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Samstag, 14. Februar 2015, 19:57

Papst Franziskus beschämt die Opfer sexuellen Missbrauchs

Dass der Papst kein Heiliger ist, sondern sein Fähnchen lieber in den Wind hängt, offenbarte er, als er sein Kardinalskollegium als vom spirituellen Alzheimer betroffen bezichtigte. Kurz darauf empfahl er, den Faustschlag für einen Beleidiger, anstatt diesem die andere Wange zu bieten. Nun ruft er zu einem Weltgebtstag für die Opfer sexuellen Missbrauchs auf. Unter der Überschrift "Prügelpapstgebetswahnsinn" tritt der von einem Priester als Kind missbrauchte Norbert Denef diesem scheinheiligen Ansinnen entgegen:

Zitat

Erst kürzlich hörten wir von Papst Franziskus, dass ein Kinnhaken normal sei, wenn einer eine Religion beleidigt. Wenige Tage später verherrlichte er die körperliche Züchtigung von Kindern.
Anstatt die Verbrechen des Vatikans aufzuklären soll nun gebetet werden. Das ist höhnisch.
Mit diesem Weltgebetswahnsinn richtet man bei den Opfern erneuten Schaden an. Bis hin zum Selbstmord. (Quelle )

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Samstag, 21. Februar 2015, 14:45

Missbrauchsopfer haben offensichtlich ein spirituelles Defizit

Verzeihen und vergeben sind zweierlei. Verzeihen kann ich, vergeben kann ich nicht. Nicht als Opfer, nicht als Geschändeter. Verzeihen bedeutet, den anderen nicht mehr zu zeihen, ihn nicht mehr zu bezichtigen. Das ist für den Geschändeten ab einem gewissen Zeitpunkt sogar wichtig, um nicht mehr in einer bösen Verstrickung mit dem Täter zu verharren, indem er gegen ihn zürnt, ihn mit Hass verfolgt, ihn etwas von der erlittenen Schmach vergelten möchte.
Vergeben aber heißt, etwas von sich zu geben, wegzugeben. Das kann ich nicht. Denn als Geschändeter bin ich ein Vernarbter, ein Verformter. Man mag etwas von seinem Schmerz an Gott abgeben, oder es sich von ihm abnehmen lassen; jedoch bleibt man ein Belasteter, ein Verwundeter.
Nun also plant man im Vatikan einen Weltgebetstag für Missbrauchsopfer. Auch mich berührt dieses Vorhaben seltsam, weil es die Opfer vereinnahmt, sie instrumentalisiert. Weil hier der Prozess des Verzeihens verkürzt und ein Vergeben herbeigebetet werden soll. So jedenfalls erfasse ich es. Es ist kein Angebot, sondern behauptet die Geschändeten als geistlich Erkrankte, nur dann macht es wie verkündet Sinn, für ihre geistliche Heilung zu beten. Die Geschändeten also haben ein spirituelles Defizit, die hierfür Verantwortlichen aber demnach offensichtlich nicht. – Welch eine Hybris!
Bericht zur Planung des Weltgebetstages