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Freitag, 18. April 2014, 17:12

Buddhistische Kindermönche - der verkannte Missbrauch

Überall dort, wo junge Menschen initiiert werden, finden sich Lehrer und Helfer, die ihre eigenen Störungen und kranken Triebe an ihnen befriedigen oder kurieren wollen. Egal ob es in der Schule oder später in der Ausbildung geschieht. Der junge Mensch ist unbefangen und unerfahren und hat sehr viel Vertrauen in seine Lehrer. Dass der Lehrer dieses Vertrauen missbraucht, wird dem jungen Menschen oft gar nicht bewusst, und so tappt er in böse Situationen, durch die seine Seele Schaden nimmt. Meistens geht es bei diesem Vertrauensverrat nicht um sexuellen Missbrauch durch den Erwachsenen, sondern um das Ausleben seiner sadistischen Machtbedürfnisse. Beispielsweise haben Studenten, die sich zum psychologischen Psychotherapeuten ausbilden lassen, häufig entsprechend verwirrende und demütigende Erfahrungen mit dominanten und seelisch übergriffigen Anleitern und Supervisoren aus den Ausbildungsinstituten.

Dem Thema Missbrauch durch Lehrer möchte ich mich an dieser Stelle sporadisch widmen. Insbesondere werde ich mein Augenmerk auf die Situation von buddhistischen Kindermönchen lenken. Ich meine, dass es uns, die wir in einer aufgeklärten Welt leben, schlecht ansteht, archaische und deprivierende Lebensweisen durch Spenden zu unterstützen, indem man Patenschaften für Kindermönche übernimmt, anstatt den Kindern eine solide Ausbildung zu vermitteln. Dass zudem der Alltag der Kinder in buddhistischen Klöstern einem permanenten seelischen Missbrauch gleichkommt, möchte ich ebenso erhellen. Über andere Formen des Missbrauchs werde ich gleichermaßen berichten.

Hier eine erste beispielhafte Skizze welcher persönlichkeitsvernichtenden Struktur ein buddhistischer Kindermönch ausgesetzt ist:

Zitat

Quelle: http://www.orgonomie.net/hdobuddha.htm

Die zerstörte Mutter, das zerstörte Kind

Buddhas Mutter Maya starb sieben Tage nach seiner Geburt. Die „Mutter“ eines „selbstgeborenen“ Wesens ist durch die Geburt geheiligt.

Ihr baldiger Tod garantierte, daß das „Gefäß“, das dem Buddha den Eintritt in die Welt ermöglicht hatte, nicht mehr durch sexuellen Verkehr verunreinigt werden konnte. Diese mythologische Vorstellung ist in Tibet erhalten geblieben, und von tibetischen Laien wird häufig als Beweis für die besondere Heiligkeit eines bestimmten Lamas angeführt, daß dessen Mutter unmittelbar nach seiner Geburt gestorben sei (Campbell 1997, S. 141).

Ob Mayas Tod nun historisch ist oder einfach für das Ende steht, das die mythische Figur „Buddha“ für Maya bedeutet, kommt letztendlich auf das gleiche hinaus, denn „Maya“ ist ohnehin kein üblicher Eigenname, sondern steht für die, natürlich weiblich vorgestellte, „Zauberillusion“; für die naturgegebene Verblendung, in die wir alle verstrickt sind. Buddha zerreißt das Gespinst dieser Verblendung und bringt Mutter Natur den Tod. Seinen damit einhergehenden Zustand der vollkommenen Entfremdung, brachte ein solcher Bodhisattva, der bereits zitierte „selbstgeborene“ Tulku Chögyam Trungpa in einem Gedicht mit dem Titel „Namenloses Kind“ zum Ausdruck:

Plötzlich tritt ein leuchtendes Kind ohne Namen in Erscheinung. (...) Weil er keinen Vater hat, hat er keine Familienlinie. Er hat nie Milch gekostet, weil er keine Mutter hat. Er hat keine Spielgefährten, weil er keinen Bruder hat und keine Schwester hat. Da er kein Haus hat, in dem er leben kann, hat er keine Wiege. Weil er kein Kindermädchen hat, hat er nie geweint. (...) Da es keinen Bezugspunkt gibt, hat er nie ein Ich gefunden (Campbell 1997, S. 147).

Trungpa, ein enger Freund des Dalai Lama, endete als alkoholkranker und geistesgestörter „heiliger Narr“. Ein Opfer der kontaktlosen und lebensfeindlichen buddhistischen Erziehungsmethoden. Produkt einer Erziehung, die den Kindern buchstäblich die Luft zum Atmen nimmt. Sie werden in ein Vakuum ohne jeden menschlichen Kontakt versetzt. Die „Täuschungen der Sinnenwelt“ werden durch eine ausufernde Phantastik ersetzt. Selbst im angeblich so „nüchternen“ Pali-Kanon des Theravada-Buddhismus breitet sich Buddhas Leben innerhalb komplizierter Götter- und Dämonen-Hierarchien aus: Catummahaharajika-Götter, Götter in Indras Paradies, Yama-Götter, Tusita-Götter, Nimmanarati-Götter, Paranimmitavasavatti-Götter, usw., neben diesen Devas noch andere Wesenheiten wie etwa die Gandharva, das sind die Sänger und Musiker der Götter, die Yaksha, die durch ihren Lärm die Meditation der Mönche und Nonnen stören, der Teufel Mara, die Asura-Dämonen und die Preta („Hungergeister“), dazu kommen noch diverse Höllenwesen. Neben allen möglichen Himmeln und Höllen gibt es eine Götterburg im kühlen Norden und eine Dämonenburg im schwülen Süden – und ähnliche „theosophische“ Phantastereien. Selbst die für den Lamaismus (mantrayana) so charakteristischen Zaubersprüche (mantras) finden sich im Pali-Kanon, die Paritta.

Buddhas Pfad der Erleuchtung war im Grunde nichts anderes als ein magischer Kampf gegen Dämonen (die personifizierten „bösen Triebe“!), wie er in den tibetischen Mysterienspielen so schön plastisch und bunt aufgeführt wird. Ist man selbstlos, wird man von den Devas beschützt. Ist man eigensüchtig, wird man von Dämonen bedrängt. Entsprechend werden in tibetischen Klöstern Kindermönche in Kammern voller grauenerregender Utensilien und Dämonenfratzen gesperrt, um so ihr renitentes, noch eigensinniges Ich geradezu aus dem Leib herauszuängstigen. (Das ist durchaus dem Schicksal von Kindern in satanistischen Sekten vergleichbar. Jedenfalls ist das Resultat identisch: ich-lose, „multiple“ Persönlichkeiten.)


Mich haben diese Zeilen persönlich sehr berührt, weil ich einer vergleichsweisen persönlichkeitsvernichtenden Deprivation ausgesetzt war. Ich halte derlei Entpersönlichung anders als Menschen, die ihr Ich (Ego) durch Meditation verlieren wollen, nicht für beglückend, sondern empfinde sie als einen Quell meiner Taurigkeit.

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Samstag, 19. April 2014, 00:58

Ein Tag im Leben von Kindermönchen

Ein Film in zwei Teilen, der einen Tag im Leben von Kindermönchen zeigt. Es sind Kinder, die nicht mehr lachen. Es sind Kinder, die ohne Liebe aufwachsen. Es ist perfekt organisierte Deprivation.

http://www.youtube.com/watch?v=cnMr04ZIKho

http://www.youtube.com/watch?v=kJUXVdvikKc

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Samstag, 19. April 2014, 02:20

Aus buddhistischer Sicht sind Kindermönche eine Einrichtung aus Barmherzigkeit. Sie erhalten Unterricht, dürfen sich beim Betteln amüsieren und fallen ihren armen karmisch gestraften Eltern nicht mehr zur Last; ja, sie dürfen sie sogar vom Ertrag ihrer Bettelei unterstützen.

Zitat

Die Kindermönche sollen nur 10 Lebensregeln - statt der 227 der voll ordinierten Mönche - einhalten: Nicht töten, nicht stehlen, sexuelle Abstinenz, keine Lügen, Drogen und Alkohol vermeiden, nach 12 Uhr mittags nicht essen, keinen "weltlichen" Vergnügen nachgehen, sich nicht schmücken, nicht in besonders hohen oder grossen Betten schlafen, kein Geld annehmen.


Ab Mittag kein Essen mehr, aus diesen Kindern werden ganz sicher keine Couchpotatoes.

Hier ein schöngefärbtes Bild vom Leben der Kindermönche .

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Samstag, 26. April 2014, 02:28

Die buddhistischen Gemeinden sind nicht ahnungslos

Sexueller Missbrauch in buddhistischen Sekten und Klöstern ist nichts unbekanntes. Ja, man mahnt Adepten gar zur Vorsicht, damit sie nicht in die Fänge eines narzisstischen Lüstlings in Gestalt eines Meisters geraten und am Ende geschändet und verleugnet zurückbleiben. Das man dabei auch die Opfer zu Mittätern macht, liegt in der kranken Logik von Karma und Wiedergeburt, die so mitleidlos und pervers die Beziehung zwischen Opfer und Täter erklärt.

Zitat

Immer wieder geben Anhänger des (ZEN-)Buddhismus ihre Eigenverantwortung sklavisch an einen Meister ab und verleiten damit viele unreife Meister, die den Titel eigentlich nicht würdig sind, zu sexuellen und anderen Übergriffen. "Schuld" sind hieran beide Seite: sowohl unkritische und unverantwortliche Schüler(innen), als auch "Meister" denen man noch keine Verantwortung über Menschen übertragen darf.

Mehr über das Wissen innerhalb der buddhistischen Gemeinden über praktizierten sexuelle Nötigung und Schändung hier .

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Montag, 12. Mai 2014, 00:44

Kalu Rinpoche berichtet über seine erlittene Schändung durch tibetanische Mönche

Auf der Seite der Trimondis fand ich folgenden Hinweis auf ein Video Kalu Rinpoches, der über seine Kindheit in buddhistischen Klöstern berichtet.

Zitat

Nicht nur die drastische Erziehung in den Klöstern muss nach westlichen Standards als inhuman bezeichnet werden, sondern die Päderastie ist ein in der Mongolei und Tibet häufig auftretendes und weit verbreitetes Phänomen, das selbst vor Hohen Lama-Inkarnationen nicht Halt macht, wie in jüngster Zeit aus einem Video des jungen Kalu Rinpoche zu hören ist: „Als ich neun war starb mein Vater und ich hatte ein sehr schweres Leben. […] Ich wurde zu verschiedenen Klöstern transportiert und als ich 12 und 13 war, wurde ich sexuell von anderen Mönchen missbraucht. […] Mein eigener Lehrer versuchte mich zu töten, das ist die Wahrheit und das zu einer Zeit, wo ich wirklich noch traditionell war. […] Sie versuchten mich zu töten, weil ich nicht tun wollte was sie von mir verlangten.“ Kalu Rinpoche ist einer der ranghöchsten Lamas der so genannten Kagyü-Schule. (http://www.youtube.com/watch?v=z5Ka3bEN1rs )

Überhaupt ist der Artikel voll von Hinweisen ritueller Kinderschändung durch buddhistische Mönche. Bei der großen Sympathie, die der Mainstream aus Medien, Politikern und Esoterikern, dem Dalai Lama entgegenbringt, ist es wenig verwunderlich, dass man darüber nur am Rande des Internets erfährt. Doch etwas schief in den buddhistischen Klöstern ist, entgeht selbst Touristen nicht, so berichtete mir unlängst ein Freund, wie er in einem buddhistischen Kloster in Sri Lanka sah, wie sich ein Kindermönch, ein heranwachsender Mönch und ein etwa 40jähriger Mönch ein Bett teilten. Er war davon sehr irritiert und stellte sich Fragen nach der Wahrhaftigkeit gelebter Keuschheit unter solchen Umständen.
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Samstag, 31. Mai 2014, 15:43

Diese Kindermönche sind ja so süße Buzerl ...

Diese Bilder von einem Kindermönch findet die Netzgemeinde süß. Die Bilder werden wie folgt vorgestellt:

Zitat


Süßer "Kindermönch" im Xichan Tempel
Die folgenden Bilder zeigen einen süßen "Kindermönch" im Xichan Tempel der südostchinesischen Stadt Fuzhou. Der Fofograf erklärte später, dass er nur für seinen Sohn eine interessante Bilderserie gemacht hätte. Diese hat bereits das Interesse vieler Internetnutzer nach sich gezogen.

Wie verdreht unsere Sicht auf die Dinge oft ist, sieht man an diesem Blogbeitrag. Ein Kleinkind, geschätzte drei Jahre alt, ist als Kindermönch in einem Kloster unter lauter erwachsenen Männern. Was würde man hierzulande sagen, wenn man dreijährige Knaben in ein Männerkloster aufnimmt und dort in das monastische Leben einführt. Ja man würde zurecht von Deprivation sprechen, also von einer nicht kindgerechten, pathogenen Entwicklung mit all ihren späteren unguten psychologischen Folgen. Niemand würde so etwas für „süß“ halten.
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Donnerstag, 10. September 2015, 22:24

Sexualverbrechen hinter buddhistischen Klostermauern

Das Blog "Sehen, was ist" beschäftigt sich aktuell mit dem Leiden der Kindermönche in buddhistischen Klöstern. Eine lange Liste von Links skizziert die sexuelle Gewalt der sie dort ausgesetzt sind. Gleichwohl weist der Blogger Matthias Mala daraufhin, dass man bei all dem Schrecken nicht vergessen darf, dass die Sexualverbrechen im Hort der Familie alltäglicher sind:

Zitat

Sexualverbrechen gegenüber Kindern und Jugendlichen sind keine Domäne der Religionen. Sie kommen im religiösen Kontext sogar viel weniger vor als in ganz normalen Lebenszusammenhängen, nämlich in den Familien. Die meisten Kinder und Jugendlichen erleiden sexuelle Belästigung und Gewalt auch nicht durch Pädophile, Päderasten oder Hebephile, sondern durch ihre Väter, Mütter, Geschwister, Verwandten sowie Freunde und Bekannte der Familie. Die Kinderschänder sind also in den meisten Fällen Familienmitglieder und sie haben keine psychisch-sexuelle Störung. Sie schänden Kinder, weil diese für sie überwiegend duldsame, schweigsame und allzeit verfügbare Sexualobjekte sind.

Hier der Link zum Blogthema: Kindermönche, die Schande der Mönche