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Samstag, 6. Februar 2016, 03:14

Mikado-Studie belegt einmal mehr: Die Täter und Täterinnen sind meist gute Bekannte

28.000 Erwachsene und 2.000 Kinder und Jugendliche wurden von dem Projekt Mikado (MiKADO steht für "Missbrauch von Kindern: Aetiologie, Dunkelfeld, Opfer") der Uni Regensburg (Prof. Dr. med. Michael Osterheider) zu einer Studie über sexuellen Missbrauch befragt. Im Herbst 2015 wurden die Ergebnisse veröffentlicht. Danach berichteten von 8.000 jungen Erwachsenen (18 – 30 Jahre) 11,6 % der Frauen und 5,1 % der Männer von wenigstens einer sexuellen Missbrauchserfahrung in ihrer Kindheit. (siehe Link )

Auf Spiegel Online stellt Jana Hauschild die Mikado-Studie vor und schreibt über die Gruppe der Täterinnen:

Mikado zeigt: Den "typischen Kindesmissbraucher" gibt es nicht. Ein Drittel der Täter stammt aus der eigenen Familie. Einige waren als Kinder selbst Opfer von Übergriffen, andere nicht. Die Mehrheit verhält sich auch in anderen Lebensbereichen entgegen sozialer Normen. Nicht wenige haben generell ein besonders großes Verlangen nach Sex und Beziehungen fallen ihnen schwer.

Eine Tätergruppe wird oft übersehen: Frauen. Die Hälfte aller Männer und zehn Prozent der Frauen, die als Kinder sexuell missbraucht wurden, berichten von einer Täterin. In bis zu sieben von 100 Fällen war die biologische Mutter übergriffig - deutlich öfter als Stiefväter (vier Prozent) und nicht viel seltener als der biologische Vater (bis zu neun Prozent).

Darüberhinaus erhellt die Studie auch, dass bei den Tätern die Online-Sexkontakte pflegen ein Viertel weiblich sind. Außerdem gaben die Täter an, dass sie gleichermaßen Jungen und Mädchen kontaktierten. Gleichwohl berichten 3,5 fach mehr Mädchen von belastenden Online-Sexkontakten. Offensichtlich erkennen Jungs ihren Missbrauch nicht, obgleich sie meist drei Jahre früher (ab 8 Jahren) als Mädchen solche Kontakte erleben.

Der ausführliche Bericht samt Studie des Mikado-Projekts ist hier zu sehen .