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Lotosritter

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1

Sonntag, 22. Dezember 2013, 17:17

Abstauber und falsche Therapeuten wollen mit dem Fond sexueller Missbrauch Kasse machen

Wo es Geld gibt, sind die Abgreifer auch nicht weit. Kaum hat der Fond sexueller Missbrauch seine Arbeit aufgenommen, da sind auch schon die Scharlatane da, die Geistheiler und Gruppenaufsteller, die an die 10.000 € pro Nase heranwollen, die der Fond pro Geschändeten genehmigen möchte.

Unter dem Motto: Austherapiert, wir helfen weiter, wollen die netten Menschen dieser Überlebensberatung sexuell missbrauchte Personen in einem knapp dreiwöchigen Seminar (18 Tage) für 5.900 € kurieren. Yoga, Wandern, Hüttenzauber und Gemeinsamkeit scheinen ihnen das geeignete Konzept, um die Schändung aufzuarbeiten. Kern ihrer Therapie sind dissoziative Verfahren. Wobei es die Geistheiler wenig interessiert, dass Dissoziation in der Therapie mit Überlebenden unbedingt vermieden werden sollte, um die Persönlichkeitsstruktur des Opfers nicht noch weiter zu zersplittern.

Wenigstens geben sie sich soweit seriös, dass sie „Betroffene mit schweren psychischen Störungen bzw. schwerer PTBS “ für ihr Konzept für ungeeignet halten. Wobei sich dazu die Frage stellt, was denn dann eine leichte PTBS ist, und wie psychische Störungen gewogen werden.

Schlimm finde ich, dass die Anbieter sich durch die Verwendung der Antragsformulare des Fonds für sexuellen Missbrauch einen lizensierten Anstrich verleihen, den sie selbstverständlich nicht haben.

Dafür gibt man in den AGBs wenigstens zu, dass diese Therapie von keinen Therapeuten durchgeführt wird: „Wir und unsere Coachs / Dozenten agieren nicht als Ärzte, Heilpraktiker oder Therapeuten, sondern als Heiler im Sinne der Regeln des Dachverbandes Geistiges Heilen e.V. und des Entscheids des BVerfG, 1 BvR 784/03 vom 02.03.2004.“

Jedenfalls zeigt mir diese Darstellung, dass es für die Geschändeten ganz wichtig ist, die Augen aufzuhalten, um die Aasgeier zu erkennen, die ihre Seele nur noch weiter fleddern wollen. Denn durch eine unprofessionelle Therapie kann der psychische Schaden unabsehbar werden, bis hin zu Psychosen und schlimmstenfalls Selbsttötung. Deswegen ist es auch so wichtig, selbst in einer professionellen Therapie darauf zu achten, dass Methode wie Umgang vertretbar sind und bleiben. Insofern ist jede Therapie auch für den Patienten eine Angelegenheit, die höchste Aufmerksamkeit erfordert. Als Patient sollte man darum ebenso „professionell“ in eigener Sache agieren.

Lotosritter

2

Montag, 23. Dezember 2013, 13:58

Hallo Lotosritter,

danke fürs Reinsetzen.
Mir bleibt da nur ein Kopfschütteln. Diesen Therapeuten geht es mit Sicherheit nicht um das Wohl von Missbrauchsopfern, sonst würden sie nicht 10.000 € so zum Fenster rauswerfen. Das ist Geld, das Menschen, die sexuell missbraucht wurden brauchen, um ihre Erfahrungen aufarbeiten zukönnen!
Aber ich verstehe da auch die Bundesregierung nicht. Wieso geht das Geld nicht ausschließlich an seriöse kassenzugelassene Therapeuten für Missbrauchsopfer, die mit der Stundenanzahl nicht hinkommen? Warum wird es "Therapeuten", denen es ums Geldmachen geht, so einfach gemacht?

Ich wünsche dir schöne Weihnachtstage.

Lg
Jenny
Forum für falsche Erinnerungen, (iatrogen)
induzierte falsche Erinnerungen, erfundener Missbrauch,
Falschanschuldigungen und Induzierung der Multiplen
Persönlichkeitsstörung (Link manuell eingeben; Serverproblem) : http://www.induzierte-erinnerungen.de

Lotosritter

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3

Dienstag, 24. Dezember 2013, 02:39

Hallo Jenny,

ich habe diese Seite zeitgleich auch beim Fond sexueller Missbrauch gemeldet. Man wird, so hat man mir bereits mitgeteilt, der Sache nachgehen. Mal sehen, wohin das führt.

Infam finde ich auch, dass da 10.000 € für drei Wochen Ringelpitz und Handauflegen abgegriffen werden. Wo andererseits ein Überlebender damit rund 100 Stunden qualifizierte Therapie erhalten könnte. Und nach diesen Stunden wieder einen regulären Zyklus von der Krankenkasse erhielte (Ablauf der zweijährigen Wartefrist).

Überhaupt halte ich sanftes Handauflegen bei sexuell Geschändeten, wie es dieser Geistheiler anbietet, nicht gerade für den Bringer. Mich jedenfalls würde eine solche Berührung enorm triggern.

Dir, liebe Jenny, allen Mitlesenden und insbesondere Frau Jäckel wünsche ich eine gesegnete Weihnacht

Lotosritter