Sie sind nicht angemeldet.

Lotosritter

Fortgeschrittener

Beiträge: 264

Wohnort: Oberbayern

Beruf: Künstler

  • Nachricht senden

1

Sonntag, 27. Januar 2013, 20:40

Der alltägliche Sexismus

Die aktuelle Debatte (prüder als Brüderle) empfinde ich als verlogen. Es ist mir bewusst, dass Frauen häufig auch widerlicher Anmache ausgesetzt sind. Doch das Schwert Sexismus besitzt zwei Schneiden. Ich skizziere hier den Teil, der Klinge, der mich als Mann verletzt und beleidigt.

Ich war ein hübscher Junge, aus dem hübschen Jungen wurde ein gutaussehender Mann. Als hübscher Bub verbrachte ich ab 1955 sechs Jahre in einem Waisenhaus. Dort war ich das Knuddelkind der Tanten und wurde von einem Schoß zum anderen weitergereicht, wurde geherzt und gebusselt. Das war manchmal schön, oft aber auch lästig und einschränkend und teilweise bedrohlich. Ich habe mich gefügt, denn es machte das Überleben im Waisenhaus leichter.

Mit 11 Jahren kam ich aus dem Waisenhaus nachhause. Dort wurde ich von meiner Mutter sexuell missbraucht. Mit 14 begann ich eine Lehre, dort wurde ich von einer älteren Kundin, wann immer sie auftauchte, über die ganze Lehrzeit hinweg in penetranter Weise betatscht und mit obszönen Worten beschämt. Mit 15 wurde ich von einer 32jährigen Frau aus der Familie ebenfalls sexuell missbraucht. Insgesamt muss ich sagen, die Frauen waren zu dieser Zeit in ihrer Anmache unverschämter als Männer, die sich gleichermaßen für mich interessierten.

Erwachsen geworden war ich oft massiven Anmachen durch Frauen ausgesetzt, bekam eindeutige Aufforderungen und wurde häufig betatscht, und sofern ich mir das verbat, als Weichei verspottet.

Vor drei Jahren forderte meine Vergangenheit als Überlebender ihren Preis, es entwickelte sich eine massive posttraumatische Belastungsstörung (PTBS). In der Folge wurde ich arbeitsunfähig und frühverrentet. Die PTBS hält weiter an, Albträume und Intrusionen quälen mich neben psychosomatischen Leiden jeden Tag.

Begebe ich mich außerhaus, werde ich im Grunde permament durch Frauen getriggert, die meinen, sich „sexy“ (ich meine abnorm sexualisiert) präsentieren zu müssen, und die häufig auch durch Blicke oder ermuntertes Grinsen von einem gutaussehenden Herrn, eben von mir, Bestätigung für ihr nuttiges Äußeres einfordern.

Auch ich schreie dann innerlich: Ich mag euch nicht sehen, nicht in euren Strumpfhosen, die ihr mittlerweile ohne Rock tragt, nicht in euren lächerlichen Hängerchen, mit denen ihr euer Fleisch zeigt. Ich will euer nacktes Fleisch nicht sehen, ich kotze mich bei euren Tatoos, bei euren nackten Bäuchen, bei euren halbnackten Brüsten, bei euren Schamlippen, die ihr jahrelang in Radlerhosen und nun in Strumpfhosen und Stretchhosen herzeigt. Ich mag eure Figuren und eure Unterwäsche im Sommer nicht durch durchsichtige Stoffe sehen. Ich mag eure nackten Brüste nicht am Badestrand sehen. Mir wird speiübel, wenn ihr in Tangas herumrennt, die kaum eure Schamspalte bedecken. Ich mag auch die Unterhosenwerbung nicht sehen, die für euch überall in der Stadt plakatiert wird. Ihr seid Schlampen, und ihr belästigt mich mit eurem obsessiven sexualisierten Verhalten.

Ja, es ist für mich ein Grauen, euch sehen zu müssen. Ich wende meinen Blick ab, und schon läuft die nächste in mein Blickfeld. Ich gehe mit gesenktem Kopf durch die Stadt, damit ich überleben kann. Denn ihr provoziert schreckliche Flashbacks in meinem Kopf, die mir die Luft zum Atmen nehmen, die zu Hautausschlägen führen und meine Person manchmal über Stunden zertrennen, und mich so in tiefe Traurigkeit stürzen.

Es ist schrecklich, traurig euch um mich zu haben
Lotosritter

2

Sonntag, 27. Januar 2013, 23:45

Oha!
Ich muß gestehen, daß ich derartiges in einer so heftigen Form zum ersten mal lese. Klingt aber nachvollziehbar, zumal man ja sagt, das PTBS oftmals durch sich steigernde Aufschaukelungsvorgänge gekennzeichnet sind.
Und ein Distanzaufbau scheint ja kaum möglich.
Da kann etwas, was man akut gerade mal nicht in übertriebener Form mag, sicherlich zum widerwärtigen "Feindbild" werden. Bis hin zur passiv empfundenen, wie aktiv sich aufbauenden Aggression.
Was natürlich nicht heißen soll, daß ich Deine recht deutlichen Worte damit irgendeiner quantitativen Wertung unterziehen will. Aber die entsprechenden Qualitäten scheinen ja vorgegeben zu sein.
Nicht zuletzt sicherlich eine Machtfrage, die viel mit Respekt, resp. dem Mangel an Respekt zusammenhängt. In dem Punkt sehe ich auch den Einstieg zum analogen Vergleich mit anderen psycho-sozialen Problemem, Defiziten und Sexismus überhaupt.
Ich habe dazu vorhin gerade auf einem Blog einen Beitrag aus dem etwas gemäßigteren Bereich gelesen, der mir durchaus einige Parallelen aufzuzeigen scheint:
http://www.scilogs.de/blogs/blog/mensche…exismus-debatte
( Nur um den Zusammenhang zum "alltäglichen" Sexismus wieder etwas in den Vordergrund zu rücken ).

Gruß...........Fiete
Respekt immer!
Angst nie!

Lotosritter

Fortgeschrittener

Beiträge: 264

Wohnort: Oberbayern

Beruf: Künstler

  • Nachricht senden

3

Montag, 28. Januar 2013, 01:41

Danke für Deine Antwort, Fiete, ja, den verlinkten Artikel habe ich gelesen. Ich fand ihn auch sehr sachlich, wunderte mich nur über die Passivität, mit der Stephan auf die Anmache reagierte. Aber das hat wohl auch mit dem männlichen Selbstverständnis zu tun, das es nicht erlaubt solche Penetranz als Übergriffigkeit zu betrachten und abzuweisen; insbesondere weil abgewiesene Frauen sehr garstig werden können.

Ein anderer Punkt fiel mir beim Lesen des Artikels auf, nämlich die beschriebene verbale Übergriffigkeit von Frauen, die einen in ein vertrauliches Gespräch ziehen und dann mit absolut intimen Details aufwarten und einen dabei mit lauerndem Blick fixieren. Vermutlich genießen sie die Pein, die einem derlei erotomanes Geschwätz verursacht. Jedenfalls habe ich dieserart Entgleisungen von und ausschließlich von Frauen häufiger erlebt.

Meine Rede mag hart klingen, doch sie ist ohne rechte Wut verfasst, vielmehr war es der Schmerz, den ich angesichts der massiv sexualisierten Umwelt erlebe, der mich leitete und der angesichts des breit getretenen Themas zum Ausdruck kam. Für mich jedenfalls bleibt der alltägliche weibliche Exhibitionismus eine groteske Belästigung, auch wenn die meisten, die sich so exhibitionieren in ihrer Einfalt oft tatsächlich nicht wissen, dass sie einen aggressiven sexuellen Habitus pflegen.

Auch dieser Link, http://www.heise.de/tp/druck/mb/artikel/38/38368/1.html , ein Interview mit Christine Bauer-Jelinek, ist sachlich und interessant und rückt die aktuelle Sexismusdiskussion in einen übergeordneten und für mich stimmigen Rahmen. Die Familie, wie das menschliche Miteinander liegen bereits geschächtet und ausgeblutet auf dem Altar des Profits.
Gruß Lotosritter

4

Montag, 28. Januar 2013, 12:47

Zitat

Die aktuelle Debatte (prüder als Brüderle) empfinde ich als verlogen. (...)
Interessant finde ich, dass auch bei diesem Thema nicht nur selektiv berichtet wird, nämlich Frau = Opfer, Mann = Täter, sondern auch selektiv zensiert wird.
Ich habe auf einigen Internetseiten die Frage aufgeworfen, warum diese Diskussion nur über das männliche Geschlecht geführt werden, ob Frauen Männer nicht anmachen. Eine solche Frage fällt der Zensur zum Opfer, sprich, wird sofort gelöscht bzw. gar nicht erst veröffentlicht. Veröffentlicht werden nur Beiträge, die das Frau = Opfer und Mann = Täter Stereotyp bestätigen. Nichts und niemand darf an dem Mythos des gewaltätigen Vergewaltigermannes und dem armen, harmonieliebenden, hilflosen weiblichem Opfergeschöpf kratzen. Es wird alles dafür getan, dass sich feministische Propaganda in den Köpfen der Menschen verankert, und dass diese nicht korrigiert werden kann - durch selektive Berichterstattung und Zensur.
Forum für falsche Erinnerungen, (iatrogen)
induzierte falsche Erinnerungen, erfundener Missbrauch,
Falschanschuldigungen und Induzierung der Multiplen
Persönlichkeitsstörung (Link manuell eingeben; Serverproblem) : http://www.induzierte-erinnerungen.de

5

Montag, 28. Januar 2013, 13:10

PS: @ Lotosritter: Das könnte für dich interessant sein, eine Studie zum sexuellen Missbrauch durch Frauen, durchgeführt von einer Kriminalkommissar Anwärterin

Befragung zum sexuellen Missbrauch durch Frauen
http://f3.webmart.de/f.cfm?id=418380&r=t…&t=3968519&pg=1
Forum für falsche Erinnerungen, (iatrogen)
induzierte falsche Erinnerungen, erfundener Missbrauch,
Falschanschuldigungen und Induzierung der Multiplen
Persönlichkeitsstörung (Link manuell eingeben; Serverproblem) : http://www.induzierte-erinnerungen.de

6

Montag, 28. Januar 2013, 20:28

Langsam wird es richtig interessant hier. Ich sehe, ich habe es mit ernsthaft sich schlau machenden Mitdiskutanten zu tun :thumbup:
Insofern scheine ich im Moment der Vertreter der "unbedarften Normalos" zu sein.

Zitat

"Ich fand ihn auch sehr sachlich, wunderte mich nur über die Passivität, mit der Stephan auf die Anmache reagierte. Aber das hat wohl auch mit dem männlichen Selbstverständnis zu tun, das es nicht erlaubt solche Penetranz als Übergriffigkeit zu betrachten und abzuweisen; insbesondere weil abgewiesene Frauen sehr garstig werden können."

Da differenziere ich relativ stark.
Grundsätzlich finde ich diese Form von Passivität eigentlich positiv, egal bei welchem Geschlecht sie wahrgenommen wird. Denn eine Art "Austesten und belauern", also eine Trial&Error- Vorgehensweise mag möglw. durchaus sinnvoll sein, ebenso die Reaktion, verhalten zu bleiben und abzuwarten, wie sie die Sache mehr oder weniger einseitig entwickelt.
In einer Gesellschaft, die nicht so überkonzentriert wie die unsere ist, könnte das ein überlebensnotwendiges Vorgehen sein. In unsren heutigen Großstädten, Internetkommunikation, gezielt dafür eingerichteten Lokalitäten, Diskos u.s.w. kann es logischerweise leicht eskalieren. Auch Heime und Kitas können leicht zu Machtanmaßungen in der Richtung führen.

Und es scheint mit auch logisch, daß dadurch die Definitionen, was denn übergriffig ist, stark an Bandbreite gewinnen, bis hin zu echten Extremen. Ein einfaches Beispiel wären manche ach so "frauenfreundliche" Organisationen, welche ein lukratives Geschäftsinteresse haben einen bewundernden Blick zur sexuellen Belästigung, bis hin zur "Rapeculture" zu verteufeln.
Im "Gegenextrem" treten sicher auch ernsthaft begründete extreme Empfindungen auf, wie von Lotosritter beschrieben, die ja einen sehr realen Hintergrund haben.
Die Polarität ergibt sich dabei, so wie ich es verstehe, daraus, daß das Geschäft gerade auf Steigerung der Eskalation ausgerichtet ist, während ein tatsächlich betroffener vermutlich immer zunächst versuchen wird, zu einem gemeinsamen Konsenz, im Sinne einer "anzustrebenden Normalität", zu kommen, also zu deeskalieren, zur Problemlösung beizutragen. Daß das nicht immer gelingen kann, möglw. auch in's Gegenteil umschlägt ( Entmutigung - Aufgabe - Gegenaggression ) ist wohl menschlich und verständlich.

Gerade Frauen stecken da heute wohl z.T. in einer Situation des immer wieder Hin- u. Hergerissenwerdens, gerade aufgrund des Opferbonus, der gleichzeitig mit z.T. unmenschlichen Machtgelüsten erfolgreich verbunden wird. Die Medienpropaganda tut ein übriges und fördert diesen, wohl schon als "schizoidisierend" zu bezeichnenden, Einfluss.
Aber auch von Männern wird derartiges mehr oder weniger offen verlangt. Sie sollen gleichzeitig Macho, Softie, stark, sanft, konkurenzbewußt, befriedend vermittelnd, quasi aggressiv und zurückhaltend gleichzeitig sein, was bei einer deratigen Bandbreite der Interpretationsmöglichkeiten schlichtweg oftmals unmöglich ist.
Eine Zwickmühle für beide Geschlechter, die aber ein weites Geschäftsfeld und eklatante machtpolitische Einsatzzwecke geradezu forciert.
Kurz geagt: wie man's macht, ist es falsch, oder wird als Idealbild dargestellt, je nach akutem Interesse.

Ich z.B. versuche manchmal diesem Dilemma auszuweichen und mir trotzdem Offenheit ( manchmal vlt. auch ein wenig "Frechheit" ) zu erhalten, indem ich isolierte, oder isoliert interpretierbare Situationen zu vermeiden versuche, also quasi das mögliche Umfeld mit einbeziehe.
Bspw. indem ich in einer lockeren Runde ( die möglw. auch schon etwas Alkohol genossen hat ) offen auf sexuelle Attraktivitäten einer Person anspreche, allerdings so, daß es jeder mitbekommt und immer als Kompliment. Unter 4 Augen würde ich das zwar möglw. auch tun, allerdings nur, wenn ich mit sicher bin, daß es nicht als plumpe Anmache aufgefasst werden kann und eine gewisse Mindestvertrauensbasis bereits gegeben ist.
Übel genommen wurde mir das bis jetzt erst ein einziges Mal und das hefte ich unter "religiös - hormonell bedingte Fluchtreaktion vor sich selbst" ab ( die Dame, mit der ich ein recht enges Vertrauensverhältnis hatte, versuchte unter Alkoholeinfluss - sie trank sonst praktisch gar nichts - mir zu signalisieren, daß sie wohl Interese an einem Seitensprung hätte - sie war mit dem Gastgeber der Party verheiratet und Mutter der dort anwesenden Kinder - woraufhin ich die Situation abbrach, mich mit einem anderen Freund kurz absprach und der dann sie ins's Bett brachte und ich das jüngste Kind - seitdem bin ich ihr offenbar recht und zunehmend unsympathisch ). Da kann ich mit leben.

Das Interview mit C. Bauer- Jelinek finde ich übrigens sehr erfrischend, da sie ihre Sicht ziemlich stoisch in den Raum stellt und sich dabei offenbar überhaupt nicht durch falsche Rücksichtsnahme behindern lässt. Sie sehr genau und fundiert zu wissen wovon sie spricht und drückt das sachlich und treffend aus.
Nun, ihre Reputatiom ist aber auch wohl stabil genug, daß sie nicht befürchten muß, der von Jenny-Doe angesprochenen Zensur zum Opfer zu fallen, zumal sie üblicherweise im Artikel und nicht den Kommentaren vertreten ist.

Die Zensur wird allerdings zu einem immer größeren Problem. Da kommt ein sehr aggressiver Sexismus in's Spiel.
Er führt im Endeffekt u.a. zu solchen Beispielen:
https://gabrielewolff.wordpress.com/2012…trecke-bleiben/
http://genderama.blogspot.de/2013/01/ner…ling-trotz.html
http://man-tau.blogspot.de/2013/01/beton…er-wie-ich.html
http://antiprodukt.de/die-sache-mit-der-kloture/
http://theological.de/index.php/bengoshi…eibt-wo-sie-ist
http://blog.fefe.de/?ts=ae1a50a0
http://todamax.kicks-ass.net/2013/zu-den…-cards-nochmal/

Alles Links, die sich im Umfeld von erfolgter oder versuchter Zensur, Zensurwünschen o.ä. bewegen, wo es ausschließlich um recht kuriose Beispiele geht, wie Menschen aufgrund von Meinung u./o. Geschlecht mundtot gemacht werden sollen. Speziell die Klotürgate-Affäre finde ich sehr treffend, da es sich um einen besonders lächerliches Beispiel handelt, welches mit vollem Ernst in die tiefsten Abgründe der Absurdurtät getrieben wird.

Kurze Zusammenfassung:
Die C-Base ist offenbar ein Treffpunkt für PC-Nerds. Dort wurde vor langer Zeit mal von einer Frau eine Tür des Frauenklos mit einem Mangabildchen versehen, das ein junges Mädchen zeigt, das sich erschreckt die Brüste bedeckt. Meine Interpretation des Werkes ( nachdem ich dazu schon etwas gelesen hatte, als ich dasBild zum ersten mal sah ):
Mädchen zieht sich auf dem Klo um, eine besoffene Feministin kommt hereingetrampelt und reißt die Tür auf ( die modernen Plastikverschlüsse halten ja nix aus ):
http://v2px.crew.c-base.org/p/klotuer.jpg
Offenbar hat irgendwer das Bild jedoch als aggressiven , von Männern verschuldeten ( sic! ), Sexismus interpretiert und die Leitung der C- Base wurde monatelang unter Druck gesetzt, mit hohem Aufwand ein Skandal daraus konstruiert, die üblichen "Gegenangriffe" fanden statt ( z.B. Aufkleber mit "sexistischer Kackscheiße" ein unter Feministen beliebtes Diffamierungswerkzeug ), bis das Werk dann aktiv zensiert ( mit farbiger Alufolie überklebt ) wurde.
Die Künsterin, die das Bild gestaltet hatte, wurde offenbar gar nicht gefragt ( da hätte ja Gefahr bestanden, daß sie die ganze Aufregung mit ein paar klaren Worten ad absurdum führt - allerdings scheint auch die C-Base-Crew sie nicht um Stellungnahme gebeten zu haben, zumindest ist mir nichts davon bekannt ).

Insofern scheint es mir aber auch nachvollziehbar, daß "der Normalbürger" gar nichts von diesem Geschlechterkrieg mitbekommt, denn der wendet sich kopfschüttelnd ab, wenn man ihn mit derart irrwitzigen Kuriositäten zu "belästigen" versucht.

Auch bei Abgeordnetenwatch.de scheint es mittlerweile zu massiver Zensur zu kommen, wenn jemand sich sachlich mit radikalen Genderismusaktivitäten zu befassen versucht.
Ich selbst wurde von Indymedia.at, den Grünen ( auf Facebook ) und letztens erst von Andreas Kemper, einem Redelsführer der Profitfeministen, aggressiv zensiert.
Kemper beteiligt sich unter dem Nick "schwarze Feder" an Zensur- u. Okkupationsbestrebungen auf Wikipedia.de.
Hier sein Versuch, einen mathematischen Sexismus zum Diskussionsgegenstand zu machen, der so dermaßen ungeschickt und in sich selbst widersprüchlich ist, daß man daran leicht ablesen kann, daß Kemper Kompetenz mit verklausuliertem Woortschwall gleichsetzt. Ich habe meinen abschließenden Kommentar dazu mal im "Forum Männerechte" gesichert:
http://wp1131552.wp170.webpack.hosteurop…ex.php?id=10207
( Da konnte ich nur noch mit Humor reagieren, eine sachliche Befassung damit, die von anderen Versucht wurde, war mangels einer substantiierten Diskussionsbasis völlig unmöglich )

Gruß..........Fiete
Respekt immer!
Angst nie!

Lotosritter

Fortgeschrittener

Beiträge: 264

Wohnort: Oberbayern

Beruf: Künstler

  • Nachricht senden

7

Dienstag, 29. Januar 2013, 02:10

Lieber Fiete,
hier ein Link: http://man-tau.blogspot.de/2013/01/what-…r-nicht_29.html , den Du wahrscheinlich auch schon gelesen hast, in ihm wiederholt sich zum Teil das, was Du hier beschrieben hast.
Meine Sache ist dieser ganze Genderquark und das feministische Gelaber nicht, ich schalte da ab. Sicher entwickelt sich derzeit in Teilen eine Femokratie, andererseits stehen dagegen Frauen und Männer auf. Sie wollen keine ideologisierte Gesellschaft. Wir haben leider derzeit das Problem, dass die Leitmedien, wie stets den Entwicklungen hinterherhängen und heute den Feministen immer noch mehr Bedeutung geben als sie gesellschaftlich haben. Man sieht es zum Beispiel an dem lila Pudel Wolf-Christian Ulrich, der das gestrige Hickhack bei ZDF-info moderierte. Ich habe da nur ein Stückchen aus der Konserve gefischt und dann gleich wieder weggeklickt. Das ist für nichts gut, auch wenn Monika Ebeling dabei war.
Meine Sache war immer das Miteinander von Männer und Frauen, jeder ein Mensch unter Menschen. Meine Sache ist es zum Beispiel nicht, dass jeder Mensch arbeiten muss. Wenn Selbstverwirklichung einzig über die berufliche Definition geht, ist was falsch am Selbst. Ich hasse es zum Beispiel, mich mit Männern oder Frauen zu unterhalten, die, wenn man sie fragt: Wie geht es Dir?, antworten: Danke, gut - oder danke schlimm - ich habe viel Arbeit! Da spreche ich dann nicht mit einem Menschen, sondern mit einem Arbeitnehmer, Freiberufler oder Chef. Mit solchen Figuren möchte ich mich aber nicht unterhalten. Aus diesem Geschwätz bin ich schon vor 35 Jahren ausgestiegen.
Was das von Dir angedeutete Opferbetreuungs-Foundraising angeht, so ist es diesem überwiegend grünen und feministischen Sozialarbeitergewerbe immanent, dass es aktiv Viktimisierung betreibt. Jenny Doe hat mit ihrem Forum ja ein umfangreiches Nachschlagewerk kreiert, in dem man über eine Variante dieser Machenschaften, sprich induzierte Erinnerungen http://www.induzierte-erinnerungen.de/ nachlesen kann.
Ich denke, das es Aktivisten wie Dich oder Arne Hoffmann u.v.m. braucht, um öffentlich zu machen, dass die Gleichberechtigung mittlerweile zur Überweibung (kontra Übermannung) führt, und dass sie ein gerechtes Miteinander anmahnen, indem sie die Benachteiligung der männlichen Hälfte der Welt anprangern. Ich glaube aber, dass es auch tagtäglich das gelebte Miteinander braucht, wo es möglich ist.
Ich bin trotz meiner Geschichte kein Frauenhasser geworden. Doch ich habe soweit gelernt, dass ich übergriffige Frauen meide, dass ich mit Feministinnen nicht über ihr Ding diskutiere, dass ich es ebenso nicht dulde, wenn in meiner Gegenwart abwertend über andere Menschen gesprochen wird. Meine Lebenserfahrung lehrt mich, dass Männer und Frauen gut zusammenarbeiten können. Die Zusammenarbeit leidet, sobald genderideologische Ansichten das Miteinander beschränken. In solchen Fällen steige ich meistens aus. Allerdings geschieht solches eher nur in formellen Gruppierungen. Bei informellen Gruppierungen läuft ein Miteinander meist reibungslos, dann verhalten sich selbst feministisch Indoktrinierte sehr menschlich und gemeinsinnig.
Gute Nacht
Lotosritter

8

Mittwoch, 30. Januar 2013, 16:46

Bayerns Schüler bringen eine neue Sichtweise in die Sexismus-Debatte

Sexismus-Debatte: Kriegen Mädchen bessere Noten?
http://www.nordbayern.de/region/sexismus…noten-1.2661730

Zitat

München - Bayerns Schüler bringen eine neue Sichtweise in die Sexismus-Debatte: Die Jugendlichen beklagen die Benachteiligung von Buben.

„Sexismus ist in der Schule alltäglich geworden“, kritisierten die Schülervertreter Melissa Büttner und Simon Schrauth. Sexismus zeige sich nicht nur durch anzügliche Bemerkungen, sondern auch in Form von geschlechtsspezifischer und damit ungerechter Benotung.
(...)
Forum für falsche Erinnerungen, (iatrogen)
induzierte falsche Erinnerungen, erfundener Missbrauch,
Falschanschuldigungen und Induzierung der Multiplen
Persönlichkeitsstörung (Link manuell eingeben; Serverproblem) : http://www.induzierte-erinnerungen.de

9

Dienstag, 5. Februar 2013, 01:02

Wollt ihr den totalen Genderismus

Ich muß gestehen, daß mir in den letzten Tagen manchmal etwa der Hals anschwoll, als sich die Meldungen über angebl. Sexismus, angeheizt mit der Shitstormkampagne auf Twitter, immer mehr häuften.

Es wurde Zeit einmal deutlich Position zu beziehen:
"Als am 31. Januar der vom BverfG beschlossene Übergangszustand im Familienrecht ( vorläufige Außerkraftsetzung/Nichtanwendung des §1626a BGB, seit 21.07.2010 ) zugunsten eines noch verschlimmbesserten, rechtsfeindlichen Status quo ante beendet wurde, zündete etwa zeitgleich die zweite Stufe ( wieder im "Stern", einem als "Tittenblatt" verschrieenden Boulevardmagazin ) der auf "Twitter" gestarteten Rakete zur Einnebelung der Republik mit üblen Parolen, um sachliche Debatten, kritischen Dialog, jedes offene Gespräch zum Thema unmöglich zu machen. Dieser Akt verzweifelten Rundumgedresches war allerdings zu erwarten. Kampfstichworte, wie schon immer: "(ausschließlich männlicher) Sexismus", "Männer sind Schweine", "Väter sind Täter", "Frauen und Kinder sind immer ein Gesamtopfer ( natürlich "der Männer" )", "Gewalt ist männlich" u.s.w..


Nicht neues also, altbekannter billigrhetorischer Dummquaak, aber diesmal als geballte Ladung. Der Geschlechterkrieg soll mit brachialer Gewalt erhalten und sogar noch radikal ausgeweitet werden.

Ich denke, daß es bei der #Aufschreikampagne sehr wohl um Sexismus ( im Sinne, wie er von den Leuten, die diese Kampagne inszeniert haben, definiert wird ) geht. Also um jegliche Form aktiver geschlechtsspezifischer Diffamierung, Diskriminierung, Verunglimpfung, am besten mit Gewalt und sei sie zunächst "nur" verbal."
.......
Der ganze Artikel hier:
http://www.vaeter-fuer-gerechtigkeit.de/…rrrrrismus.html
Respekt immer!
Angst nie!

10

Mittwoch, 6. Februar 2013, 17:00

( Noch ) Nicht alltäglich und direkt kein Sexismus?

Aus Österreich kam gerade folgende Meldung über "Kindergefühle.at":

""Kinderfreunde für Prinzessinnen-Verbot
05.02.2013 08:03

Kein Witz!

Genderwahnsinn schon bei Kindern, sind die denn narrisch? Die Kinderfreunde Oberösterreich fordern jetzt im Fasching ein Prinzessinnen- Verbot für Mädchen. Sogar eine Plakatkampagne wurde gestartet.

Kein Faschingsschmäh ist der Vorschlag eines "Pink-Verbots" der SPÖ-nahen Kinderfreunde. Sie wollen die üblichen, geschlechtertypischen Kostümierungen verbieten und fordern die Eltern auf, den Verkleidungswunsch ihrer Kinder zu hinterfragen.

"In die Rolle der Prinzessin schlüpfen Mädchen im Alltag oft genug und Buben erleben sich ohnehin meist als wilde Kerle", rechtfertigt Kristina Botka von den Roten Falken (Teilorganisation der Kinderfreunde) die Kampagne. Bereits vor Weihnachten hatte die Organisation versucht, die "alltägliche Pinkifizierung" der Kinderzimmer zu stoppen, forderte geschlechtsneutrale Geschenke.

Antonia Gantner"

Nachzulesen auch auf News.at

Also sollen die Kinder sich nicht mehr als Prinzessinnen, Piraten, Räuber, Geishas o.ä. verkleiden dürfen. man will den Jungen und Mädchen offenbar möglichst effektiv verbieten, überhaupt Jungen oder Mädchen zu sein.

Das ist mehr als nur blödsinnig, das ist krank!

Auf den ersten Blick sicherlich noch nicht alltäglich sowas, nach den Pornospielkoffern in Basel aber durchaus etwas, womit wir in Zukunft öfter zu rechnen haben.
Man könnte darin natürlich zunächst das genaue Gegenteil von Sexismus sehen, es geht ja darum kein Geschlecht haben zu sollen.
Aber ist es daß wirklich?
Ich denke nein. Mädchen und Jungen mehr oder weniger ausreden zu wollen, daß sie eben das sind, Mädchen und Jungen, ist in meinen Augen ein klarer Angriff auf deren geschlechtliche Souveränität. Eine mittels instutionalisierter Gewalt betriebene Verletzung der Grundrechte der Kinder und ihrer Eltern!


Gruß.........Fiete
Respekt immer!
Angst nie!

Lotosritter

Fortgeschrittener

Beiträge: 264

Wohnort: Oberbayern

Beruf: Künstler

  • Nachricht senden

11

Donnerstag, 7. Februar 2013, 01:51

Eltern werden ihre Kinder immer in ihrem Sinne beeinflussen wollen, schließlich wollen sie ja das beste für ihr Kind. Und das beste ist stets das, was die Eltern dafür halten. Am Ende sind es die Kinder, erwachsen geworden, die das beste, das ihnen ihre Eltern mitgaben, entweder an sie zurückreichen oder auf ihre Kinder übertragen. Insofern steht der Versuch der SPÖ-Falkinnen im Kontext der Generationen und dem Wandel von Gesellschaftsmodellen; auch wenn er als Ismus entsprechend radikal auftritt.

Die Geschichte vom Eifer der SPÖ-Falken-Weibchen gegen Buben- und Mädchenkostüme im Fasching kommt also nicht von ungefähr. Wobei den Falken-Weibchen durchaus Scharfblick zugesprochen werden muss, denn in der Tat ist seit längerem eine vermehrte rosa Einsoßung der Mädchen und Mädchenzimmer festzustellen. Jedenfalls zählen die rosa Gören zum Straßenbild vor den Schulen. So verniedlicht im Kopf wollen Lehrerinnen fürs Schultheater auch Buben in ein Tutu stecken, was jedoch meist auf entschiedenen Widerstand der Eltern stößt, sofern der Papa nicht gerade ein lila Pudel ist.

Was Deinen Artikel im Väter für Gerechtigkeit angeht, so ist für mich weniger der Twitter-Späm von Bedeutung, als die Medienkampagne, die darum entstand und die diese Marginalie derart überhöhte. Hier sehe ich ein wirkliches Problem, nämlich die Feminisierung der Redaktionen. Ich beobachte dies aus beruflichen Gründen schon seit über 30 Jahren. Diese Verweiblichung der Berichterstattung hat auch etwas mit der zunehmend prekären Situation von Journalisten zu tun. Man kann das übrigens in vielen Berufszweigen beobachten. Steigt der Frauenanteil der Beschäftigten über die Hälfte an, stagniert zunächst die Einkommenssituation, die Arbeitsbedingungen verschlechtern sich und die Einkommen beginnen zu sinken. Da scheint für mich ein Wechselspiel zu herrschen.

Jedenfalls sind es die weiblichen Redaktionen, die zunehmend weibliche Themen lancieren und zu einer Banalisierung der Berichterstattung beitragen. – Auffällig – um ein anderes aktuelles Beispiel zu nennen – die Berichterstattung zu Schavan, die von den Medien überwiegend mit Samthandschuhen angefasst wird und zu deren Fall bewusst Halbwahrheiten und eindeutig Falsches kolportiert werden. Peinlich auch der Auftritt vom lila Pudel Jürgen Trittin, der heute die „Tragödie“ der Schavan beheuchelte. Dabei geht es im Falle eines Abtrittes der Schavan um etliche Millionen, die derzeit in feministische – und somit überwiegend grüne - Netzwerke an den Hochschulen fließen. Hier wird der Sexismus materiell.

Gruß Lotosritter

12

Donnerstag, 7. Februar 2013, 04:26

Ich differenziere da etwas stärker und wäge ab. Eine Feminisierung mag vordergründig gegeben sein, sehe ich jedoch nicht als unmittelbare Ursache.
Insofern kann ich, aus meiner naturgegeben eingeschränkten Sicht, eine Verweiblichung nicht entdecken.
Den zunehmenden Einfluss des Genderismus/Feminismus- Sexismus ( z.B. im Behördenwesen ) allerdings schon und zwar sehr deutlich.
Das eine vom anderen zu trennen ist logischerweise sehr schwer, da beides scheinbar und z.T. auch tatsächlich eng verzahnt ist.
Dabei ist m.E. zu bedenken, daß auch im Feminismus, wie wir ihn heute kennen, schon längst generationenübergreifende Auswirkungen deutlich werden.
Dazu habe ich wohl auch einfach zu viel Kontakt zu Frauen, die weder im Behörden- noch politischen Geflecht verheddert sind. Und die sind zwar durch die Massenmedien und ihre Vorbildung schon beeinflusst, aber ihre "normale" Weiblichkeit und ihr ebenso normaler gesunder Menschenverstand scheinen mir doch ganz klar mehr Alltagsprämisse zu sein.
Zumal ich auch die Gegenbeispiele im Netz kenne, von Ines Fritz bis Katja Dörner, um mal die typische Bandbreite anzusprechen ( die ultra-radikalen Auswüchse dessen, mögen z.T. auch in jugendlichem, und insofern relativ üblichen, Rebellentum mitbegründet sein, von "Altbekloppten, wie Schwarzer, Margot von Renesse, Bascha Mika o.ä. mal abgesehen, die ich umgangssprachlich unter "pathologisch" abhake ).
Trittin, den ich eigentlich für Recht intelligent halte, scheint das "Geisler-Syndrom" zu kriegen. Er hängt sein Fähnchen in den Wind, um im Rockzipfelwindschatten des Trends mitzusegeln, vermutlich weil er ahnt, daß er in den eigenen Reihen längst am absaufen ist. Er versucht seine Beliebtheit als Restsympathieträger in der Öffentlichkeit zu erhalten, weil die grünlichen Dämchen, die die Parteispitze fest im Griff haben, ihn so noch etwas dulden.

Daß gleichzeitig mit der Radikalisierung der Genderisten auch eine Gegenbewegung in der Gesellschaft stattfindet, ist logisch, wobei die Genderisten m.E. diejenigen sind, die wütend zurückdreschen. Ich vermute, daß die Wirtschaftslobbies, die mit der Übertreibung "klassischer Rollenbilder" ( was schon eine verzerrte Bezeichnung dafür ist ) ihr Geld machen, das durchaus sehen und die damit einhergehende Schizoididierung gern in kauf nehmen, möglw. sogar fördern. Es trägt ja auch aktiv zur Bevölkerungsspaltung mit bei. So kann man Leute, die längst vom politischen Stühlerücken weg sind, wieder in links, rechts, rot oder schwarz einsortieren, Und das lassen sehr viele unwidersprochen mit sich machen. Auch in Männer- o. Väterbewegung ( die es als organisierte Gruppen ja immer noch praktisch gar nicht gibt ), funktioniert das offenbar ganz ausgezeichnet.
Eine Kategorisierung, die es vereinfacht, einzelne Bevölkerungsgruppen gezielt aufeinander losgehen zu lassen.
Das Gefährliche dabei ist, daß die Politik so immer weiter in die Familien, bis in die Kinderzimmer, vordringt. Von einer Aufklärung im allgemeinen Sinne, oder gar einer Art Fortbildung, kann dabei m.E. keine Rede sein, man ersetzt einen Trend, so unschön er vordergründig sein mag, durch ein radikales Dogma, daß wesentlich schlimmere Auswirkungen hat.
M.a.W.: man versucht, eine kurzfristige Modeerscheinung, die sich vermutlich von selbst regulieren würde, durch einen Angriff auf Grundrechte zu zwangsregulieren.
Daß die Berichterstattung offenbar immer mehr abflacht, dabei aber gleichzeitig kreischend lauter wird, sehe ich auch, weshalb ich den Twitter-Tsunami auch nur für die, gezielt lancierte, untere Stufe einer Trägerrakete halte. Grundtenor der letzten Massenmedienbeiträge war demzufolge auch in etwa: "Männer sind vollkommen unsensibel, Frauen das bessere Geschlecht und meistens die Opfer, schön daß wir drüber geredet haben."
Ich beobachte aber auch, daß z.B. auf G+ die Dominanz der feministischen Agitatoren kaum gegeben war. Im Hauptpulk waren sie zeitweise recht weit oben, haben aber bspw. die Schlagwortgruppe "Sexismus" nicht in den Griff bekommen. Ich selbst habe mir Andreas Kemper zur Brust genommen und er hatte dort offenbar so wenig Rückendeckung, daß er nach noch nicht mal einem Tag wieder abgetaucht ist und seine paar Beiträge ( eigentlich nur einer, der von einer Mitläuferin mitverbreitet wurde ), stillgelegt hat ;-)
Er war aber auch blöd genug, anstatt einen sachlichen Ansatz zu versuchen, sofort mit dummen Sprüchen auf mich los zu gehen. Auf das Posting meines Artikels, als ersten Kommentar unter seinen Eingangsbeitrag, antwortete er mit "ohje, eine neue Maskulistenseite". Damit war er geliefert, hatte sich quasi selbst zum Abschuss freigegeben, denn es war damit klar, daß er den Artikel noch nicht mal gelesen haben konnte. Ein paar kleine humorvolle Beiträge noch ( unter Anspielung auf seinen Versuch, Mathematik als sozialen Sexismus darzustellen ) und er war vollständig demontiert. Seiner Unterstützerin erging es ähnlich. Sie unterstellte mir Selbstdemontage, worauf ich im Endeffekt nur höflich nachfragte, wie sie das denn anhand von was belegen wolle, da war die Luft raus, ein paar billigrhetorische Versuche noch, aber keine Chance.
Bei Schavan muß ich gestehen, daß es etwas schwer fällt nicht ein wenig nachzutreten, zumindest seit ich das Video gesehen habe, welches scheinbar zeigt, wie Merkel die SMS vom Durchfallen Guttenbergs bekommt und das Telefon an Schavan weiterreicht, die daraufhin diebisch das Grinsen anfängt. Aus dem Amt gejagt gehört sie m.E. allemal. Das war "Dallas" in Reinkultur.
Am Ende dieses Hypes denke ich, daß wir durchaus gehört worden sind und jetzt wo es möglich ist, nachhaken sollten. Die Leute auf der Strasse sind, soweit sie überhaupt etwas von den ganzen Schmus mitbekommen haben, größtenteils nicht am Genderquatsch interessiert und viele haben längst von Benachteiligungen von Jungen und Männern etwas mitbekommen, auch wenn sie es nach Kräften zu verdrängen suchen. Otto Normalverbraucher fühlt sich in seiner Ruhe gestört und wir sind eher Sympathieträger, als die Radikalen.
Worauf keiner der "empörten #Aufschreier" wechseln konnte, war mein Spruch ( andere hatten ähnliche, die genau so unanfechtbar waren ), daß ich überhaupt kein Problem damit habe, wenn die nette Dame im Kiosk um die Ecke mich mit "Schatzi" anspricht.
Zweifellos ein ganz billiger Populismus, aber einer mit Substanz, den Otto N. ( ebenso wie seine LGin ) schon intuitiv nachvollziehen kann.

Gruß............Fiete
Respekt immer!
Angst nie!

Lotosritter

Fortgeschrittener

Beiträge: 264

Wohnort: Oberbayern

Beruf: Künstler

  • Nachricht senden

13

Donnerstag, 14. Februar 2013, 16:36

Feminisierung der Berichterstattung ist gut an den staatlich gegängelten Medien abzulesen. So ist zum Beispiel im Magazin des DLF-Radio „Deutschland heute“ (Mo-Fr 14:05 – 14:30) fast täglich irgendein Bericht über irgendeine feministische Aufgeregtheit zu hören. Das wäre für sich gesehen nicht erwähnenswert, wird es allerdings im Vergleich, wenn Berichte über andere Aufgeregtheiten nie vorkommen, zum Beispiel eine Demo zur Vätergerechtigkeit.

Oder die vielen Sendungen in ZDF und ARD für benachteiligte Frauen. Ist nichts dagegen zu sagen, aber der benachteiligte Mann kommt nicht vor, zum Beispiel ein Bericht über das harte Leben eines Müllmannes, denen mittlerweile von Antikorruptionsbeauftragten (wohl meistens weiblich, weil öffentliche Verwaltung) die Entgegennahme von Trinkgeldern verboten ist.

Das Interesse der Wirtschaft an einer durchgängigen Lohnarbeit aller Arbeitsfähigen ist offensichtlich. Je mehr Menschen sich um Arbeit bewerben, um so billiger wird sie für den Unternehmer. Je weniger Menschen Zeit für häusliche Tätigkeit haben, um so mehr muss konsumiert werden. Früher war die Tätigkeit der Frauen im Haus (Kochen, Einmachen, Waschen, Nähen, Krankenversorgung) ein wesentlicher Beitrag für den Lebensunterhalt der Familie. Die heutige Beschäftigungspolitik, die als Freiheit und Selbstbestimmung verkauft wird, führt zu einer zunehmenden Pauperisierung. Wir sehen dies an den prekären Erwerbsbiografien vieler Menschen.

Damit meine ich nicht, dass es früher ja so gut war, doch es gab mehr private Ressourcen, die den einzelnen von staatlicher Fürsorge und Abhängigkeit ausgenommen haben.

Was hat das alle noch mit Sexismus und dem Forenkapitel „Frauen tun so was nicht“ zu tun? Mit Sexismus insofern, als dass die gegenseitige Abwertung der Menschen wegen ihres Geschlechts, den Sexisten nichts bringt. Sie spielen eher das Spiel der Mächtigen, indem sie die Entsolidarisierung der Gesellschaft weiter vorantreiben. Und mit dem Thema „Frauen tun so was nicht“ insoweit, als dass Frauen ihre Beteiligung an dieser Entwicklung durch ihre Opferhaltung verleugnen. Es ist zum Beispiel die fehlende Solidarität der Frauen im Erwerbsleben, dass ganze Berufszweige zunehmend prekäre Arbeitsbedingungen aufweisen. Zum Beispiel Krankenpflege. Es gab mal in den 80er Jahren eine Pflegegewerkschaft , die die Interessen der Krankenschwestern entschiedener vertreten wollte, als dies damals von der ÖTV (heute ver.di) geschehen ist. Diese Pflegegewerkschaft kam über 2000 Mitglieder nicht hinaus, wurde deshalb nie tariffähig und löste sich schließlich auf. – Frauen sind somit auf ganz andere Weise auch Täter, indem sie sich allzugern mit den Falschen verbünden.
Lieben Gruß
Lotosritter

14

Montag, 4. März 2013, 05:41

Interessante Studie: Sexismusdebatte. Die doppelte Moral

Sexismusdebatte
Die doppelte Moral

http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/…l-12096498.html

Zitat

(...)
„Sexistisches Verhalten wird auch deshalb verurteilt“, sagt Schmidt, „weil diese Reaktion als sozial erwünscht gilt.“

Die beiden Wissenschaftler befragten in einer nicht repräsentativen Onlinestudie 1200 Personen zu Sexismus gegenüber Frauen. Zu Beginn und während der Umfrage zeigten sie den Teilnehmern ein Bild des vermeintlichen Forschers: Einer Gruppe präsentierten sie einen Mann als Forscher, der anderen Gruppe eine Frau. In einer Kontrollgruppe zeigten sie das Logo der Universität Köln. „Wir erwarteten, dass die Antworten gegenüber der weiblichen Forscherin stärker pro-feministisch sind als gegenüber einem männlichen“, sagt Schmidt. Tatsächlich stimmten 32 Prozent der Männer in der Kontrollgruppe der Aussage zu, dass die Sexismusdebatte längst überfällig sei. Wenn sie davon ausgingen, dass eine Frau die Studie leitet, waren es 40 Prozent. Umgekehrt stimmten 61 Prozent der Frauen in der Kontrollgruppe der Aussage zu. Wurden ihnen ein durchschnittlich attraktiver Mann präsentiert, war der Anteil mit 59 Prozent kaum geringer, bei einem hochattraktiven Forscher waren es aber nur noch 44 Prozent.
(...)
Forum für falsche Erinnerungen, (iatrogen)
induzierte falsche Erinnerungen, erfundener Missbrauch,
Falschanschuldigungen und Induzierung der Multiplen
Persönlichkeitsstörung (Link manuell eingeben; Serverproblem) : http://www.induzierte-erinnerungen.de

Lotosritter

Fortgeschrittener

Beiträge: 264

Wohnort: Oberbayern

Beruf: Künstler

  • Nachricht senden

15

Dienstag, 5. März 2013, 12:59

Entsolidarisierung der Gesellschaft durch Quotenregelung

Ein Link zu Arne Hofmanns Blog . Hier schreibt Sven Janssen über den Niedergang der SPD. Er setzt diesen Niedergang in einen Zusammenhang mit der seit 1988 in der Partei geltenden Quotenregelung. Auch wenn ich seine 1:1 These nicht nachvollziehen mag, so sehe ich mich dennoch bestätigt, dass etliche feministische Vorstellungen zur Verteilung von Arbeit und Aufhebung von Familienstrukturen nicht den Arbeitnehmern und den Kindern nützt, sondern den Arbeitgebern, die hierüber mehr und mehr ein Lumpenproletariat befördern. Jedenfalls bedingt der feministische Egoismus eine entsprechende Verwahrlosung der Wahrnehmung, bei der Opfersein nur mehr eine konstruierte Benachteiligung ist. Die wirklichen Opfer von Missbrauch, Gewalt und Ausbeutung dienen hierfür nur zur Staffage für die Festigung eigener Privilegien.
Servus Lotosritter

16

Donnerstag, 7. März 2013, 04:29

Was alles "sexistisch" ist

Interessant ist es schon. Da gibt es ein neues Wort und von nun an wird alles in diesem Sinne interpretiert. Es gab schon immer solche T-Shirts. Aber erst jetzt, wo alle im Sexismus-Wahn sind, regt man sich drüber auf.

Zitat

(...)
Beim Versandhaus Otto kann ein solches derzeit für junge Frauen mit der Aufschrift "In Mathe bin ich Deko" bestellt werden. Allerdings handelt sich Otto hierfür heftige Kritik ein: Helle Aufregung herrscht derzeit auf der Facebook-Seite des Versandhauses, ein sogenannter Shitstorm. "Das ist ja wohl Sexismus vom Feinsten", schreibt die Facebook-Userin Conny H.
(...)
Otto-Versand: "Sexismus vom Feinsten"
http://diestandard.at/1362107637126/Otto…us-vom-Feinsten
Forum für falsche Erinnerungen, (iatrogen)
induzierte falsche Erinnerungen, erfundener Missbrauch,
Falschanschuldigungen und Induzierung der Multiplen
Persönlichkeitsstörung (Link manuell eingeben; Serverproblem) : http://www.induzierte-erinnerungen.de