ab. Er hielt Joumana für „irre“, weil auch sie die Nazi-Parolen Olivier Karrers übernommen hatte. „Der Verrückten“ dürfe man die Kinder nicht lassen.
Joumana ist so wenig verrückt wie jeder andere Gesunde. Sie ist eine liebevolle Mutter. Ihre Kinder lieben sie. Ihr Rechtsanwalt in Italien versuchte eine Revision zu erreichen. Dank Olivier Karrers Schreiben ans Gericht hat sie trotzdem keine Chance mehr, mit ihren Kindern in Frieden in Europa zu leben.
Beata Pokrzeptowicz wurde ebenfalls durch Olivier Karrers Nazi-Geschwätz infiziert und zur Kindesentführung animiert. Als sie ihn noch nicht kannte, war sie eine zutiefst leidende, verzweifelte Mutter, die die Welt, die Deutschland nicht mehr verstand. Seine Parolen schienen ihr die Welt neu zu erklären und ihr das Versprechen zu geben, mit ihrem Jungen den Schutz der polnischen Regierung zu genießen, wenn sie mit ihm käme. Dennoch musste auch sie ihren Sohn wieder herausgeben, den sie mit Olivier Karrers Hilfe und der Hilfe anderer CEED-Karrers seinen Begleiterinnen entrissen, sowie nach Polen verbracht und dort versteckt hatte.
Beata P. wurde zu 10 000 Euro Geldstrafe und 14 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt, gilt jetzt als vorbestraft. Alles hat sie für ein Leben mit ihrem Sohn gewagt. Aus verzweifelter Mutterliebe und unter CEED-Einfluss ist aus der zierlichen, feinen Persönlichkeit, der kein Mensch jemals eine Straftat zutrauen würde, eine reißende Löwin geworden. Sie hat die Tage mit ihrem Sohn teuer bezahlt. Nur sie, kein anderer.
Und doch gerät sie jetzt in noch schwerere Not, weil sie auf massives Drängen Olivier Karrers hin Revision einreichte und damit das größte Risiko eingeht, das Verfahren bei einem weniger milden Richter zu verlieren und dann ein weit höheres Strafmaß auferlegt zu bekommen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wieder. Und auf hoher See und vor Gericht...
Auch Marinella Colombo wurde durch Olivier Karrers Nazi-Geschwätz grausam verführt. Als ich sie kennenlernte, weil sie Joumana Gebara kontaktiert und sich mit ihr beraten hatte, sprach ich mit einer jeder Vernunft zugänglichen Frau. Ich warnte sie, ihre Kinder ohne Einverständnis des Vaters nach Italien mitzunehmen, schilderte ihr eindringlich die bösen Folgen, riet ihr zu einer außergerichtlichen Einigung mit ihm und bis zur Einigung zum Verbleib in Deutschland. Kaum hatte sie Olivier Karrer im Internet gefunden, verfiel sie seinem Einfluss, glaubte, Politiker würden ihr helfen, das Faustrecht zu sanktionieren, das sie mit ihm angewandt hatte.
Zwei Mal entführte sie ihre Kinder aus Deutschland und versteckte sie zuletzt in der Pampas Sloweniens. Weit weg von Vater und Mutter, ohne Freunde, ohne Schule. In den Libanon sollte es am Ende gehen. In ein Kriegsland, fern aller Bindung, die ihre Kinder je hatten, reduziert auf allein die Mutter.
Marinella wurde inhaftiert. Mutmaßlich sieht sie einer Strafe entgegen. Die schlimmste Strafe für sie wird sein, ihre beiden sehr geliebten Kinder auf absehbare Zeit nicht mehr, zumindest aber nicht mehr frei sehen und sprechen zu können. Wie grauenhaft ist das für eine liebende Mutter und für die Kinder.
Aber wie schwer ist es auch für die Kinder, die ihre Mutter lieben und vermissen und nun auf sie verzichten müssen, die die erlittenen Traumata der erzwungenen Versteckzeit überwinden, neue Zuversicht in die eigene Unantastbarkeit entwickeln müssen und mit dem Wissen aufwaschen werden, dass ihre Mutter um ihretwillen eine Straftat beging. Was werden sie von ihrer Mutter denken, auf die sie nur deshalb verzichten müssen, weil sie um jeden Preis lieber in Italien leben wollte als in Deutschland?

Leid und Tränen kamen bei den sogenannten „Rettungsaktionen“ für die Kinder heraus, aber auch für die Eltern. Nicht die große Freiheit für Eltern und Kinder brachte die Hilfe des CEED, sondern Freiheitsverlust, Lebensqualitätseinbußen, Angst und Versteckenmüssen. Aus unbescholtenen Müttern und Vätern wurden Kriminelle und Verurteilte.
Nur Olivier Karrer ging stets sauber aus allem hervor. Bis jetzt!

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Literatur:
· Meyer Catherine, They are my children, too, Public Affairs TM (Perseus Book Group), 1999, USA
· Andresen, Karen; Leick, Romain, Sorgerecht, Die gestohlenen Kinder, Spiegel 18/2000, 1.5. 2000, http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-16310933.html

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Dienstag, 22. November 2011, 15:52

Entführt, versteckt, verschleppt -
wenn Kinder ihres Rechts auf beide Eltern beraubt werden


Heimkehr zum Vater nach zweifacher Entführung und versuchter Verschleppung
durch die Mutter. Vater Tobias Ritter bei Markus Lanz, ZDF, Nov. 2011
Markus Lanz:

"Das ist so eine richtig
professionelle Bande,
Menschen, die offenbar
gewerbemäßig so was betreiben."
https://www.youtube.com/watch?v=szKGLyh61PU

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Dienstag, 22. November 2011, 22:03

Schmerzlich...

...denke ich daran, dass das nur ein Sandkorn ist von einem einem riesigen Berg.

Ich denke besonders daran wie verzweifelt Eltern um Hilfe bitten und beide Seiten sich nicht verstehen und die Situation dann schlichtweg in die Auswegslosigkeit gefahren wird. Da sind Eltern dann so weit bereit, dass sie nach jedem Strohhalm greifen den sie bekommen können. Sie lassen sich dann sogar auf Hoffnungen ein, die sich letztendlich als Lügen entpuppen und so rennen sie ohne zu merken, dass der Weg aussichtsloser wird weiter.

Sie rappeln sich dann wieder auf, weil ein Mensch genau das sagt was sie verstehen und hören wollen. Er sagt sie und sie handeln und nach einer gewissen Zeit rufen sie wie Roboter sie werden "germanisiert". Welch ein Zauberwort! Alle hören zu und ihnen wird geholfen! - Ups das klingt nach einer Sekte!!!

Ja wie eine Sekte vom "selbständigen Denken" zu "gesteuerten" Menschen. Allesamt einen wirren Blick und immer panische Angst vor allem. Deren Vertrauen zu gewinnen ist schwer....

Danke CEED für diese zusätzliche Qual... ;(

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Freitag, 2. Dezember 2011, 17:58

Elterliche Ohnmacht macht verführbar

Der ehemalige Familienrichter Elmar Bergmann sagte in einem seiner zahlreichen Fernsehinterviews, Eltern müssten nicht befürchten, gegenüber dem Jugendamt machtlos zu sein, denn: „Sie sind es.“

Immer habe das Jugendamt das letzte Wort, ob bei praktizierten Kindesentziehungen, als Berater des Familiengerichts oder in den sogenannten „Hilfeplangesprächen“ , in denen die Umgangsregelungen bestimmt werden, die Mitarbeiter des Hauses Eltern zubilligen wollen oder nicht.

Fast jedes Tier kämpft bis zur Selbstaufgabe um seine Jungen. Menschen sind nicht anders.


Behördenmitarbeiter/innen des „Staatlichen Wächteramts“ oder der „Kinderklaubehörde“, wie das Jugendamt seit einer Tagung in Bad Boll von einer Jugendamtsmitarbeiterin bezeichnet wurde, die Eltern ihre Kinder entziehen und langzeitig bis dauerhaft vorenthalten, greifen in die allertiefste zwischenmenschliche Bindung ein, die es gibt, nämlich in die lebenslang anhaltende Elternschaft.

Wer einmal ein Kind auf die Welt gebracht hat, bleibt die Mutter dieses Kindes für immer. Auch dann, wenn diese Mutter ihr Kind nicht selbst groß zieht.Gleiches gilt für einen Mann, der einmal ein Kind gezeugt hat, denn auch er ist er einzige leibliche Vater dieses Kindes und bleibt es bis zum Tode. Auch dann, wenn dieser Vater sein Kind nicht selbst groß zieht.Und ein Kind wird lebenslang das Kind seiner beiden leiblichen Elternteile sein und bleiben. Auch dann, wenn es nicht von ihnen großgezogen wird.

Deshalb ist es ein natürliches, unverbrüchliches, gesetzlich zu garantierendes Menschenrecht und zugleich Elternpflicht, dass alle Kinder ihre beiden Eltern „haben“ und mit ihnen aufwachsen und dass alle Eltern ihre Kinder „haben“ und mit ihnen zusammen leben, sie umsorgen und erziehen und eine gemeinsame Familie mit ihnen bilden.

Der Eingriff gewählter Volksvertreter, die als Gesetzgeber fungieren und Gesetze verabschieden, durch deren Ausführung Familien zerstört, Eltern ihrer Kinder und Kinder ihrer Eltern beraubt werden, verstößt gegen das natürliche, nicht zur Disposition stehende Geburtsrecht des Menschen.

Vieles mag von Menschen erduldet werden, nicht aber der Entzug ihrer Kinder bzw. ihrer Eltern.

Die Verzweiflung über den Verlust eines Kindes kennt jeder Mensch, der ein Kind an den Tod herausgeben musste.

Die Verzweiflung über den Verlust eines lebenden Kindes, das man entweder niemals kennenlernen durfte oder nicht mehr wiedersehen oder nur unter Aufsicht besuchen darf , sei – wie mir viele Eltern sagen und schreiben – noch schlimmer als der Tod des Kindes. Mit dem Tod eines Kindes höre aller irdische Kampf um das Kind auf und sterbe die Hoffnung auf Wiedersehen im Diesseits. Mit einem lebenden Kind lebe auch die Hoffnung auf ein Wiedersehen im Jetzt und Hier und mit der Hoffnung die Verzweiflung und der elterliche Kampf um und für das Kind.

Wer sich in einer solchen extremen emotionalen und sozialen, ganzheitlich Chaos auslösenden Ausnahmesituation des amtlichen Kindesentzugs befindet, wer immer wieder, über Jahre, durch Gerichtsverfahren und alle Instanzen hinweg, auf das unerträglichste Verlustschmerz und Demütigungen erleidet, kann irgendwann nicht mehr mit alltäglichem Maß gemessen werden.

In einer solchen Situation der verzweifelten Hoffnung,der permanenten Ohnmacht gegenüber der gesetzlich garantierten Übermacht des Jugendamts und der brennenden Sehnsucht nach dem eigenen Kind sowie dem dringenden Wunsch nach Selbstbestimmung treiben Eltern in die Arme eines jeden „Gurus“, der nicht nur Rettung verspricht, sondern auch endlich zu erklären können scheint, was kindberaubten Eltern und ihren Kinder warum widerfahren ist.

Olivier Karrer ist ein solcher „Guru“, wie ich meine.

Wie kaum ein Zweiter hat er die Theorie von Maureen Dabbagh verinnerlicht, jener Gründerin des USA-Vereins „P.A.R.E.N.T. International“, die im Jahr 2000 einen im Ausland viel beachteten Essay mit dem Titel Lebensborn: from Inception to the New Millennium; Germanization of Abducted Children - Alienation & Estrangement veröffentlichte.
Demnach ist Jugendamt = Lebensborn Verein = Kinderklau = Nazi-Deutschland.

Das scheint so simpel, so vertraut, so befreiend.
Wenn das Jugendamt eine „Kinderklaubehörde“ wäre, durch deren Mitarbeiterschaft das überalternde, vom Aussterben bedrohte Deutschland seinen Kindermangel zu beheben versuchte, indem es die Kinder ausländischer Eltern diesen Eltern entzöge, um die Kinder in Deutschland zu behalten und zu „germanisieren“, dann müsste man sich als ausländische Eltern nicht mehr nach anderen Gründen fragen, warum der deutsche Elternteil das gemeinsame Kind für sich allein „haben“ will und dies mit allen egoistischen Mitteln zum Nachteil des Kindes und des verlassenen Elternteils durchsetzt.
Wer „Jugendamt = Lebensborn“ denkt, hat endlich das selbsterfüllende Alibi, den vermeintlichen Beweis der eigenen Unschuld und den wahren Schuldigen, den verhassten Klassenfeind, „die Nazi-Deutschen“, gefunden.

Bei Olivier Karrer habe ich immer mehr den Eindruck, dass sich diese Idee zur fixen Idee entwickelt hat , die er quasi missionierend, gehirnwäscheartig, weitergibt.

Rhetorisch brillant, kaufmännisch geschult, diktatorisch und zu allem entschlossen, nutzt er sein Potential als Meinungsbildender und gewinnt dabei vor allem jene, die sich auf verlorenem Posten wissen und in ihm ihren Rettungsanker, ihren Helden, sehen. Den vermeintlich einzigen, letzten, dessen Demagogie ihnen die Lösung ihrer Probleme vorgaukelt, die Rettung ihres Kindes, die glückliche Wiedervereinigung, die gelingende Familie, die Wiedererlangung der verlorenen Selbstachtung.

Vielleicht war es diese Heldenverehrung, die aus dem Olivier Karrer , den ich 2001 kennenlernte und so lange mitfühlend als einen Vater verstand, der unter dem behördlichen Entzug seines einzigen Kindes litt und aus diesem Leid ein politisches Ziel kreierte, nämlich die Abschaffung des Jugendamts, die Abschaffung der Kindesentziehung, die Einführung des Rechts aller Eltern auf Teilhabe am Leben ihrer Kinder und umgekehrt, einen anderen machte.

Vielleicht war es diese Heldenverehrung und die damit verknüpfte Erkenntnis, die er mir irgendwann einmal schmunzelnd mitteilte, dass sich alle Mütter, denen er geholfen habe, in ihn verliebten, die ihn zu dem machten, was er heute zu sein erklärt, der Kopf einer organisierten Bande. Die Staatsanwaltschaft wird darüber das letzte Wort haben.

Vor einiger Zeit schrieb Olivier Karrer, er befinde sich „als Partisan im Krieg gegen Deutschland.“

In diesem Wahn lebt er wohl wirklich.

©Dr. Karin Jäckel

*************************************************************************************************
Dabbagh Maureen, Lebensborn: from Inception to the New Millennium; Germanization of Abducted Children - Alienation & Estrangement, Virginia, USA, 2000. (http://www.maureendabbagh.com/CV.html)

8

Dienstag, 31. Januar 2012, 15:52



http://www.youtube.com/
watch?v=RUb5kv7f6T4


http://www.youtube.com/
watch?v=auQ_NR6hCFY
Katharina Rothenbach
warnt vor Kindesentführungen, die Eltern von Einzelpersonen und Organisationen angeboten werden.
„Dann wenden wir auch Gewalt an“

Reportage: Wie Jugendämter in das Leben von Familien eingreifen

9

Freitag, 2. März 2012, 01:19


©DER SPIEGEL
Aus DER SPIEGEL 51/2011 mit freundlicher Erlaubnis


Der gesamte Artikel ist HIER zu finden.

10

Mittwoch, 7. März 2012, 22:05

SWR REPORT MAINZ: Kampf ums Kind
6. März 2012 21:45 Uhr
Mit Entführungen und Nazivergleichen
kämpft ein Franzose gegen deutsche Jugendämter

Olivier Karrer und sein „CEED“


Zum Video:
http://www.swr.de/report/-/id=233454/did…6elr/index.html
http://www.swr.de/report/-
/id=233454/sgpaia/index.html
Mein Kommentar zu REPORT MAINZ vom 6. März 2012:
Kampf ums Kind: Mit Entführungen und Nazivergleichen kämpft ein Franzose gegen deutsche Jugendämter
©Dr. Karin Jäckel, 7. März 2012

Leichten Sinnes habe ich mich wahrlich nicht auf ein Interview über Olivier Karrer und seine fragwürdige Berühmtheit als Kindesentführer eingelassen, als ich einen spätabendlichen Anruf aus der Redaktion des SWR – Report Mainz erhielt. Bedenkzeit habe ich mir ausgebeten. Stunden später sagte ich zu.

Mir schien, es sei an der Zeit, der Öffentlichkeit die bösen und tragischen Folgen der amtlichen Kindesentziehung bzw. Elternentziehung gegenüber Kinder aufzuzeigen. Folgen, die unter anderem in Kindesentführungen und die Kriminalisierung von ansonsten unbescholtenen Müttern und Vätern münden.

Unter der Prämisse, dass diese mir wesentliche Aussage in der Sendung ausgestrahlt würde, war ich bereit, einmal mehr in aller Öffentlichkeit meinen Part dazu beizutragen, dass Kindesentziehungen und Kindesentführungen aufhören.

Das, was mir wirklich wichtig war zu sagen, fiel letztendlich dann aber doch dem Sendezeitdiktat und Schnitt zum Opfer. So blieb als Ausbeute Stunden währender Dreharbeiten ein einziges kleines Statement mit nebensächlichem Inhalt.

Was ich dringend an die Öffentlichkeit getragen haben wollte, ist, dass Eltern, die ihre Kinder lieben und an ihrem Leben teilhaben wollen, durch die gängige Praxis der amtlichen Kindesentziehungen bzw. Elternausgrenzungen in tiefste Verzweiflung getrieben werden.

Angesichts der zumeist aussichtslosen und Jahre währenden Herausgabe-Verfahren durch alle deutschen Gerichtsinstanzen bis hin zum Europäischen Menschenrechtsgerichtshof wissen sie, dass Entfremdung eintreten und die wundervolle Kinderzeit darüber hingehen wird. Selten wird ein Verfahren gewonnen. Doch selbst wenn, gibt ihnen niemand die verlorene gemeinsame Lebenszeit zurück.

Verlustangst treibt kindberaubte Eltern zum Äußersten: Zum Faustrecht der Kindesentführung oder im schlimmsten Fall zum erweiterten Suizid, der die letztmögliche Zuflucht in eine Gemeinsamkeit von Eltern/teil und Kind in einem anderen Leben zu sein scheint.

Nur deshalb, weil Kindesentziehungen und Elternentziehungen durch Jugendamt und Familiengericht auch gegenüber Müttern und Vätern stattfinden, die sich gegenüber ihrem Kind nichts zuschulden kommen ließen, können selbst ernannte Retter wie Olivier Karrer, die Kindesentführungen als Erfolgsmodell anbieten, organisieren und durchführen, Auftraggeberinnen und Auftraggeber finden.

Am Ende bleiben nach solchen Faustrechtanwendungen durch Kindesentführung nur Verlierer. Unbescholtene Eltern werden zu Kriminellen, die schwer bestraft, oftmals inhaftiert werden und ihre Kinder dadurch in aller Regel vollends verlieren. Kinder leiden mehrfach: Sie sehnen sich nach dem verlorenen Elternteil. Sie leiden unter der Bestrafung des entführenden Elternteils. Sie leiden unter Angst- und Schuldgefühlen und dem lebenslang bedrückenden Selbstvorwurf: „Und alles wegen mir. Wenn ich nicht wäre, wäre das nie passiert.“

Der einzige Gewinner ist der skrupellose Lobbyist, der solche Kindesentführungen als perfekte Lösung suggeriert, sie organisiert und durchführt, sich mit Erfolgen brüstet, die keine sind und der von den dankbaren Eltern auch dann durch Schweigen vor Strafe geschützt wird, wenn sie die Kinder wieder herausgeben müssen und schwer bestraft werden.

Zum Besten eines Kindes ist das nicht. Zum Besten von Eltern auch nicht. Deshalb müssen Kindesentführungen ebenso aufhören wie Kindesentziehungen.

Was Olivier Karrer betrifft, so scheint die öffentliche Meinung über ihn bis in höchste Kreise zwiespältig.

EU-Parlamentarier Wieland bezeichnet Olivier Karrer zwar öffentlich als Kriminellen und Anführer einer kriminellen Organisation CEED. Gleichzeitig aber schließt er - wie Gottlob Schober mir in den Stunden des Interviews sagte - sogar einen Systemwandel des Jugendamts nicht aus und steckt dem Kriminellen Olivier Karrer quasi eine Medaille ans Revers, indem er sagt, dieser habe im Europaparlament gute Lobbyarbeit gegen das Jugendamt geleistet.

Vermutlich ist dieses Lob Olivier Karrer mehr wert als seine persönliche Freiheit. Es bestätigt ihm, dass er sein Ziel erreicht hat. Das deutsche Jugendamt steht am europäischen Pranger. Durch seine gute Lobbyarbeit im EU-Parlament.

Lobbyarbeit übrigens, durch die Olivier Karrer sich als Partisan im Krieg gegen Deutschland versteht, das Deutschland der Gegenwart als 4.Nazi-Reich und „Boche-Land“ deklariert, alle Deutschen und einige im Speziellen als Nazis diffamiert und die Rückkehr der Deutschland überwachenden und kontrollierenden Besatzermächte fordert.

Mit seiner so fatal beantworteten Frage an EUP Wieland griff Gottlob Schober freilich viel zu kurz. Nicht Olivier Karrer allein ist der große Zampano der Lobbyisten gegen Willkürentscheidungen im Jugendamt und die dadurch herbeigeführten Kindesentziehungen und Elternentziehungen.

Was ebenfalls dem Schnitt zum Opfer fiel, ist nämlich meine Aussage, dass Olivier Karrer lediglich eine Einzelperson unter Hunderten von Lobbyisten für das genuine, nicht zu entziehende Recht aller Kinder auf beide Eltern ist, - eine Einzelperson unter Hunderten, die sich aktiv mit ihrer eigenen Petition zu einer Massenpetition an die EU-Petitionskommission des EU-Parlaments sammelten.

Diesen Hunderten Petitionen – zu denen auch meine gehört – ist die Aufklärung der EU-Parlamentarier über brutale Kindesentziehungsmethoden zu verdanken. Aufklärung über schwerste Eltern-Kind-Entfremdungen, über die unfassbaren Lügen, mit denen Kinder liebevoller Eltern/teile hoffnungslos und gefügig gemacht werden (die Eltern sind tot; die Eltern sind im Gefängnis; sie wollen dich ermorden; sie wollen dich nicht mehr; wenn du sie siehst, musst du sofort wegrennen, weil sie dich entführen wollen) und über das Verbot der zweiten Muttersprache entzogener Kinder im betreuten Umgang mit ihren ausländischen Elternteilen.

Unseren Statements anlässlich einer Anhörung im Plenarsaal der EU-Petitionskommission zur Verteidigung der jeweils eigenen Petition und Reden wie z. B. derjenigen von Annelies Oeschger als ehemaliger Vorsitzenden der INGO im EU-Parlament ist die Empörung vieler EU-Parlamentarier über das Jugendamt und Kindesentziehung bzw. Elternentziehung zuzuschreiben.

Als ich das erste Mal meine Petition gegen Kindesentziehungen durch das Jugendamt vor der EU-Petitionskommission verteidigte, rügte mich anschließend EU-Parlamentarier Wieland, dass ich mich „mit diesen Polen gemein“ mache, die Deutschland ja nur aus Tradition an den Pranger stellen würden.

Als ich später im Bundesjustizministerium nachfragte, welche der in dem Arbeitspapier der EU-Petitionskommission geforderten Maßnahmen man wann durchführen werde, um das System Jugendamt zu optimieren, teilte man mir mit, man werde gar nichts unternehmen. Das Arbeitspapier sei ein Alleingang des ehemaligen polnischen EU-Petitionskommissionsvorsitzenden. Petitionen habe man in Deutschland nur eine einzige gesehen – die von W. Pomorski - und man glaube nicht, dass es mehr davon gebe.

Seit Jahren klagen Fachleute wegen der schlechten Qualifikation von Jugendamtsmitarbeitern, fordern einen deutlich höheren Anteil an Psychologen, befinden die Richterausbildung für katastrophal schlecht, rügen die Eskalation im Fallgeschehen durch Rechtsanwälte usw. Zwar sollen Kindesentziehungen durch Jugendamt und Familiengericht Maßnahmen zum Schutz des Kindeswohls sein. Tatsache ist, dass es erschreckend oft schwer traumatisierende Maßnahmen sind, unter deren Folgen Eltern und Kinder lebenslang leiden.

Eltern, die ihre Kinder lieben und dennoch nicht sehen dürfen, haben kein Verständnis für zu wenig Geld in den Sozialkassen, Personalmangel und dergleichen. Sie wollen ihre Kinder zurück. Und sie werden immer alles zu tun und zu geben bereit sein, um sie bei sich zu haben.

Diese Eltern werden durch Systemfehler im Jugendamt und in der Familienrechtsprechung zu Kriminellen gemacht, werden in moderne „Michael-Kohlhaas“-Schicksale getrieben.

Wie sagte doch neulich bei G. Jauch eine Mitarbeiterin des Jugendamts: „Gerichte sind ja leider an Gesetze gebunden.“

Und:

Das Jugendamt sei gut aufgestellt. Man habe kein neues Bundeskinderschutzgesetz gebraucht. Man sei da als Amt schon viel weiter.

Tatsächlich scheuen sich etliche Mitarbeitende im Jugendamt nicht, geltende Gerichtsbeschlüsse zu ignorieren, Elternteile trotz Gerichtsbeschlusses zur Umgangsverweigerung zu drängen, Elternteilen zur Ausgrenzung des anderen Elternteils zu raten, Kindeswohlgefährdung zu erfinden, Akteneinsicht zu verweigern und Akten verschwinden zu lassen – kurz, sich über das Gesetz zu stellen.

Zu recht sagt beispielsweise der ehemalige Familienrichter E. Bergmann in Fernsehsendungen, das Jugendamt habe immer das letzte Wort. Eltern müssten deshalb nicht befürchten, gegenüber dem Jugendamt machtlos zu sein. „Sie sind es.“

Vor diesem Hintergrund massiver Systemfehlerhaftigkeit sieht sich Olivier Karrer als einzig Mutigen und wahren Kindesretter, der Kinder vor diesem System schützt und aus Deutschland fortbringt. Konsequenterweise sieht er sich nicht als Kriminellen und seinen CEED nicht als Kinderklauverein, wie ich ihn bezeichne. Er sieht sich als Helden und Retter, als Märtyrer, als eine Art Robin Hood der Kindesberaubten und Elternberaubten.

Gescheit, redegewandt, kaufmännisch geschult und für Werbung begabt, kann er begeistern und überzeugen. Skrupellos lügend, übertreibend, ja, bewusst skandalisierend spielt er perfekt auf der internationalen Klaviatur alter Nazi-Hass-Gefühle und peitscht sie zu neuem Hass hoch, um seine Kritiker auf das übelste zu diffamieren und diskreditieren, ihnen mit Entführung, Folter, Freiheitsberaubung und Sanktionen vor einem ausländischen nazi-feindlichen Gericht zu drohen sowie die Weltgemeinschaft zu Sanktionen gegenüber bestimmten Personen aufzufordern. Vor allem aber tobt er als Hass-Einpeitscher, um Kindesentführungen aus Deutschland als Rettung vor Nazifizierung und Germanisierung zu rechtfertigen.

All das sind Straftaten. Wer Straftaten begeht, ist kriminell und muss bzw. wird eines Tages dafür gerade stehen.
Aber Olivier Karrers Kindesentführungen sind mehr als Straftaten. Sie sind politisch motivierte Straftaten zum Zweck der Lobbyarbeit. Lobbyarbeit gegen Deutschland, gegen das Jugendamt. Kindesentführungen treffen immer auch ins Mark des Betrachters, wecken alle Schutzinstinkte und erregen höchste Aufmerksamkeit.

Olivier Karrers Lobbyarbeit hat internationale Politiker überzeugt. Wie einem Demagogen oder Guru laufen ihm Eltern zu, die ihn anflehen, ihr Kind zu entführen, es zu retten, es zu ihnen zurück zu bringen. Seine Lobbyarbeit hat ihn berühmt, zu einer Person der Zeitgeschichte gemacht.

Soeben, am 6. März 2012, erklärte sogar der erfahrene Jurist, der international bewanderte EU-Parlamentarier Wieland diese Lobbyarbeit im EU-Parlament für gut.

Darf es da noch wundern, dass auch kindberaubte, verzweifelte Eltern, die keine andere helfende Hand mehr sehen, Olivier Karrers Lobbyarbeit trotz der damit verbundenen kriminellen Handlung als Lösung annehmen und für gut befinden?

Nochmals: Kindesentführung ist kein Kavaliersdelikt, kein lustiges Abenteuer für die entführten Kinder. Es ist eine schwere Straftat und ein Straftäter ist, wer sie begeht. Das gilt auch für Olivier Karrer und die von ihm zur Kriminalität angeleiteten Eltern.

Doch die wahren Schuldigen sind die Kinderrechte auf beide Eltern Verweigernden, die kleingeistig provinziell denkenden Migrantenskeptiker, die ideologiegeprägten Väterhasser/Mütterhasser und die, die Kindeswohl nach eigener Erfahrung und Meinung Interpretierenden.

Sie alle sitzen als ehrenwerte Persönlichkeiten an den Schaltstellen der Entscheidungsberechtigten, sind Gutmensch unter Gutmenschen und wollen nicht merken, dass ihre Vorurteile, ihre Selbstgerechtigkeit, ihre schamlose Erhebung über Mitmenschen und ihre Erfüllungsgehilfenmentalität sowie der politisch gesteuerte Wahn, dass Geschlechtergleichheit erst und nur durch „Elternentziehung“ gegenüber dem Kind bzw. durch das Recht aller Gebärenden und Erzeugenden auf absolute Anonymität gegenüber der „Brut“ gegeben werde, das Wertvollste und Beglückendste zerstören, was dem Menschen gegeben ist: Kinder und Familien.

©Dr. Karin Jäckel, 7. 3. 2012 www.karin-jaeckel.de

http://www.swr.de/forum/read.php?2,72640,72653#msg-72653

St. 7.3.2012 13:33 Uhr
https://www.youtube.com/watch?v=hMfBeYJxaQo


11

Montag, 12. März 2012, 05:09

Zitat

"Als ich später im Bundesjustizministerium nachfragte, welche der in dem Arbeitspapier der EU-Petitionskommission geforderten Maßnahmen man wann durchführen werde, um das System Jugendamt zu optimieren, teilte man mir mit, man werde gar nichts unternehmen. Das Arbeitspapier sei ein Alleingang des ehemaligen polnischen EU-Petitionskommissionsvorsitzenden. Petitionen habe man in Deutschland nur eine einzige gesehen – die von W. Pomorski - und man glaube nicht, dass es mehr davon gebe."
Hast Du dazu etwas schriftliches, was man, am besten direkt im Text, verlinken kann?
Schriftverkehr BMJ, Zahlen über Petitionen, etwas über die Entstehung des Arbeitspapiers o.ä.?
Ich denke, allein das ist ein sehr deutlicher Beleg für die skandalöse Vorgehensweise unserer Politfuzzies, speziell Wiesner, Wieland & Co.

Ich weiß natürlich, daß Deine Zeit äußerst knapp bemessen ist, aber derartige Vorgänge können m.E. gar nicht genug an mögl. große Glocken gehängt werden. Und ein mit Doku ( am besten PDF-Links ) gespickter Beitrag, der dann in anderen Foren und soz. Netzwerken weiterverlinkt wird, kann schon eine recht deutliche öffentliche Reaktion hervorrufen.

Gruß..........Fiete
Respekt immer!
Angst nie!

12

Donnerstag, 15. März 2012, 04:27

Schreiben des Bundesjustizministeriums zum Arbeitspapier der EU-Petitionskommission

Hallo, Fiete,

das besagte Schreiben befindet sich auf meiner zu diesem Forum gehörenden Webseite. Dort steht es schon lange unter dem Button "Jugendamtskritik". Die Informationen sind zahlreich. Aber es gibt eine Suchmaske auf der Seite, falls Du die Publikation nicht spontan findest. Mich hat immer mal wieder gewundert, wieso es letztlich von all den vielen von Kindesentziehung Betroffenen keinen groß interessiert hat, was mir auf meine Anfrage geantwortet wurde. Allerdings hat es mich nicht allzusehr gewundert. Die Erfahrung lehrt, dass Lamentieren vor Agieren und Reagieren geht und mich zwar sehr viele um Hilfe bitten, aber nur wenige zur engagierten Selbsthilfe bereit oder imstande sind.
Daher freut es mich besonders, dass Du es aufgreifen möchtest.

Ich habe mich mit diesem Antwortschreiben übrigens schon kurz nach Erhalt an die EU-Petitionskommission gewandt und gefragt, welche Konsequenz diese Antwort habe.
Außerdem habe ich es Rechtsanwalt Hambura in Berlin in Kopie überlassen, der es an die mit ihm eng zusammenarbeitenden polnischen Politiker weitergeleitet hat.
61 Mütter und Väter konnte ich motovieren, neue Petitionen in eigener Sache nach Brüssel zu senden und sich dabei auf dieses Schreiben zu berufen.
Sicher nicht nur deshalb, aber auch deshalb war Ph. Boulland mit seinem Team in Berlin, um erneut über Kindesentziehungen und Jugendamt zu diskutieren und Optimierungsforderungen zu stellen.

Was mich bitter betrübt ist, dass das ganze Problem in Brüssel vor allem auf binationale Kinder und Paare heruntergebrochen wird. Die identische deutsch-deutsche Problematik gerät dabei ins Abseits.
Erklärt ist das leicht:
Ausländische Eltern machen Rabbatz. Ihre Aktivisten tragen das Problem immer und immer wieder vor, zum Teil mit äußerst großer Lobbyarbeit. Ich erinnere hier an Sabine Vander Elst und Pascal Gallez, die in Brüssel jahrelang optimale Basis- und geradezu geigantische Netzwerkarbeit geleistet haben und zwar ohne Kriminalitäten. Wenngleich beide um iher Kinder kämpften, haben sie es stets verstanden, viele andere Betroffene in diesen Kampf einzubinden und dadurch gemeinsam stärker und effekltiver zu sein. Sehr gern habe ich mich in dieses Netzwerk eingebunden.
Deutsche Eltern wie etwa Petra Heller oder Thomas Porombka sind hingegen Einzelkämpfer.
Und Netzwerke gegen Kindesentziehung, die erfolgreich sind, wirksam Einfluss auf Gesetzgebung und Politik haben?

Es grüßt Dich Karin

13

Montag, 19. März 2012, 14:54

Moin Karin,

Zitat

"......dass Lamentieren vor Agieren und Reagieren geht...."
Zugegeben, mache ich ja auch gern ;) .
Aber im Ernst, leider scheint es wohl tatsächlich so zu sein, daß besonders deutsche Betroffene Eltern zu einem sehr großen Teil lieber jammern, herumchatten und ansonsten mit Facebookapps ihre Zeit totschlagen, als initiativ zu sein.
Sicherlich oftmals sehr verständlich, denn das Trauma lastet schwer.

Ich mache aber immer mehr die Erfahrung, daß manche wohl auch einfach zu bequem sind, selbst nachzuschauen, wenn sie auf etwas verwiesen werden ( zu meiner Schande muß ich gestehen, daß ich das bei mir selbst auch immer mehr beobachten kann ).

Gerade diese Leute kann man allerdings z.T. einfach dadurch etwas "teasen", daß man ihnen weiterführende Zusammenhänge als deutliche Links unter die Nase reibt ( bei mir hilft es jedenfalls 8) ).

Und ich denke, daß es auch dem Vernetzungsgedanken gut tut, der hier in D. ja auch auf ganz kleiner Sparflamme gekocht wird.
Es ist zwar eine Form der chaotischen Vernetzung von ganz unten, aber m.E. besser als nix.
Macht zwar etwas Mehrarbeit, aber ab einer bestimmten Schwelle kann sich daraus durchaus eine nicht unbeträchtliche Eigendynamik entwickeln.

Ich denke, gerade in Fällen, wie denen von Petra Heller, oder Thomas Poromka kann das ein wichtiger Solidaritätsfaktor werden, zumal vieles, was die beiden veröffentlichen ja auch beispielhaft für viele andere Fälle zu sehen ist.

Sollte ich es schaffen, mich in nächster Zeit mal durch die zitierten Zusammenhänge zu wühlen ( was leider i.M. gar nicht klar ist ), will ich gern mal versuchen, hier einen kleinen Beispielbeitrag dazu zusammenzustellen und den dann auch an anderer Stelle zu verlinken.
Möglw. gibt das auch einen kleinen Schub in den Zugriffszahlen.

Gruß..........Fiete
Respekt immer!
Angst nie!

14

Montag, 19. März 2012, 17:42

Es ist mir trotz mehrerer Versuche nicht gelungen, zu Petra Heller Kontakt zu bekommen, weder über ihre Email-Adresse, noch über einen der für sie tätigen Vereine. Sie wird völlig abgeschottet, ob das von ihr ausgeht, kann ich nicht sagen.
Ich bin Gruppen beigetreten, habe mit verschiedensten Betroffenen Kontakt aufgenommen, nur um mich mit austauschen zu können, alle blockten ab.

Was hatte ich mir zuschulden Kommen lassen?
Ich hatte einer sehr initiativen Person den geforderten Satz nicht nachgesprochen, dass alles völkisch motiviert sei, einer anderen Hauptfrau in der Szene der ohne ihr Kind leben Müssenden hätte ich ihre Version bestätigen müssen, wonach die Bilderberger die Bösen seien, für andere sind es die Freimaurer, eine Person nahe an meinem Ort verlangte, ich müsse mich politisch in der Germanischen Ursuppe positionieren, eine weitere wollte mich in ihrem Verein weit links von der Mitte sehen, bevor wir uns über das Problem des ungerechtfertigten Kindesentzuges unterhalten könnten, die Betroffene mit dem freikirchlichen Hintergrund hätte ich beinahe vergessen, sie lud mich zur Taufe ein, und dann gab es noch das Internetportal zur Vernetzung Betroffener und vom Problem Berührter, in dem die Leiterin jeden und auch mich verdächtigte, ihre Ex-Mitstreiterin zu sein, mit der sie nun auf Kriegsfuss sei.

Ohne Vernetzung und Solidarität wird es nicht gehen. Bei nicht zum Dialog bereiten Betroffenen einerseits, fanatisch Entrückten andererseits, und wie Gurus agierenden Heilsbringern der autoritären Art zum Dritten, die ihre Mitstreiterinnen nach dem sexuellen Brauchbarkeitsfaktor auszusuchen scheinen, sehe ich keinen Willen zu einem solidarischen Miteinander.
Die Initiativen, die ich etwas kennenlernte, waren alle hauptsächlich Zusammenrottungen gegen jemanden oder alle, oder gegen den Agressor, der ihnen die Kinder nahm, aber nicht FÜR die Stärkung und Mehrung der Kinderrechte.

Lg
cohaesionis

15

Mittwoch, 21. März 2012, 13:21

Womit wir praktisch wieder beim eigentlichen Thema dieses Threads angelangt sind.
Zwangsbeglücker, selbsternannte Propheten u.ä.

Leider ist es nunmal so, daß es z.Zt., wie wohl in den meisten mehr oder weniger im Untergang begriffenen Gesellschaften, jede Menge derartige sektenähnliche Auswüchse gibt, die sich auf jede Thematik stürzen, die sich ausschlachten lässt.

Daß Petra Heller insofern mauert, halte ich für nachvollziehbar. Sicherlich hat sie diese seltsamen Aktivitäten überhaupt nicht unter Kontrolle, möglw. sogar umgekehrt ( was ich ihr gar nicht wünsche ).
Man kann wohl davon ausgehen, daß sie ( zu recht ) völlig verängstigt ist. Wenn sie dann auch noch realisiert, daß einige Trittbrettfahrer in ihrem Fall hauptsächlich mit obskuren Müll beschäftigt sind, ist es kein Wunder, wenn sie konsequent dichtmacht.
Alles andere würde nur zu noch mehr Stress und Eigentoren führen.

Wenn so ein Verein erstmal genügend dumm blökende Mitläufer hat, hat man kaum eine andere Chance, als sich konsequent davon abzuschotten.
Beispiel CEED. Die gegenseitige Zerfleischerei auf Facebook ist dermaßen ausgeufert, daß ich diese Plattform ( insgesamt dreimal ) entnervt verlassen habe, weil es einfach nur noch Zeitverschwendung und Stress war, was sich dort abspielte.

Die "Karrer-Familie" veranstaltet gezieltes Stalking, bis hin zu gemeinschaftlichen Verfolgungsjagden gegen jeden Betroffenen, der nicht ihre Ideologie lobpreist.
Man wird in Pöbeleien hereingezogen, die dafür sorgen, daß einigermaßen seriöse Kontakte kopfschüttelnd auf den Blockierbutton klicken u.ä.

Dadurch ist eine wichtige Datenquelle und Kommunikationsmöglichkeit ( noch dazu gratis ) auf ein völlig unbrauchbares Niveau gesunken.
Diese Gesellschaft ist offenbar in einem Stadium angekommen, in dem sich blitzartig alle möglichen ( und unmöglichen ) euphorisierten oder hassgesteuerten Gruppierungen herausbilden, die erstens leicht wieder spaltbar sind und zweitens in der Nachbargruppe den größten Gegner erblicken, anstatt sich solidarisch zu verbünden und gegen die Drahtzieher, bzw. für ein gemeinsames Ziel anzutreten.

Die Umwälzungen in der DDR und Polen scheinen die letzten solidarischen Volksbewegungen in Europa gewesen zu sein. Zumindest vorläufig.

Gruß........Fiete
Respekt immer!
Angst nie!

16

Donnerstag, 22. März 2012, 20:37

doppelt gepostet.

17

Donnerstag, 22. März 2012, 21:02

Hallo Fiete!

Wir können doch ordentlich Meinung gegen Meinung setzen, oder?

Zitat

Leider ist es nunmal so, daß es z.Zt., wie wohl in den meisten mehr oder
weniger im Untergang begriffenen Gesellschaften, jede Menge derartige
sektenähnliche Auswüchse gibt, die sich auf jede Thematik stürzen, die
sich ausschlachten lässt.
Allgemeinplätze führen vom Thema weg, nicht hin.





Zitat

Daß Petra Heller insofern mauert, halte ich für nachvollziehbar.
Sicherlich hat sie diese seltsamen Aktivitäten überhaupt nicht unter
Kontrolle, möglw. sogar umgekehrt ( was ich ihr gar nicht wünsche ).
Das würde, wenn es das Jugendamt schriebe, als Angriff auf sie aufgefasst. Wir stehen doch hoffentlich solidarisch hinter den Betroffenen?




Zitat

Wenn so ein Verein erstmal genügend dumm blökende Mitläufer hat, hat man
kaum eine andere Chance, als sich konsequent davon abzuschotten.
Beispiel
CEED. Die gegenseitige Zerfleischerei auf Facebook ist dermaßen
ausgeufert, daß ich diese Plattform ( insgesamt dreimal ) entnervt
verlassen habe, weil es einfach nur noch Zeitverschwendung und Stress
war, was sich dort abspielte.
CEED ist für den ein Angebot, der meint, diese Art der medialen Aufmerksamkeit vermehre die Rechte der Kinder.





Zitat

Man wird in Pöbeleien hereingezogen, die dafür sorgen, daß einigermaßen
seriöse Kontakte kopfschüttelnd auf den Blockierbutton klicken u.ä.
Ich würde, wenn ich ein kind vermisste und es mich, das Leid nicht auf der Basis von "gefällt mir" Zeichen und "Blockierbuttons" abgehandelt sehen wollen.





Zitat

Dadurch ist eine wichtige Datenquelle und Kommunikationsmöglichkeit
Ach ja, Datenquelle nennt man das Portal Facebook ?




Zitat

Die Umwälzungen in der DDR und Polen scheinen die letzten solidarischen
Volksbewegungen in Europa gewesen zu sein. Zumindest vorläufig.
Ich hätte noch einige Revolutionen und Umwälzungen in Erinnerung, über die es sich zu reden lohnte. Aber nicht hier. Hier sind unsere Kinder im Mittelpunkt.



Zitat

Diese Gesellschaft ist offenbar in einem Stadium angekommen, in dem sich
blitzartig alle möglichen ( und unmöglichen ) euphorisierten oder
hassgesteuerten Gruppierungen herausbilden, die erstens leicht wieder
spaltbar sind und zweitens in der Nachbargruppe den größten Gegner
erblicken, anstatt sich solidarisch zu verbünden und gegen die
Drahtzieher, bzw. für ein gemeinsames Ziel anzutreten.

Unsere entrechteten Kinder sitzen nach ihrem Gefühl hinter einem geplatzten Universum, unsere Wahrnehmung "unserer kranken Gesellschaft" ist etwas Kleines dagegen. Diese marode Gesellschaft gesundet durch die Hinwendung zu den wirklichen Themen.













Gruß........Fiete
Freundlicher Gruss
cohaesionis

18

Donnerstag, 22. März 2012, 21:36

Hallo Fiete!

Inzwischen habe ich mir die Geschichte eures Kindes durchgelesen, ich bin dazu einem deiner Links gefolgt.
Es tut mir leid für dich, dass du dein KInd nicht richtig sehen und begleiten darfst.

Lg
cohaesionis

19

Freitag, 23. März 2012, 22:42

Zitat

"Es tut mir leid für dich, dass du dein KInd nicht richtig sehen und begleiten darfst."

Das braucht es nicht, Cohaesionis.
Mein Untergang ist mir ziemlich wurscht.
Und für meine Tochter ist es sicherlich zu spät.
Selbst wenn ich sie nochmal sehen dürfte, was bei der festbetonierten Wagenburg zwischen Osnabrück und Oldenburg überhaupt nicht zu erwarten ist, wäre dadurch kaum noch zu verhindern, daß sie die dritte Generation in einer skrupellosen Psychopathenlinie stellt und möglw. die vierte heranziehen wird. Sofern sie nicht in der Psychiatrie verschwindet oder Suizid begeht, bevor sie anfängt, ernsthaften Schaden an andern anzurichten.

Womit mir jetzt fast ( und nicht gerade elegant ) die Schleife zurück zum Threadthema gelungen ist, nämlich daß aus Opfern leicht Täter werden können, siehe Olivier Karrer.

Gruß.........Fiete
Respekt immer!
Angst nie!

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Samstag, 24. März 2012, 21:31

Hallo Fiete!

Zitat

Das braucht es nicht, Cohaesionis.
Mein Untergang ist mir ziemlich wurscht.
Deine Patzigkeit lässt vermuten, dass es dir denn doch nicht so Wurscht ist.

Zitat

Und für meine Tochter ist es sicherlich zu spät.

Selbst wenn ich sie
nochmal sehen dürfte, was bei der festbetonierten Wagenburg zwischen
Osnabrück und Oldenburg überhaupt nicht zu erwarten ist, wäre dadurch
kaum noch zu verhindern, daß sie die dritte Generation in einer
skrupellosen Psychopathenlinie stellt und möglw. die vierte heranziehen
wird. Sofern sie nicht in der Psychiatrie verschwindet oder Suizid
begeht, bevor sie anfängt, ernsthaften Schaden an andern anzurichten.

Du dürftest schlecht informiert worden sein. Es ist weder in dem Alter, noch später zu spät, es wird nur schwerer das Ziel zu erreichen, wenn Eltern einem KInd derart Vernichtendes und Hässliches voraussagen. Das sind unzulässige Schläge gegen die Seele.
Ich glaube, du brauchst ehrlichere Berater, und bessere Informationen als bisher, wie Die Entwicklung der Psyche im Durchschnittsfall abläuft, und vor allem jemanden der dich auffordert, dich weniger verurteilend über dein Kind zu äussern. In anderen Portalen ist die Art Welt- und Menschenverachtung der Grundton, ich weiss das, er ist jedoch durch die Trennung von einem Kind nicht zu rechtfertigen. Dafür ist man selbst veranwortlich.


Du darfst niemals so sprechen, weil du ein Vater bist und ein Vater bleibst, auch wenn du dein Kind nicht siehst.
Es lesen Gutachter und Sozialarbeiter in Foren nach, wie sich jemand äussert. Du machst mit den Worten von heute Türen zu.

Du bist dafür verwantwortlich, deine Väterlichkeit zu bejahen und zu entwickeln, ob dein Kind nun da ist oder nicht, du bist kein junger Mann mehr, der nur sich selbst gefallen muss.

Zitat

Womit mir jetzt fast ( und nicht gerade elegant ) die Schleife zurück
zum Threadthema gelungen ist, nämlich daß aus Opfern leicht Täter werden
können, siehe Olivier Karrer.
Kurven lassen sich immer kriegen, ich könnte spielend eine zur Reparaturanleitung einer Oldtimer Yamaha legen, und der nächste Schreiber vielleicht zu seinem Lieblingseis. In einem Gespräch zum Wohle unserer Kinder geht es hoffentlich weniger um Ausweich-Kurven und Anlegen von Sprach-Serpentinen.

Hier bist du erst einmal das Opfer, mit dem man mitfühlt, und wenn du verurteilend sprichst, bist du der, der die Kurve zum Tätersein verbal nimmt.

Was Kannst und willst du in eine Gruppe oder ein Forum an Wertstiftendem einbringen?


Lg cohaesionis