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Lotosritter

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21

Dienstag, 2. Oktober 2012, 16:14

Die Lust zu denunzieren

Vorsicht ironiedurchsetzt!

Nach meiner Beobachtung sind die zwanghaften Aufdecker meist Personen, die keine eigene Missbrauchserfahrung haben. Für sie scheint die Aufdeckung von Kindesmissbrauch eher eine Profilierung zu sein, anstatt Hilfe. Wieder assoziiere ich damit Hexenverfolger sowie Denunzianten in totalitären Regimen. Die Motivlage ist hier wie dort Profilierung aber auch Erregung. Menschen bloßzustellen und als „Abschaum“ abzuurteilen scheint eine böse Lust zu kitzeln. Da solch okkulte Libido nach immer neuer Befriedigung verlangt, werden diese Menschen ihre Fahndung nie einstellen. Da öffentliche Aufregung gleichermaßen zu ihrer libidinösen Erregung beiträgt, werden diese Denunzianten jedoch ihr Betätigungsfeld danach abstecken. Insofern scheint die Spitze im Claim „Missbrauch“ gebrochen zu sein. Was der nächste anhaltende Trend sein wird, ist noch nicht auszumachen; schließlich fand die Mischung aus Sex und Crime in den Missbrauchsfällen eine extreme Verdichtung. Der sexuelle Missbrauch durch Frauen könnte da aktuell eine Zwischenetappe darstellen, wobei auffälligerweise der Missbrauch von Frau zu Mädchen überproportional thematisiert wird, was in meinen Augen ein Indiz dafür ist, dass hier die „Opfermacher“ schon induzierend tätig geworden sind.

22

Dienstag, 2. Oktober 2012, 17:51

Ich muß gestehen, so ironisch finde ich das gar nicht.
Recht treffend präzis und knapp ( selbst die Einschätzung in den letzten Sätzen sieht wohlüberlegt aus ).
Ich denke, die klare Einschränkung auf den "klassischen" Mißbrauchsbereich ist natürlich nachvollziehbar, ansonsten ließe sich das Statement aber sehr gut und recht genau auf einen großen Teil der ( im weitesten Sinne ) familien- u. kindschaftsrechtlichen u- psychologischen Problematiken, an denen "manisch" aktive Investigatoren beteiligt sind, übertragen.
Und auch auf anderen Gebieten passt es sicherlich in einigen Punkten.

Gruß.........Fiete
Respekt immer!
Angst nie!

23

Mittwoch, 3. Oktober 2012, 06:37

Hallo Lotosritter

Zitat

Nach meiner Beobachtung sind die zwanghaften Aufdecker meist Personen, die keine eigene Missbrauchserfahrung haben.
Ob das so ist, kann ich nicht beurteilen. Eine der Therapeutinnen, die an der Induzierung meiner falschen Erinnerungen beteidigt war, erzählte mir, dasss sie selber sexuell missbraucht wurde. Vom Rest meiner Therapetinnen weiß ich nicht, was sie erlebt haben.

Was mir jedoch auffällt ist, dass sich unter den Induzierern viele lesbische Frauen befinden. Ich kenne nur von 5 meiner Therapeutinnen deren sexuelle Präferenz. Drei von ihnen sind lesbisch.
Ich bin selber auch lesbisch, aber ich habe nie etwas gegen Männer gehabt. Ich habe stets auch männliche Freunde gehabt. Aber viele meiner lesbischen Freundinnen wünschen keinen Kontakt zum männlichen Geschlecht.
Ich kann mir vorstellen (wissen tue ich es nicht), dass eigene Distanz zu Männer und eigene Unerfahrenheit mit dem männlichen Geschlecht anfällig für Stereotypisierung macht, z.B. "Männer sind aggressiv", "jeder Mann ist ein Kindesmissbraucher", "Männer schlagen Frauen". Wer selber Erfahrungen mit dem männlichen Geschlecht hat, der könnte aus eigener Erfahrung zahlreiche den Stereotypisierung widersprechende Beispiele anführen. Wer keine Erfahrungen hat, dem bleibt nur, das zu glauben, was man erzählt bekommt.

Viele Grüße
Jenny
(Ich antworte dir auf deine private Mail noch; bitte noch etwas Geduld)
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24

Mittwoch, 3. Oktober 2012, 23:00

RE: Die Lust zu denunzieren

Vorsicht ironiedurchsetzt!

Nach meiner Beobachtung sind die zwanghaften Aufdecker meist Personen, die keine eigene Missbrauchserfahrung haben. Für sie scheint die Aufdeckung von Kindesmissbrauch eher eine Profilierung zu sein, anstatt Hilfe. Wieder assoziiere ich damit Hexenverfolger sowie Denunzianten in totalitären Regimen
unter meinen vorfahren waren unmittelbar von der inquisition betroffene, in der gegend des geschehens gibt eine sehr gute quellenlage einblick in die motive.

die mehr als 150 beschuldigten gehörten bis auf ganz einzelne ausnahmen zu den gebildetsten untertanen des landes, damals schon des lesens und schreibens, und anderer wissenschaften kundig. sie hatten in der grossen gemeinde oder im kleinen dorf wichtige positionen inne. ihre grundherren und die religiöse zugehörigkeit wechselten mehrmals, diese familien blieben aber durch alle wechsel über jahrhunderte durch geschickte heiratspoltik in ihrer ererbbaren position.

die vorwürfe waren meist sexueller natur, angebliche inzucht, lesen verbotener bücher, mit dem besen und dem teufel im sozius zu orgien geritten zu sein, beim gottesdienst die finger heimlich gekreuzt zu haben.

alle opfer wurden der peinlichen befragung und anderen foltern unterzogen, sie hatten den misshandlern, und später dem scharfrichter deren untaten zu entlohnen, schliesslich war es geleistete arbeit.
folglich zählten die opfer durchwegs der gehobenen mitellschicht an, jener, die sich vorher nicht und nicht ausbeuten und entmachten hatte lassen. ihr vermögen ging grossteils für die kosten der qualen und der tötung drauf. nachher nahmen die anzeigenden den sozialen status ihrer opfer ein. die inqusition diente somit der umverteilung.

heute werden menschen meist nicht mehr wegen anschuldigungen dem körperlichen tod preisgegeben, viel öfters dem seelischen, gleich geblieben sind jedoch art und ziel der suggestiven vorbringungen.
hier sehe ich durchaus parallelen zwischen der inquisition und missbräuchlich agierenden heilern und therapeuten. die opfer müssen sich von fachleuten mit den schlimmsten phantasien missbrauchsszenarien einreden lassen, wodurch sie innerlich von ihren bezugspersonen isoliert werden. die verleumdeten aber sollen für die meist privat zu zahlenden behandlungskosten aufkommen.
geld wird umverteilt.


ich sass eines tages nach einer infektion völlig geschwächt auf einem behandlungssessel in einer universitätsklinik, als eine vertretung meines arztes reinkam. er fragte nach meinem namen, lachte mich gleich danach wegen meines wenig ansprechenden zustandes aus, dann schwieg er mich böse an. schliesslich meinte er mit suggestiver stimme, mein vater sei ein missbraucher,
ich antworte, wie er mir er mir jetzt etwas einreden wolle, das sei missbrauch. nie habe es durch meine eltern einen sexuellen missbrauch, oder auch nur einen versuch gegeben. ob er irgendwas genommen habe, dass er zu derartigen gedanklichen entgleisungen fähig sei?
er konterte sofort, meine reaktion sei krank, ich wolle mein leiden nicht loslassen.

alle anderen aus unserem flur kamen an dem tag mit der erklenntnis raus, in ihrer kindheit missbrauchsopfer gewesen zu sein, und noch mehr, sie waren durch eine einzige konsultation von dem mann fasziniert, es gab ihnen halt, ihr geld in seine therapeutenclique zu tragen zu dürfen.

25

Montag, 10. März 2014, 22:01

Hallo Karin

Zitat

Karin schrieb: In allen mir bekannten Opferberichten, seien es solche aus der Literatur oder aus mir persönlich bekannten Schicksalen, ähneln sich die geschilderten Erlebnisse in signifikanten Punkten:
Offensichtlich ähneln sich nicht nur die Berichte der Klienten, sondern auch die der Therapeuten:

Zitat

(...)
8. Michaela Huber „Multiple Persönlichkeiten; Überlebende extremer Gewalt“, Erstausgabe 1995, Fischer – Verlag. Eine Erklärung für die fast wortgleichen Beschreibungen könnte sich daraus ergeben, dass in dem Buch entsprechende Schilderungen enthalten sind und Therapeuten sich nach eigener Einlassung bei der Behandlung von Patientinnen an Empfehlungen des Buches hielten. Ebenso ergab sich aus den Aktenunterlagen, dass auch Antragstellerinnen sich durch das Buch informiert hatten.
(...)
Psycho-Mode
Opferentschädigung – Dissoziative
Identitätsstörung als Folge sexuellen Missbrauchs?
Ein Zwischenbericht
von Jürgen Voß, Leitender Regierungsdirektor vom Versorgungsamt Hannover
aus ZfS 4/2005,S 100, Asgard Verlag, Sankt Augustin,
ZfS: Das Zentralblatt für Sozialversicherung, Sozialhilfe und Versorgung
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26

Dienstag, 11. März 2014, 09:56

Zitat

Karin schrieb: Die Bericht Erstattenden stammen aus den unterschiedlichsten Lebensbereichen. Sie kennen sich untereinander in aller Regel nicht.
Untereinander kennen sie sich nicht. Aber sie sind bei denselben Therapeuten:

Zitat

(...)
In der darauf folgenden Zeit entwickelte sich eine Panik um rituellen satanistischen Missbrauch. Das National Center of Child Abuse and Neglect untersuchte in den USA darauf hin etwa 12.000 Fälle von Anschuldigungen wegen rituellen satanistischen Missbrauchs. Kein einziger Verdacht konnte bestätigt werden. Es stellte sich heraus dass 80 Prozent der Fälle falscher Erinnerungen bei nur 14 Prozent der Therapeuten auftraten.
(...)


False-Memory-Syndrom
http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Fal…ry-Syndrom.html

Zitat

(...)
Statistische Prävalenzuntersuchungen zeigen, daß die Vergabe der Diagnose (gemeint ist MPS) zum einen international extrem divergiert (die USA und die Niederlande liegen mit Abstand an der Spitze), daß es zum anderen 5-10% der BehandlerInnen sind, die 80-90% der als »multipel« Diagnostizierten die Diagnose zugesprochen haben (vgl. Erkwoh & Saß, 1993).
http://www.ssoar.info/ssoar/files/2012/7…7_3_artikel.pdf


1994 gaben 90% der amerikanischen Psychotherapeuten an, noch nie einen Fall von MPS gesehen zu haben. 66% sämtlicher Multiple Persönlichkeiten entfielen auf 1% aller Therapeuten.

Nicholas P. Spanos: Multiple Identities & False Memories: A Sociocognitive Perspective. American Psychological Association, Washington 1996, ISBN 1-55798-893-5, S. 234.
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Lotosritter

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27

Freitag, 14. März 2014, 02:31

Danke für die Links, Jenny. Ich halte Michaela Huber ebenso wie Claudia Fliss für unseriös. Sie sind in meinen Augen Opfermacher. Leider wird Michaela Huber immer wieder zitiert. In Wikipedia bezog ich in der Diskussion zum Lemma "Rituelle Gewalt" mehrmals zu den beiden Therapeutinnen Stellung, ich zitiere:

Zitat

Auch die Verweise auf die Bücher von Michaela Huber, Claudia Fliß und Martha Schalleck sind fragwürdig. In diesen Büchern werden in keiner Weise belegte Fälle skizziert, vielmehr handelt es sich um Nacherzählung von Geschichten, die allein im Therapiegespräch Gestalt erhielten. Auch werden hanebüchene Empfehlungen gegeben, etwa von Fliß, die auf einer "Fachtagung zu ritueller Gewalt" folgendes zum besten gab: Frage zu den "schräg stehenden Augen". Zu Beginn gab es eine Nachfrage zum Vortrag von Frau Fliß, wie es gemeint sei, dass man bei den eher täterloyalen Innenpersonen "schräg stehende Augen" bemerke. Frau Fliß wies darauf hin, dass die verschiedenen Innenpersonen jeweils andere Gesichtsausdrücke haben; so haben Kinder z.B. "Kulleraugen" - und Täterloyale schräge Augenpartien und somit einen "strengen Blick". Dieser veränderte Blick entstehe durch das durch die Täter erzwungene Ansehen brutaler Handlungen, dadurch würden die Augen zu einem Verengen gezwungen, das vermutlich durch eine Anspannung der Augenmuskeln verursacht werde. Das hat nichts mehr mit Psychologie zu tun, sondern mit Mittelalter. http://www.diakonie-rwl.de/cms/media/pdf…Gewalt_2010.pdf

Zitat

Huber schwadroniert sichtlich über ein Gebiet von dem sie keine Ahnung hat. So schreibt sie von Fleischresten, die in einem Becken mit Piranhas (S. 177 des hier verlinkten Buches "Trauma und die Folgen") gefunden wurden. Damit will sie die Leichenentsorgung von Ritualmördern belegen. Ebenso ist ihre Aufzählung satanischer Sekten ohne qualitativen Beleg für begangene Straftaten, sondern nur pejorativ konnotiert. - Geständnisse aus Hexenprozessen lesen sich ähnlich, wie die von Huber gebündelten Patientenberichte. 4. Mär. 2013 (CET)

Zitat

Der Begriff "rituelle Gewalt" wurde von Therapeuten wie Huber und Fliß geprägt und in den Zusammenhang mit angeblicher satanistischer Gewalt gestellt. Ich kann Ihnen keine entsprechende Literatur davor nennen, da ich keine treffende kenne. 26. Aug. 2013

28

Samstag, 15. März 2014, 05:40

Hi Lotosritter,

die wissen doch selbst nicht, was sie erzählen. Wie gesagt, ... ich denke schon, dass man nach einem traumatischen Ereignis das Gefühl entwickeln kann, dass man das nicht selbst erlebt hat, dass das jemand anderem widerfahren ist. Zudem zweifle ich nicht daran, dass man während eines Missbrauchs seiner Körper verlassen kann und sich von außen sehen kann. Aber der ganze Blödsinn, der da über die Multiple Persönlichkeitsstörung verbreitet wird, ... sorry, .... unglaubwürdiger als sich selbst kann kein Außerstehender diese Therapeuten machen.
Michaela Huber (und alle anderen DIS-Therapeuten, ob nun Gast oder wer auch immer), ALLE sagen, dass MPS ein Fantasieprodukt ist:

Zitat

„Multiple Persönlichkeiten leben mit einer reichhaltigen inneren Imagination(sfähigkeit): Die „Personen“ in ihnen sind ja im Grunde reine Fantasiegebilde (…)“

Michaela Huber. Multiple Persönlichkeiten. Überlebenden extremer Gewalt. Seite 255

Doch Therapeuten glauben die Fantasie des Klienten anhand von schrägen und kullerenden Augen sehen zu können.

Ich habe diesen ganzen Mist ja selbst erlebt. Das Beste ist, wenn man als Klient da sitzen bleibt und keinen Milimeter die Mimik verändert. Denn sonst wird man sofort gefragt, wer man denn jetzt sei. Und Therapeuten erklären einem dann noch ganz stolz, dass sie anhand der Mimik erkannt haben, dass man jetzt eine andere Person sei.
Was für ein Schwachsinn da abläuft ist mir zum ersten Mal aufgefallen, als meine Therapeutin irgendetwas sagte, woraufhin ich bewusst provokant die Stirn runzelte. Sofort wurde ich gefragt "Wer sind sie jetzt?"
Sobald die Diagnose MPS im Raum steht, sehen Therapeuten nur noch Persönlichkeiten. Egal, ob man in einer hilflosen weinerlichen Stimme redet, ob man die Mimik um 2 mm nach rechts verdreht, ob man Stimmungsschwankungen hat, .... Völlig egal: Die sehen nur noch Persönlichkeiten, ... und das, obwohl MPS-Therapeuten selbst "Personen" in Anführungsstrichen schreiben und selber sagen, dass die "Personen" Fantasieprodukte seien.
Aber ich weiß auch, wie schwer es ist jemanden von seiner eigenen gestörten Wahrnehmung zu überzeugen. Die glauben das, was sie zu sehen glauben.
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Lotosritter

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29

Samstag, 15. März 2014, 19:49

Wechselnde Augenfarben bei DIS

Liebe Jenny,

auf das was Michaela Huber sagt, würde ich keinen Pfifferling geben. Nachdem inzwischen die Multiple Persönlichkeit wissenschaftlich nicht mehr haltbar war, hat sie zwar ihre Aussagen modifiziert, im Grunde aber behauptet sie doch eigenständige Persönlichkeiten, denn wie soll man „abgespaltene Persönlichkeitsanteile" verstehen, die sich eigenständig verhalten. Da sind die Anführungszeichen bei Personen letztlich nur Schmincke.

Zitat


Von dissoziativer Identität wird auch dann schon gesprochen, wenn es zwei Persönlichkeitsanteile gibt, die so voneinander verschieden sind, dass sie zu mehreren Gelegenheiten jeweils die Kontrolle über den Körper übernehmen, aber deutlich eigene Wahrnehmungen, Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen haben. (…) Doch die meisten Multiplen sind viel mehr. Im Schnitt, so fanden Forscher heraus, gibt es zwischen sechs und zwölf »Kernpersönlichkeiten«, um die sich andere, kleinere und nicht so individuell ausgeformte Persönlichkeitsteile gruppieren. (…). Ich schreibe »Personen« in Anführungszeichen, denn die Multiplen erleben ihre Innenwelt zwar als in viele verschiedene Personen aufgespalten, tatsächlich aber haben sie noch eine gemeinsame Hülle, eine Gesamtpersönlichkeit. Sie haben sich aufgespalten, um zu überleben. Ihre »Personen« sind in Wirklichkeit abgespaltene Persönlichkeitsanteile. Die Abspaltung findet statt, weil die Ereignisse unerträglich sind. (Michaela Huber, Multiple Persönlichkeiten)


Beim Nachschlagen fand ich eine weitere bizarre Stelle von Michaela Huber, bei der ich mich frage, ob die Therapeutin Huber nicht selbst eine abgespaltene Persönlichkeit ist.

Zitat


Zunächst musste ich damit umgehen, dass eine Multiple mal blaue, mal braune Augen haben konnte — noch nichts Spirituelles, ich weiß, dennoch aber eine revolutionäre Veränderung für mich, die ich an »unveränderliche Kennzeichen« blind geglaubt hatte. (Michaela Huber, Multiple Persönlichkeiten)


Tja, so einfach erschüttern Multiple ihre Mitmenschen im Glauben. Frau Huber sieht wohl zuviel Splatterfilme. – Ein Gedanke, der nicht aus der Welt ist bei all dem abartigen Trash, den sie bis ins Detail in Fallbeschreibungen schildert.

Bei Google darf man im Buch blättern und sich wundern .

Ach ja, und noch zwei Schnipsel zur wechselnden Augenfarbe der Multiplen .

Und hier eine vernünftige Erklärung, warum sich bei Menschen manchmal die Augenfarbe scheinbar verändert . Wäre Huber tatsächlich die Wissenschaftlerin, als die sie sich offenbar versteht, hätte sie sich entsprechend sachkundig gemacht, ehe sie zu fabulieren beginnt.

Lotosritter

30

Montag, 24. März 2014, 19:37

Hi Lotosritter,

genau das ist es, was mich stört: DIS-Therapeuten grenzen nicht ab, sie beschreiben nicht, was normal ist. Sie erklären nicht, wie man normal von pathologisch unterscheiden kann. Sie beschreiben alles unter "Das ist DIS", egal ob Stimmenhören, Reden mit kindlicher Stimme, Veränderungen von Körperreaktionen usw. usw. Alles, was sie als DIS-Beweis anführen, kann auch normal sein. Doch solche Abgrenzungen vermisst man kläglich. Und dann jammern sie, wenn es zu falsch-positiven MPS-Diagnosen kommt und die bösen Klienten die Frechheit besitzen, darüber auch noch öffentlich zu reden.

Hier eine kleine Auswahl an Texten, die zeigen, dass Augenfarbenwechsel normal ist:

Die Augenfarbe ändert sich - eine Erklärung für das Phänomen
http://www.helpster.de/die-augenfarbe-ae…haenomen_126311

Kann man Augenfarben ändern?
http://www.n-tv.de/wissen/frageantwort/K…cle1828271.html

Zitat

(...)
Im Internet kursieren auch kuriose Behauptungen, nach denen zum Beispiel multiple Persönlichkeiten die Augenfarbe spontan ändern. Hier winkt der Experte ab. Eine so rasche Ab- oder Zunahme der Pigmentierung sei in aller Regel nicht möglich. Doch er fügt hinzu: "Was sich kurzfristig ändern kann, ist der Pupillendurchmesser. Und der hat auch einen gewissen Einfluss darauf, wie hell oder dunkel das Auge insgesamt wirkt."
(...)


Im Internet finden sich zahlreiche Erfahrungsberichte "normaler" Menschen, die eine Veränderung der Augenfarbe in Abhängigkeit von ihrer Stimmung berichten, z.B.

Meine Augenfarbe ändert sich nach Stimmung?
http://de.answers.yahoo.com/question/ind…16102919AAuUF5q

Zitat

(...)
Mir passiert öfters am Tag entwas ziemlich komisches:
Meine normale Augenfarbe ist blau. Aber jenachdem ob ich traurig bin färben sie sich grün, wenn ich glücklich bin gehen sie in ein grau über..
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