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Lotosritter

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Samstag, 15. November 2014, 16:41

Tuider: Wenn ein Kind nicht will, kann es ja aussteigen

Im Spiegel gab Elisabeth Tuider, die Kinder dazu anhalten will, ein Bordell zu phantasieren, damit sie sexuelle Vielfalt tolerieren lernen, ein Interview. zu ihrer umstrittenen Fibel. Sie gab sich auch erstaunt, dass man sich darüber aufregen kann, wo doch jedes Kind jederzeit aussteigen kann, wenn es ihm zuviel mit dem Sex durch die Lehrkraft wird. Ein Argument, dass übrigens auch die organisierten Pädophilen immer wieder gebrauchen: Alles ist freiwillig. Wer nicht will, wird nicht geschändet!

Auch begründet Tuider ihr Aufklärungsbuch mit der Notwendigkeit das 70 % der 13jährigen Jungen und 30% der Mädchen schon Pornos anschauen. - Woher sie diese Zahlen hat, sei mal dahingestellt. - Deshalb müsse die Lehrkraft die, durch den Pornokonsum auftretenden Fragen der Jugendlichen beantworten. Die Kinder gäben demnach die Themen vor. Das würde bedeuten, dass die verrohten Kinder, die unschuldigen Kinder nach Lust und Laune schockieren und verderben dürfen. Anstatt dass die Lehrkraft hier mäßigend agiert. Muss sie ja nicht, denn wem es zuviel ist, der kann ja laut Tuider jederzeit aussteigen.

Woanders gibt es Elterninformationen wie man den Zugang der Kinder auf nicht jugendfreie Seiten im Internet beschränken kann. Aber das ist scheinbar keine Option für Tuider. Sie meint, dass es für Kinderseelen wichtig ist, zu wissen, wo und wie und mit was Körperöffnungen penetriert werden können. - Ich nenne so etwas verkommen ...

Einen Kommentar zu Tuiders Auslassungen im Spiegel findet man in "Die freie Welt ".

Zitat

Dass Kinder und Jugendliche durch den systematischen Drill zu Offenheit auch offen für Annäherungsversuche von Pädophilen seien oder durch die systematische Verunsicherung in ihrer Persönlichkeitsentwicklung gestört werden könnten, will ihr nicht in den Sinn.


Lotosritter

Und hier noch ein lesenswerter Aufsatz von Prof. Gerhardt Amendt: "Ein geschlechtergerechter Puff für unsere Kleinen!".

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Mittwoch, 3. Dezember 2014, 16:05

Tuider beruft sich mit ihren Thesen auf den Quacksalber Wilhelm Reich

In einem Artikel für das Magazin Konkret 12/2004 verteidigt Prof. Dr. Elisabeth Tuider ihre kruden Thesen zur Sexualerziehung und erkennt ihre Kritiker als rechtsradikalen Mob. Dabei beruft sie sich auch auf den obskuren Psychiater und Marxisten Wilhelm Reich (1897-1957). Klar, die alte Leier, wer behutsam mit seinen Kindern umgeht, sie vor kruden Theorien bewahren möchte und sie in der Schule nicht mit anderen Kindern "Wir gründen ein Bordell" spielen lassen möchte, der muss nach Tuider ein Nazi sein.
Nebenbei, dass Nazis den Kinderschutz und Pädophilie wie Hebephile für sich instrumentalisieren, macht die sexuelle Übergriffigkeit in Wort und Bild durch Tuider nicht sakrosankt; sie bleibt Übergriffigkeit und eine Gefahr für die Kinder, die ihr ausgesetzt werden.
In einem Beitrag "Die große Einfalt: Elisabeth Tuider und Sexualerziehung " auf dem Blog sciencefiles.org erwidert der Bildungsforscher Michael Klein Tuiders seltsame Rechtfertigung u.a. wie folgt:

Zitat

Alles schlimme Attribute in den Augen von Tuider, denen durch die verpflichtende Darstellung abweichender sexueller Orientierung und durch die Beschäftigung mit Analverkehr und Bordellen, all den Abweichungen von der heteronormativen Dominanzkultur begegnet werden muss, denn im Zusammenhang mit Analverkehr gibt es in den Augen von Tuider offensichtlich keine Dominanz und sexuelle Beziehungen zwischen Lesben zeichnen sich für sie wohl durch eine Reinheit aus, die eine heterosexuelle Beziehung in den Augen von Tuider wohl nie erreichen wird. Das muss Kindern und Jugendlichen vermittelt werden, damit sie wissen wie Tuider das sieht und selbstbestimmt zwischen dem, was ihnen vorgegeben wird, auswählen können.
Kurz: Zuerst wird eine Behauptung aufgestellt (Sexualerziehung ist wichtig und deshalb ein Menschenrecht), dann wird die Behauptung bewertet: Sexualerziehung ist gut. Im nächsten Schritt wird Sexualerziehung konkret gefasst als Lehre von den sexuellen Abweichungen von der heteronormativen Mehrheitskultur (für Tuider ist das bezeichnender Weise eine Dominanzkultur) und mit allerlei Abweichendem gefüllt, das, als Vielfalt verpackt, nun Kindern eingetrichtert werden muss, damit sie – Achtung jetzt kommt es: selbstbestimmt wählen können. Wahnsinn hat Methode!