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Lotosritter

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1

Sonntag, 15. September 2013, 23:30

Die Alternative für Deutschland folgt dem Mütterprimat

In der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 15. 9. 2013 schreibt die AfD in einer ganzseitigen Anzeige u. a. folgenden Punkt:

Zitat

Wir wollen für Familie und Ehe, was das Grundgesetz in seinem Artikel 6 vorgibt.
Danach stehen sie „unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnug“ (Satz 1). Wir wollen, dass die Bindung von Mutter und Kind beachtet und geschützt wird (Satz 4: Jede Mutter hat Anspruch auf den Schutz und die Fürsorge der Gemeinschaft“.). Bei den heute so vielen Ehescheidungen soll bei Auseinandersetzungen über das Wohl des Kindes bis zu dessen 12. Lebensjahr die Mutter die ausschlaggebende Stimme haben. Über notwendige Abweichungen davon (etwaige Unfähigkeit der Mutter) muss das Familiengericht entscheiden. Die Familienpolitik muss deutlich kinderfreundlicher werden.

Angesichts des Faktes, dass nach polizeilichen Erkenntnissen, die überwiegende häusliche Gewalt gegen Kinder von Müttern verübt wird, schon ein seltsames Anliegen, dieses Naturrecht der Mutter zu betonen.
Gruß Lotosritter

2

Freitag, 20. September 2013, 22:57

AfD - genausowenig wählbar, wie alles andere

Neben der Nichtwählbarkeit der AfD:

ich will gerne daran erinnern, dass nach ARt. 20 ABs. 3 des GG folgendes gilt:

(2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen
und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der
vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.

WAs tun wir wirklich: die Staatsgewalt ist in drei Teile geteilt
, Wahlen finden jedoch nur zum Bundestag statt, der nimmt dann alle unsere Staatsgewalt und beschließt alles selbst zu machen: die vollziehende Gewalt und die Rechtssprechungen wählen dann die ABgeordneten, statt wir. Moderner Kettenbrief!
8o :!:

Lotosritter

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3

Freitag, 20. September 2013, 23:52

AfD distanziert sich

Im Blog Genderama distanziert sich die AfD von der in der FAS vom letzten Sonntag geschalteten Anzeige:

Zitat

... und möchte diesbezüglich darauf hinweisen, daß es sich bei diesem Anzeigentext NICHT um eine programmatische Aussage der Partei Alternative für Deutschland handelt. Diese Anzeige wurde NICHT von der Partei geschaltet, sondern von einem sich so nennenden "Freundeskreis der AfD", vgl. hier . Der von Hartmut Wolters zurecht kritisierte Passus ist nicht Bestandteil des AfD-Programms, sondern eine private Meinung der Anzeigenurheber. Meiner Einschätzung nach wäre eine solche Forderung in der Partei auch nicht mehrheitsfähig.

4

Donnerstag, 26. September 2013, 15:56

Das Dilemma des angeblichen Souveräns

Ich kann mich dem anschließen, Franzja. Meiner Meinung nach leben wir längst in einer neofeudalistischen Gesellschaft, in der die Polit-Elite sich selbst mit ihren Hofschranzen und anderen Katzbucklern zelebriert. Weltweit-global. Alternativlos. Mit Raute als Heilsversprechen. Mit Lügen vor der Wahl und Vergesslichkeit nach der Wahl. Bürgerinnen und Bürger müssen die Regeln dieser Elite nicht verstehen, nur befolgen. Sagte doch vor gar nicht so langer Zeit sogar eine Bundesjustizministerin im Klartext.