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Samstag, 8. September 2012, 04:39

An cohaesionis

Wie EU-Parlamentarier im Petitionsausschuss P. Boulland ausführte, haben Olivier Karrers Aktionen heftig dazu beigetragen, die Klagen und Beschwerden von Eltern, denen das Jugendamt ihre Kinder entzogen hat, in ein schlechtes Licht zu rücken und die Eltern als Mitglieder oder Sympathisanten einer zweifelhaften Organisation abzutun, deren führender Kopf wegen diverser Kindesentführungen unter Verdacht steht und inzwischen verhaftet wurde.
Am 6. September sollte in Nancy über die Auslieferungsanträge von Italien und Deutschland entschieden werden.

Dass EU-Parlamentarier wie P. Boulland, als deren Berater Olivier Karrer sich fühlte, ihn zur persona non grata erklärten, dass er vor dem vollen Plenum im EU-Parlament als krimineller Kindesentführer bezeichnet wird, ohne dass jemand widerspricht, ist ein tiefer Fall vom hohen Ross und ein schwerer Schlag gegen die Glaubwürdigkeit des von ihm verkörperten Elternprotestes gegen Willkürentscheidungen im Jugendamt.

Bis jetzt scheint von den Freunden und Anhängern Olivier Karrers kein öffentliches Siegesschreiben zum Termin in Nancy am 6. 9. 2012 ergangen zu sein. Aber sicher wird man über kurz oder lang etwas darüber aus den Medien erfahren.

Sollte es zu Gerichtsverhandlungen in Italien und Deutschland kommen, werden die hier aufgeworfenen Fragen sicher gestellt und beantwortet werden. Dann muss man nichts mehr glauben oder bezweifeln. Dann wird man wissen. Hoffe ich zumindest!
Diese Fragen vorab spekulativ zu beantworten, wäre der Bedeutung dieser ganzen Angelegenheit nicht angemessen.

Meine persönliche Meinung ist, dass Olivier Karrer allen Eltern, die um ihre Kinder kämpfen, einen Bärendienst erwiesen hat, als er sich, wie er sagte, als "Partisan im Krieg gegen Deutschland" aufführte.

Falls er wirklich das Buch veröffentlichen wird, an dem er seit Jahren geschrieben hat und jetzt offenbar weiter schreibt, wird man vielleicht mehr erfahren. Ob das Veröffentlichte wahrhaftig wäre, bleibt die Frage. Für Olivier ist Sensation, ist übertreibende, eskalierende Information das Propagandamittel zum Zweck. Er ist ein kluger Kaufmann, der mit Werbung sehr geschickt manipuliert. Auf sein Buch darf man gespannt sein.

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Samstag, 8. September 2012, 21:30

Ich glaube hier ist an dieser Stelle eine kleine Darstellung auch der Gegenarumente vonnöten.
Karrer mag ein Gangster sein. Sicherlich hat er, besonders in den letzten etwa 2 Jahren sehr viel Mist gebaut und mit seinen Anfeindungen, nicht nur in der Öffentlichkeit, einiges mit dem Hintern kaputt gemacht, was er selbst mal mit den Händen mit aufgebaut hatte.
Vielen betroffenen Eltern hat er den Mut genommen, indem er sie persönlich und weit unter der Gürtellinie angriff, besonders auf Facebook, aber auch in manchen Foren und Mailinglists.
Die meisten davon kannte er nicht mal, es reichte ihm wenn jemand Deutscher war und sich nicht an seinen Naziparolen beteiligt hat.

Aber man sollte auch beachten, daß das nicht alles war.
Jahre vorher hat er auch sehr gute Öffentlichkeitsarbeit geleistet von der wir heute noch profitieren. Und er hat sich auch an Aktionen sehr aktiv beteiligt, die das eine oder andere Kind wieder nach Hause gebracht haben.

Daß das System der (dis-)social bashing networks labile Menschen in die Radikalität treiben kann, sei nur am Rande erwähnt. Ich habe mich von Facebook dreimal abgemeldet, weil ich es ab einem gewissen Bekanntheitsgrad einfach unerträglich fand, zwischen sich gegenseitig brutal mobbenden Horden eine einigermaßen ausbalancierte Meinung vetreten zu wollen.
Wohlgemerkt, alles selbst betroffene Menschen oder Unterstützer, z.T. gute Freunde von mir, die dort im Pulk übereinander hergefallen sind.
Karrer als Anführer immer mitten dazwischen.

Wesentlicher finde ich aber, daß auch O. Karrer ein Opfer ist und daß der Verlust von Kindern, denen dadurch die Hälfte der Familie, ihre Wohnung und ihr soziales Umfeld entzogen wurde, die mit hoher Wahrscheinlichkeit schwere Schäden erleiden und denen man nicht helfen kann bzw. darf, immer ein schweres Trauma ist.

Die meisten geben über kurz oder lang auf. Einige, die zunächst scheinbar besser durchhalten, brechen plötzllich total zusammen, manche davon sterben.
Und einige drehen durch, wandern in die Psychiatrie oder werden extrem radikal.
Karrer gehört vermutlich zur letzten Kategorie.

Unzweifelbar klar ist aber, daß jeder Mensch, auch ein O. Karrer, das Recht auf ein faires Verfahren hat.
Absolut zweifelhaft ist, ob er ein solches bekommt.
In D. höchstwahrscheinlich nicht.
Es ist eher davon auszugehen, daß ein Medienspektakel veranstaltet wird, ähnlich dem im Fall Kachelmann, lediglich von geringerem Ausmaß.
Also ohne auch nur eine Spur einer Rechtstaatlichkeit.

Ich würde mich niemals mit Leuten wie Karrer solidarisieren, aber ihn jederzeit unterstützen, wenn es darum geht, ihm zu einem Verfahren zu verhelfen, das wenigstens durch einigermaßen seriöse Ermittlungsarbeit, Beweisführungung und entsprechende Anhörungen gekennzeichnet ist.
Das hat jeder verdient, auch und wie ich meine sogar ganz besonders Karrer.

Gerade Betroffene fordern nicht umsonst, daß Menschen mit Defiziten auch Hilfsangebote gemacht werden müssen.
Das muß auch im Falle von Straftaten gelten.
Und auch der Grundsatz "in dubio pro reo", der in D. längst in Vergessenheit geraten ist muß beachtet werden.
Kachelmann hatte unter anderem immerhin einen Johann Schwenn an seiner Seite und Sabine Rückert hat hervorragende Öffentlichkeitsarbeit geleistet. Ein Großteil der lesenden Bevölkerung stand hinter ihm, sonst wäre der Wettermoderator sicherlich zerfetzt worden und im Knast für viele Jahre verschwunden, möglw. psychiatrisiert worden.
Karrer hat diesen Background nicht, im Gegenteil.
Er passt gerade jetzt, wo in D., mehr aber noch in Ö. und besonders in CH, eine öffetliche Debatte zum Thema Kinderrechte und Elterngleichstellung anläuft, wunderbar in's Konzept der Familien-u. Gleichstellungsgner.

Man braucht einen Terroristen, um jeglichen Fortschritt mittels bizarrer "Sicherheitsvorstellungen" zu verhindern oder umzudrehen.
Die Zahl der mißhandelten, mißbrauchten, oder gar getöteten Kinder in D. ist eher rückläufig.
Die Forderung nach Kontrolle der JÄ und Famgerichte findet Einzug in die Politik ( z.B. bei den Piraten ).
In der Schweiz ist ein Paradigmenwechsel in der Debatte, der sicherlich auch auf D. u. Ö. nicht ohne Einfluss bleibt.

Karrer und die Leute um ihm herum sind also als "Familien-RAF" genau das, was unsere radikalen Feministen und Antifamilienpolitiker u. -Lobbies unbedingt brauchen, um einen Showauftritt pro JÄ, pro Restriktion, pro Familienüberwachung u.ä. und gegen Gleichstellung ( Gleichberechtigung aufgrund gleicher Wertschätzung ) liefern zu können.

Ich denke, in Frankreich, hat er möglicherweise bessere Chancen, da er dort auch noch durch positive Effekte im Gedächtnis sein könnte. In Italien bin ich mir nicht sicher, da dort zwar die Familie hochangesehen ist, die öffentliche Meinung aber von den Medien noch extremer kontrolliert wird als hier.

Seine direkten Unterstützer und Anhänger aus seinen Kreisen, werden ihm sicherlich insofern nicht helfen können, denn mit Solidaritätsbekundungen, nach der Methode: "Freiheit für Olivier!", oder "Olivier ist unser Held" stützen sie das Feindbild nur und drängen sich selbst in in's Abseits, bzw. die radikale Ecke.

Es braucht also neutrale Beobachter, Menschen, denen Karrer eigentlich egal ist, die aber jederzeit bereit sind für das Recht an sich gerade zu stehen.
Wie gesagt, auf Sabine Rückert können wir in diesem Fall kaum zählen. Auch Bettina Röhl, oder Bettina Hammer und andere Journalisten, die schon mal für Familien- u. Kinderrechte eintreten, werden sich vermutlich eher zurückhalten, zumal ihnen die rechtlichen Kenntnisse fehlen um so unklare Fälle und die gerichtlichen Vorgänge einigermaßen fachgerecht zu bewerten.
Das Eisen ist zu heiß, die Publicity sehr gering.

Es bleibt also vermutlich ausgerechnet an denen hängen, die sich eigentlich längst nicht mehr mit Karrer abgeben wollen.
Z.B. auch an Dir, Karin.
Der VAfK scheint schon geschlossen auf Contralinie eingeschworen zu sein und hetzt fröhlich gegen ihn.
In den bekannten Foren und Mailinglists traut sich kaum noch wer für ein faires Verfahren im Fall Karrer einzutreten. Einzelgänger wie z.B. Günter Mühlbauer oder ich selbst, aber wir sind wenige, unsere Worte haben kaum Gewicht.

Das ist traurig für eine "Bewegung" die für die Rechte der Menschen antreten will.

Ganz nebenbei habe ich den Eindruck, daß der Knast in Colmar ihm scheinbar relativ "gut" tut. Sein offener Brief an Jean-Paul zeigt schon einen wesentlich ausgewogeneren und offenbar auch durchdachteren Stil, als seine Äußerungen vor der Verhaftung.

Es gibt nichts gutes.
außer, man tut es!
( Erich Kästner )

In der Hoffnung, daß noch ein paar mehr Leute auf ähnliche Gedanken zu dem Fall kommen wie ich,

Gruß.............Fiete
Respekt immer!
Angst nie!

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Sonntag, 9. September 2012, 01:13

07.09.12 à 05h23
Justice Olivier Karrer poursuivi pour enlèvements d’enfants en Allemagne
Un Français menacé d’extradition

Nancy. Olivier Karrer, 52 ans, fondateur d’une association dénonçant les procédures allemandes en matière de garde d’enfants, lors de divorces binationaux, s’est présenté hier matin devant la chambre de l’instruction de la cour d’appel de Nancy.
(...)
Un poison pour les Allemands
Depuis des années, Olivier Karrer et son association ferraillent avec les autorités judiciaires allemandes. Il a créé le Conseil Européen des Enfants du Divorce et c’est un militant très actif, fort présent sur la toile, dont l’influence ne cesse de croître. À tel point que cette fois, l’Allemagne et l’Italie se sont concertées au plus haut niveau pour décider de donner la priorité au mandat d’arrêt délivré par Milan.
Hier à Nancy, Mme Sonrel, ministère public, a estimé que le mandat d’arrêt européen était régulier, et que rien ne s’opposait à l’extradition de l’intéressé.
(...)
La chambre de l’instruction se prononcera le 13 septembre.

Komplettbericht siehe Link:
http://www.estrepublicain.fr/actualite/2012/09/07/un-francais-menace-d-extradition

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Sonntag, 9. September 2012, 03:28

Leider kann ich kein Französisch, werde mal schauen, ob es einen google-Übersetzer o.ä. gibt, der ein brauchbares Ergebnis liefert.
Habe mir übrigens erlaubt, meinen obigen Kommentar an anderer Stelle etwas aufzuhübschen und mit ein paar Links ( auch hierher ) zu würzen:
http://www.vaeter-fuer-gerechtigkeit.de/…uer-karrer.html

Gruß............Fiete
Respekt immer!
Angst nie!

45

Sonntag, 9. September 2012, 20:03

Faires Verfahren für Olivier Karrer

Selbstverständlich hast Du absolut recht, Fiete: Es muss ein faires Verfahren für Olivier Karrer geben. Wie für jeden anderen unter Verdacht einer Straftat stehenden Angeklagten auch.
Und in einem solchen fairen Verfahren muss offen gelegt werden, warum es zu elterlichen Kindesentführungen nach Kindesentziehung durch Jugendamt und Familiengericht kommt.

Kindesentführungen/Kindesentziehungen durch einen Elternteil sind in aller Regel keine Straftaten echter Krimineller, sondern hochgradige Verzweifungstaten, die Faustrecht nach sich ziehen, weil Eltern ihre geliebten Kinder nicht hergeben wollen und die zuständigen Behörden das natürliche Recht aller Kinder auf beide Eltern missachten und mit ihren Entscheidungen nicht dieses Recht schützen, sondern einen Elternteil favorisieren, indem sie den anderen ausschließen.
Auch die in Zeiten von Trennung/Scheidung immer öfter von Elternteilen praktizierten "erweiterten Suizide", bei denen ein Elternteil sich das Leben unter "Mitnahme" oder "Vorausschicken" der Kinder nimmt, sehe ich in diesem Zusammenhang. Eltern, die voraussehen oder erleben, dass sie nachhaltig von ihren Kindern getrennt werden, geraten in Ausnahmesituationen höchster Angst um die Kinder. Verbunden mit dem Bewusstsein, nichts gegen den Kindesverlust tun zu können oder gemeinsam mit den Kindern Entscheidungen Dritter ohnmächtig ausgeliefert zu sein und den unendlichen Trennungs- wie Verlustschmerz nicht ertragen zu können, setzt diese Angst unter bestimmten Bedingungen die Vorstellung eines besseren Lebens im Tode in Gang.
Suizide geschehen, wenn die letzte Hoffnung auf ein im Hier und Jetzt besseres oder grundlegend anderes Leben verloren ist.
Als ich mein Buch "Furcht vor dem Leben" über Kinder und Jugendliche schrieb, die mindestens einen Suizidversuch hinter sich hatten, sagte mir einer dieser jungen Menschen etwas Typisches, Stellvertretendes für alle anderen: "Ich wollte so nicht mehr weiterleben. Tot sein wollte ich eigentlich nicht."
Ähnlich sagen mir Mütter und Väter, die ihre Kinder entführt haben oder zu entführen versucht haben, in dieser oder ähnlicher Wortfindung: "Ich konnte sie nicht bei dieser Mutter/diesem Vater lassen, die/der ihnen mich weggenommen hat. Ich wollte mich nicht ausgrenzen lassen. Aber entführen wollte ich sie eigentlich nicht."

Es besteht für mich kein Zweifel daran, dass die wahren Schuldigen an auch Olivier Karrers tragischem Schicksal diejenigen sind, die das Recht aller Kinder auf beide Eltern brechen und starrsinnig an der Verweigerung eines Gesetzes/Paragraphen festhalten, durch den allen Kinder beide Eltern gesichert werden würde und müsste und zwar ohne Einschränkung.

Diese "wahren Schuldigen" sind - meiner Meinung nach - vorrangig eines von beiden Elternteilen, das dem anderen die gemeinsamen Kinder unter keinen Umständen "gönnen" will und alles daran setzt, der alleinige Kindesbesitzer zu sein.
Gleich danach folgen als "wahre Schuldige" die in den Regierungsposten der Gesetzgeber und Fördermittelverwalter Sitzenden sowie die in den kommunalen Jugendämtern ohne neutrale Fachaufsicht nach eigenem Ermessen sehr oft vorurteilsbehaftet Agierendern und die an den mit Familiensachen befassten Gerichten ohne intensive Faktenaufklärung dem Willen des Jugendamts folgenden Richter.
Nicht zuletzt aber sitzen die "wahren Schuldigen" in der Gesellschaft, in der wir leben, nämlich als amtshörige "willige Vollstrecker" des staatlichen Wächteramts über die Familien. Ich denke hier z. B. an den politischen Aufruf an die Bürger, einander zu beobachten und Beobachtetes zu melden und an all die braven Fenstergucker, die sich nun als Denunzianten betätigen und dabei als "Gutmenschen" fühlen. Von den "wahren Schuldigen" ganz zu schweigen, die als Mitwirkende in der Geldwirtschaft der Kinder- und Jugendhilfe-Industrie profitieren.

Olivier Karrer ist in seiner Vaterbiographie zweifellos Opfer dieser "wahren Schuldigen."
Olivier Karrer ist jedoch mehr als ein Vater unter Vätern ohne Kindkontakt. Er ist ein politischer Agitateur und Publizist. Er ist, wie er sich bezeichnet, ein "Partisan im Krieg gegen Deutschland."
Und als solcher ist er nicht nur ein erfolgreicher Lobbyist, wie Europaparlamentarier Wieland ihm bestätigt, sondern an Kindesentführungen beteiligt, von denen er mehrere bereits öffentlich bekannt hat. Ich denke an mein Buch "Nicht ohne meine Kinder" mit Joumana Gebara als Hauptfigur und Olivier Karrer in maßgeblicher Nebenrolle, oder an den Fall Beata P., der facebook und andere Plattformen füllt.
Olivier Karrer ist deshalb in seiner politischen Biographie zweifellos ein Kindesentführer.

In Olivier Karrers Verständnis waren diese seine Kindesentführungen jedoch niemals Straftaten, sondern Ehrentaten der Bürgerpflicht, Aktionen der Mitmenschlichkeit und vor allem des politischen Widerstands gegen Behördenwillkür. Es waren für ihn Guttaten aus Mitgefühl sowie politisch gerechtfertigte Kindesrettungen. Es waren für ihn Kriegshandlungen eines Partisanen in einem Krieg, den er Deutschland erklärt hatte, weil Deutschland seiner Meinung nach mit dem Kindesentziehungssystem des Jugendamts das Kindesentziehungssystem des Nazi-Vereins "Lebensborn" fortsetzt.

Ob seine Sichtweise von der Ehrentat zutrifft bzw. inwieweit er als "Täter", also "Straftäter" anzusehen ist, der möglicherweise sogar bezahlt wurde, oder ob er gewissermaßen als selbstloser Notfall-Helfer in einer Art Notwehrhandlung gegen Kinderecht und Elternrecht verletzende Behördenwillkür eingeschritten und deshalb straffrei zu stellen ist, -- das müssen die Gerichte klären. In fairen Verfahren!

Zwar ist der "Fall Olivier Karrer" privat wie politisch ein Individualfall, doch ist er zugleich weit mehr. Sollte Olivier Karrer tatsächlich vor Gericht gestellt werden, wäre sein Fall - neben dem von Joumana Gebara, dem von Marinella Colombo und dem von Beata Pokrzeptowicz - der nächste grenzüberschreitend großes Aufsehen erregende Fall, in dem auch das deutsche Jugendamtssystem vor Gericht stünde. Und das unter internationaler Beteiligung und Beobachtung.
Mit Olivier Karrer stünde der führende Kopf derer vor Gericht, die sich als Nichtdeutsche als Verlierer im Kampf gegen das deutsche Jugendamtssystem wahrnehmen und unter amtlicher Kindesentziehung leiden, allein, weil sie Nichtdeutsche sind und unter Generalverdacht möglicher Kindesentführung stehen. Eloquenz, Erfahrung und Unerschrockenheit sind seine Stärken. Er wird sie einsetzen.
Gerichtsverfahren gegen ihn wären eine weitere und vermutlich die bisher größte Chance auf den öffentlichen Beweis dessen, dass die deutsche Auslegung und Prüfung von "Kindeswohl" nicht immer im besten Interesse des Kindes erfolgt, dass die deutsche Kindesentziehungspraxis in Jugendamt und Familiengericht das beste Interesse von Kindern und Eltern sehr oft missachtet, ja, schädigt und so ganz unbescholtene Eltern in die Kriminalität treibt, -- einzig, weil sie Anteil am Leben ihrer Kinder haben und wahrnehmen wollen.

In der Bibel steht der unheilvolle Satz: "Es muss das Böse in die Welt kommen, doch wehe, durch wen."
Ich denke, dies könnte auf Olivier Karrer umgemünzt werden. Nämlich: "Es muss das deutsche Jugendamtssystem vor Gericht kommen, doch wehe, durch wen."
Dass er selbst dies wohl ähnlich versteht, zeigt seine Aussage, er fühle sich nicht allein vor Gericht stehend, sondern mit ihm alle Eltern, denen ihre Kinder durch Jugendamt/Familiengericht weggenommen wurden.

Wer immer also zu diesem Fallgeschehen und zu dessen Aufklärung im Rahmen eines fairen Verfahrens beitragen kann, sollte dies dringend wagen.

46

Montag, 10. September 2012, 01:53

Karin, damit sprichst Du genau das an, was ich, um den Rahmen nicht zu sprengen, nur in ein paar kurzen Sätzen und eher zwischen den Zeilen angedeutet habe.
Gleich der erste Kommentator auf Väter-für-Gerechtigkeit.de scheint zu ähnlichen Gedankengängen gekommen zu sein, wobei er allerdings inhaltlich mehr auf die Prävention und politisch über-u. nebengeordnete Gesamtzusammenhänge abhebt. Eben aus sozialpädagogischer Sicht argumentiert.

Ich persönlich würde eine ( eigentlich weniger relevante ) "Schuldfrage" auch eher bei den Politikern und Lobbyisten als bei den ausgrenzenden Elternteilen selbst sehen, für deren Verhalten ich in manchen Fällen sogar noch ein gewisses rudimentäres Verständnis entwickeln kann. Sie sind insofern ja mit einer Macht ausgestattet ( worden ), die der der "Gefängniswärter" im Stanfort-Prison-Experiment analog ist und ihre Motivation wird entsprechend angepeitscht:
http://www.prisonexp.org/deutsch/
Das mag aber auch an meiner eigenen Sozialisation liegen ( Angehöriger einer traditionell regierungskritischen Unterschichtsgruppe ) und ist für die Befassung mit den akuten Zuständen und Olivier's Fall relativ nebensächlich, denke ich.
Salopp ausgedrückt: man kann ganz wunderbare Menschen durch strukturelle Vorgaben "böse" machen.
Zweifelsohne ist das ein sich seit Jahrzehnten dynamisch steigernder Prozess im sog. Jugendschutzsystem.
Und, wie Du auch schon andeutest, es geht auch andersherum, wenn es auch sehr schwer ist und eine gehörige Portion Mut und Aufrichtigkeit erfordert.
Man könnte Fälle wie diesen dazu nutzen, die systemischen Defizite hervorzuheben und bloßzustellen.
Da sehe ich den breiten Konsens zwischen uns.
Idealismus ist eben doch etwas ganz anderes als Ideologie!
Aber dazu ist sehr viel Arbeit und Ausdauer notwendig, da die gesellschaftlichen Prozesse um die es nicht zuletzt auch geht, sich z.Zt. überwiegend mit hoher Geschwindigkeit in die entgegengesetzte Richtung bewegen. Leider oft auch bei Betroffenen und Unterstützern.
Allein die mißverständliche Formulierung des Art.6 ( 2 ) GG zu erklären und auf änderung zu drängen, ist ein Riesenakt, der auf vielen Ebenen gleichzeit betrieben werden müßte. Wer weiß denn heute schon, daß Grundrechte in der Hauptsache Abwehrrechte sind ( nach z.B. Art. 20 GG )?
Wer kann sich überhaupt vorstellen, daß die Formulierung "..., über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft." eigentlich zum größten Teil als: ".., ihre Betätigung wird durch die staatliche Gemeinschaft, auch und besonders vor dem Staat geschützt." zu verstehen ist?
Nur um mal ein Unterproblem von vielen anzuführen.

Tja, und da kommen wir paar Leutchen und versuchen, im Falle eines scheinbar eindeutigen "Terroristen in krimineller Vereinigung" darauf hinzuweisen, wer die wahren Täter sind, bzw. was noch wichtiger ist, wie man solche Taten zu einem guten Teil überflüssig machen könnte.

Ich glaube nicht, daß derartiges mit Montagsdemos und Mahnwachen zu erreichen ist, auch nicht durch Eingaben beim Bundestag oder in Strasbourg, Brüssel oder Genf, oder ein paar streng quotierte Presseartikel.
Keine der einzelnen Möglichkeiten hat m.E., für sich genommen, eine realistische Chance.
Es muß schon alles zusammen passieren und es muß sich vermutlich hie und da auch ein gewisser Fatalismus dahinter entwickeln und selbst dann braucht es sicherlich noch ein paar Zufälle und damit zusammenhängende günstige Gelegenheiten, damit etwas nennenswertes passiert.
Aber genau das ist z.Zt. durchaus möglich und kann sich relativ plötzlich ergeben.
Es gibt ja noch ein paar "böse" Leute und Vorgänge mehr auf der Welt, die teilweise so grenzwertig sind, daß sie auch leicht umkippen u./o. gegenteiliges bewirken können.

Kurz gesagt: es handelt sich, wie ich meine, tatsächlich nicht zuletzt um eine Art Glaubensfrage, die in den Köpfen der Leute herumgeistert, die transportiert werden will.
Und keiner hat das gängige Rezept, wie das zu bewerkstelligen ist.
Trotzdem, oder eben gerade drum, ist jeder unverzichtbar wichtig, der sich in irgendeiner Form einzubringen bereit ist.

Insofern teile ich die Auffassung, daß Karrer wohl wirklich genau der "Bösewicht" sein kann, der ( in dem Falle sicherlich sogar von ihm so beabsichtigt ) im Endeffekt gutes bewirkt.
Und in diesem Sinne sehe ich mich, wie viele ansonsten eher areligiöse Menschen, auch durchaus ein Stück weit als eine Art "Glaubenskrieger" an.
Für einen knochentrockenen Pragmatiker und Logikfan eine seltsame Vorstellung, aber es ist wohl so.

Lasst uns ein paar Berge versetzen!

In diesem Fall, den Fall Karrer nicht aus den Augen verlieren und an entsprechender Stelle auch reagieren, wo es irgend möglich erscheint.

Gruß.........Fiete

P.S.: ich erfreche mich einfach mal, ab Deinem letzten Kommentar einen Updatelink in den Artikel auf Väter-für Gerechtigkeit.de zu setzen, da dort die Zugriffszahlen gerade recht hoch sind.
Respekt immer!
Angst nie!

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Montag, 10. September 2012, 14:49

Die Lösung: Allen Kindern beide Eltern - Ohne Wenn und Aber

Kindesentziehungen und elterliche Kindesentführungen im elterlichen Trennungs- oder Scheidungskonflikt sind leicht zu verhindern.

Die Lösung:

Der Gesetzgeber erlasse ein Gesetz zum Schutz des natürlichen, unveräußerlichen Geburtstrechts aller Kinder auf ein Zusammenleben mit beiden Elternteilen.
Der Gesetzgeber stelle sicher, dass dieses Recht aller Kinder im elterlichen Krisenfall durch wirksame Hilfemaßnahmen geschützt und gesichert werde.
Der Gesetzgeber garantiere, dass elterliche Trennungen und Scheidungen nicht erfolgen können, ohne die Sicherstellung des Rechts der beteiligten Kinder auf ein Zusammenleben mit beiden Elternteilen.
Der Gesetzgeber ordne als elterliche Pflicht die gemeinsame Lösungsfindung zur elterlichen Gewährung des Kindesrechts auf Zusammenleben mit beiden Eltern an.
Der Gesetzgeber ordne die elterliche Pflicht zum Zusammenleben mit ihren Kindern an.

Die Zeit dieses Zusammenlebens ist von den Eltern individuell festzulegen und verbindlich zu gewährleisten.

Der Gesetzgeber garantiere die gesetzliche Gleichstellung beider Eltern, indem er Mutter und Vater gleichermaßen unter den ausdrücklichen Schutz der Solidargemeinschaft des Staates stelle.
Der Gesetzgeber entferne den bisher gültigen Gesetzesparagraphen mit dem - flapsig ausgedrückten - Inhalt: Import von Kindern nach Deutschland erlaubt, Export verboten.

Es mag im jeweiligen Einzelfall Gründe zu einem amtlich überwachten Eltern-Kind-Kontakt geben.
Es darf aber das Recht des Kindes auf beide Eltern niemals völlig ausgesetzt werden.
Vielmehr ist dieses Recht in jeder Situation zu schützen und zu gewährleisten und alle irgend vorhandenen Hilfsmaßnahmen einzusetzen, um es unter menschenwürdigen Umständen zu erhalten, zu fördern und zu schützen.
Dabei möge der Gesetzgeber berücksichtigen, dass auch misshandelte und sogar sexuell missbrauchte Kinder ihre Eltern lieben und zwar meist selbst dann, wenn die eigenen Eltern/teile die Täter/in sind.
Für Kinder in derartigen schwerst belastenden Ausnahmesituationen darf nur überwachter Kontakt stattfinden. Dieser kann Kindern helfen, sich von ihren fast immer eingetrichterten Schuldgefühlen zu befreien.

Auch Kinder, die durch Vergewaltiugung gezeugt wurden, haben ein Recht auf ihren Vater und ein Zusammenleben mit ihm.
Es mag der Mutter nicht zuzumuten sein, mit diesem Mann in Kontakt zu treten. Dies zu verweigern, ist ihr gutes Recht.
Es bleibt dennoch das Recht des Kindes, ihn zu kennen und Gemeinsamkeit mit ihm zu pflegen.
Der Gesetzgeber hat zu garantieren, dass dieses Recht festgeschrieben und angewandt wird. Die dazu erforderlichen Hilfen sind anzuordnen.

Um diese Gesetzesregelungen einzuführen, müssen der Geschlechterkampf-Lobby Grenzen gesetzt werden.
Es darf nicht mehr um Mütterrechte oder Vaterrechte gehen. Es muss um das Recht des Kindes auf beide Eltern gehen.
Mutterrecht oder Vaterrecht darf nicht das Recht des Kindes auf beide Eltern dominieren.

Die derzeitige Elternausgrenzung durch Gesetzgeber, Jugendamt und Familiengerichte halte ich für menschenverachtend, Familien zerstörend und kinderfeindlich.

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Dienstag, 11. September 2012, 07:25

Und damit sind wir an genau dem Punkt angekommen, den man den Befürwortern der Gleichrangigkeit ( endlich habe ich einen scheinbar einigermaßen passenden Begriff entdeckt! An "Gleichstellung" o. "Gleichberechtigung" stören sich manche ja sehr und können das z.T. auch, zumindest formal begründen ) und der Kinderrechte gern per se abspricht:
Lösungen!
Es wird ja ganz frechdreist immer behauptet, selbst Frauen, die sich zum Thema kritisch äußern wären, zumindest "Marionetten des Maskulismus/Patriarchalismus", rückwärtsgewandt, destruktiv, möglw. sogar schwerst rechtslastig.
Kurz: da einem nichts besseres einfällt, schwingt man die "Nazikeule".

Du beweist hier ganz eindeutig mal wieder das genaue Gegenteil.
Es gibt Lösungsmöglichkeiten, sehr einfache und gute sogar!

Und die, die Du anführst entsprechen recht genau eben denen, die wir "bösen Naziterroristenväter" anstreben.

Ein paar Anmerkungen dazu:

Zitat

"Der Gesetzgeber erlasse ein Gesetz zum Schutz des natürlichen, unveräußerlichen Geburtstrechts aller Kinder auf ein Zusammenleben mit beiden Elternteilen."

Das Grundrecht ist im Art.6 GG ja bereits allgemein festgestellt. Es fehlt lediglich eine konkrete Übernahme in's BGB und möglw. ein paar Ausführungsvorschriften im FamFG.

Zitat

"Der Gesetzgeber stelle sicher, dass dieses Recht aller Kinder im elterlichen Krisenfall durch wirksame Hilfemaßnahmen geschützt und gesichert werde."

Ich denke, hier ist etwas mehr Arbeit erforderlich. Gesetzlich gibt es ja schon z.B. die "Wohlverhaltensklausel" im §1684 (2) BGB:

Zitat

" Die Eltern haben alles zu unterlassen, was das Verhältnis des Kindes zum jeweils anderen Elternteil beeinträchtigt oder die Erziehung erschwert. Entsprechendes gilt, wenn sich das Kind in der Obhut einer anderen Person befindet."

http://dejure.org/gesetze/BGB/1684.html
Das bezieht sich aber nur auf die Eltern, bzw. Dritte Personensorgeberechtigte.
Es setzt das Recht des Kindes m.E. nicht ausreichend durch und wäre somit zu ergänzen.
Auch sagt es nicht, was mit demjenigen passieren soll, der dagegen verstößt. Ich bin der Meinung, das müßte, bei entsprechend schweren Vergehen, auch strafrechtlich verfolgt werden, besonders wenn Dritte in's Spiel kommen, z.B. Vormünder, JA-MA und Gerichtsangestellte, welche heute ja völlig unbehelligt bleiben, wenn sie dem Kind die Familie rauben.
In Brasilien ist man da schon mehrere Schritte weiter und hat ein, m.E. vorbildliches Gesetz erlassen, welches die vorsätzliche Entremdung von Kindern unter Strafe stellt und auch definiert, was Eltern-Kind-Entfremdung ist:

Zitat

"Art. 1: Dieses Gesetz enthält die Bestimmungen über die Eltern-Kind-Entfremdung.
Art. 2: Als Akt der Eltern-Kind-Entfremdung gilt der Eingriff in die psychische Entwicklung des Kindes oder Jugendlichen, vollzogen oder veranlasst durch einen Elternteil, durch Grosseltern oder diejenigen, deren Autorität, Sorgerecht oder Aufsicht das Kind oder der Jugendliche untersteht, mit dem Ziel der Zurückweisung eines Elternteils oder der Beeinträchtigung der Herstellung oder Aufrechterhaltung der Beziehung mit ihm."

Wahid Ben Alaya hat es als Petition in's Netz gestellt und ich hoffe, das es genug Mitzeichner findet, daß es dem Bundestag vorgelegt wird:
https://www.openpetition.de/petition/onl…lenmord-am-kind
Hier der vollständige Gesetzestext:
http://www.vaeterfuerkinder.de/PA-Gesetz-Brasilien.pdf

Zitat

"Der Gesetzgeber garantiere, dass elterliche Trennungen und Scheidungen nicht erfolgen können, ohne die Sicherstellung des Rechts der beteiligten Kinder auf ein Zusammenleben mit beiden Elternteilen."

Das wird sicherlich nicht ganz einfach, zumal irgendwelche feministischen Lobbygruppen vermutlich Sturm laufen und die dazugehörigen Detailfragen sowieso schon jede Menge Probleme aufwerfen würden. Allein die Zumutbarkeitsfrage bei bestimmten Konstellationen dürfte heiße Debatten auslösen.

Zitat

"Der Gesetzgeber ordne als elterliche Pflicht die gemeinsame Lösungsfindung zur elterlichen Gewährung des Kindesrechts auf Zusammenleben mit beiden Eltern an."

Auch das ist zu einem Großteil schon geschehen und müßte lediglich vereinfacht und exakter formuliert werden.
Bis jetzt ist nur ein Nebensatz im §1626 (2) BGB:

Zitat

"Sie besprechen mit dem Kind, soweit es nach dessen Entwicklungsstand angezeigt ist, Fragen der elterlichen Sorge und streben Einvernehmen an."

Welcher sich im §156 FamFG fortsetzt und dort auch auf das Gericht übergeht. Hier muß also auch und besonders auf eine Verpflichtung der Rechtsprechung hingearbeit werden, welche bis jetzt kein Interesse zeigt diese §§ ernstzunehmen.
Vermutlich muß auch an den außergerichtlichen Möglichkeiten dazu gearbeitet werden. Daß irgendwelche RAe, die als Ergänzumgspfleger arbeiten müssen ( wg. mangelnder Qualifikation ), sich als Mediatoren aufspielen, um im Vorfeld schon ihren Einsatz als Verfahrensbeistand zu sichern ( indem sie sie Mediation einfach scheitern lassen ), ist einfach ein Unding, das man wohl zu Recht als hohntriefenden Zynismus bezeichnen kann.

Zitat

"Der Gesetzgeber ordne die elterliche Pflicht zum Zusammenleben mit ihren Kindern an."

Auch im Grundgesetz schon geschehen (Art.6 [2] GG), aber da wiederum die Rechtsprechung sich nicht um höherrangiges Recht kümmert ( man stellt die Rangfolge einfach auf den Kopf ) muß wohl ( leider ) auch das im BGB noch konkretisiert werden.

Zitat

"Die Zeit dieses Zusammenlebens ist von den Eltern individuell festzulegen und verbindlich zu gewährleisten."

Das würde zwar eine Art Elterntrennungsvertrag ( einvernehmliche Vereinbarung zu Sorge und Umgang ) erzwingen, aber die heutige Praxis zeigt ja, daß es vermutlich nicht anders gehen wird. Es muß eine Vollstreckbarkeit hergestellt werden, möglw. in direkter Verbindung mit dem, was das ( brasilianische ) Gesetz zur Eltern-Kind-Entfremdung dazu vorsieht.

Zitat

"Der Gesetzgeber garantiere die gesetzliche Gleichstellung beider Eltern, indem er Mutter und Vater gleichermaßen unter den ausdrücklichen Schutz der Solidargemeinschaft des Staates stelle."

Ich denke, Du beziehst das auf den Art.6 (4) GG, der da lautet:

Zitat

"Jede Mutter hat Anspruch auf den Schutz und die Fürsorge der Gemeinschaft."

Eigentlich müßte es reichen, diesen obsoleten Satz einfach zu steichen, aber die Praxis zeigt ja, daß die meisten Richter nicht in der Lage sind das Grundgesetz im weiteren Zusammenhang eindeutig wahrzunehmen, obwohl es die rechtliche und gesetzliche Gleichstellung beider Geschlechter ausdrücklich vorsieht.
http://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_3.html
Deshalb wäre also dieser Absatz umzuformulieren, etwa in:
"Jeder Vater, jede Mutter und jedes Kind hat Anspruch auf den Schutz und die Fürsorge der Gemeinschaft."
Möglich wäre zwar auch:
"Jede Familie hat Anspruch auf den Schutz und die Fürsorge der Gemeinschaft."
Aber ich könnte mir vorstellen, daß dann wieder von denen, die die Familie am liebsten ganz abschaffen würden, daran wild herumgedeutelt würde.
Obwohl ich diese Formulierung eigentlich besser finden würde.

Zitat

"Der Gesetzgeber entferne den bisher gültigen Gesetzesparagraphen mit dem - flapsig ausgedrückten - Inhalt: Import von Kindern nach Deutschland erlaubt, Export verboten."

Hmm, ich muß gestehen, ich weiß nicht welcher das ist.
Ich meine aber, daß in dem Zusammenhang dafür gesorgt werden müßte, daß die Rechtsprechung den gültigen §235 StGB auch bei Kindesentfürungen im Inland anwendet, und zwar nicht nur gegen Väter, sondern auch gegen Mütter und vor allem gegen rechtswidrig handelnde MA des Jugendamtes und sie unterstützende Richter.
Siehe: http://dejure.org/gesetze/StGB/235.html
Möglw. könnten da schon ein paar Urteile des BVerfG helfen, welches sich bis jetzt um diese Problematik überhaupt nicht kümmert.

Zitat

"Es mag im jeweiligen Einzelfall Gründe zu einem amtlich überwachten Eltern-Kind-Kontakt geben. "

Das sind m.E. aber seltene Einzelfälle, die auch nicht mit solchen zu verwechseln sind, wo begleiteter Umgang notwendig sein kann.
Die Notwendigkeit einer Überwachung setzt ja voraus, daß zumindest ein hinreichend konkreter Verdacht vorliegt, daß es zu strafbaren Handlungen ( i.d.R. wohl am Kind - z.B. durch Gewalt oder Mißbrauch ) gekommen ist, bzw. kommen könnte. Dafür bräuchte es also besonders geschultes Personal, welches nicht nur durch Anwesenheit für eine Per se zu erwartende Deeskalation sorgt, sondern ggf. auch eingreifen kann ( auch bei psychischen Mißhandlungsformen ).
Begleiteter Umgang hat ganz andere Aufgaben zu erfüllen, zumindest war das noch vor wenigen Jahren auf der Webseite des AKBU so zu lesen.
- Er soll in erster Linie Probleme in der Kommunikation der Eltern ( besonders i.S. Umgang ) erkennen helfen und beim Finden und Umsetzen von Lösungsmöglichkeiten aktiv unterstützen.
- Desweiteren soll er Probleme im Eltern (-teil )-Kindverhältnis erkennen und ebenfalls lösungsorientierte Unterstützung bieten.
Beide Punkte sind übrigens von Seite verschwunden und in der Tat in der täglichen Praxis völlig in Vergessenheit geraten ( deswegen leider auch kein Link dazu ). Es wird z.T. ganz offen von betreuten, oder bewachten Umgängen herumschwadroniert.
Das ist natürlich genauso eine ( oftmals vorsätzliche ) Stigmatisierung von Elternteilen, deren Umgang begleitet werden soll, wie die unsägliche Praxis, Frauen zu raten, in ein Frauenhaus zu gehen ( und das Kind mit zu nehmen ), um häusliche Gewalt durch den Mann vorzutäuschen.

Für überwachten Umgang kann also schon mal ein medizinischer MA, oder ein Polizist, im Einzellfall ein Team aus beiden, die richtige Wahl sein, bei begleitetem Umgang wäre ein systemisch-lösungsorienter Therapeut klar vorzuziehen.

Zitat

"Es darf aber das Recht des Kindes auf beide Eltern niemals völlig ausgesetzt werden. "

Es freut mich sehr, daß Du hier den Begriff "Umgang" weggelassen hast, so ist es in seiner Tragweite m.E. wesentlich besser erkennbar ausgedrückt.

Zitat

"Vielmehr ist dieses Recht in jeder Situation zu schützen und zu gewährleisten und alle irgend vorhandenen Hilfsmaßnahmen einzusetzen, um es unter menschenwürdigen Umständen zu erhalten, zu fördern und zu schützen."

Das fasst das verhergehende noch einmal zusammen und könnte, wenn es nach mir ginge, sogar zu einem Absatz des Art. 6 GG werden ( nicht ohne in BGB und FamFG entsprechend konkretisiert zu werden und auch im StGB seinen Schutz zu finden ).

Zitat

"Dabei möge der Gesetzgeber berücksichtigen, dass auch misshandelte und sogar sexuell missbrauchte Kinder ihre Eltern lieben und zwar meist selbst dann, wenn die eigenen Eltern/teile die Täter/in sind.
Für Kinder in derartigen schwerst belastenden Ausnahmesituationen darf nur überwachter Kontakt stattfinden. Dieser kann Kindern helfen, sich von ihren fast immer eingetrichterten Schuldgefühlen zu befreien."

Hier wäre unbedingt zu unterscheiden, ob möglw. noch ein begleiteter Umgang sinnvoll ist, z.B. wenn kein Tatverdacht gegen den Elternteil besteht, oder ob der Umgang überwacht werden muß, dann sollte aber auch Strafanzeige erfolgt, bzw. die dafür vorgesehenen Bedingungen erfüllt sein ( hinreichend konkreter Verdacht ).
Die heutige Praxis, ein Elternteil stellt eine Behauptung auf, der andere wird überwacht, aber nicht begleitet, ist destruktiv.
Gerade falsch beschuldigte Elternteile haben ja ein starkes Interesse daran, daß der Umgangsbegleiter ihre Unschuld, i.d.R. sogar ihr unbeschwertes Verhältnis zum Kind, feststellt und sie bei der Darstellung vor Gericht ( und leider auch den JÄ ) unterstützt ( das kenne ich aus eigener Erfahrung nur zu gut, hätte der Umgangsbegleiter die Begleitung nicht verweigert - unter Hinweis auf das excellente Vater-Kind-Verhältnis! - wäre das Kartenhaus der Gegenseite sang-u.klanglos in sich zusammengefallen, aufgrund dieser Weigerung wurde der Umgang vollständig ausgeschlossen und die Sorge entzogen ).

Zitat

"Auch Kinder, die durch Vergewaltigung gezeugt wurden, haben ein Recht auf ihren Vater und ein Zusammenleben mit ihm.
Es mag der Mutter nicht zuzumuten sein, mit diesem Mann in Kontakt zu treten. Dies zu verweigern, ist ihr gutes Recht.
Es bleibt dennoch das Recht des Kindes, ihn zu kennen und Gemeinsamkeit mit ihm zu pflegen.
Der Gesetzgeber hat zu garantieren, dass dieses Recht festgeschrieben und angewandt wird. Die dazu erforderlichen Hilfen sind anzuordnen."

Selbstverständlich! Auch wenn ich bei diesen Sätzen schon einige wütend losschreien höre.

Zitat

"Um diese Gesetzesregelungen einzuführen, müssen der Geschlechterkampf-Lobby Grenzen gesetzt werden.
Es darf nicht mehr um Mütterrechte oder Vaterrechte gehen. Es muss um das Recht des Kindes auf beide Eltern gehen.
Mutterrecht oder Vaterrecht darf nicht das Recht des Kindes auf beide Eltern dominieren."

Kommentar erübrigt sich!

Zitat


"Die derzeitige Elternausgrenzung durch Gesetzgeber, Jugendamt und Familiengerichte halte ich für menschenverachtend, Familien zerstörend und kinderfeindlich. "


Dem schließe ich mich vollumfänglich an und ich gehe davon aus, daß ich in diesem Bezuge so ziemlich alle ausgegrenzten Eltern, auch die Mütter, und die meisten Unterstützer geschlossen an meiner Seite habe.

An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal sehr herzlich für Deinen unermüdlichen Einsatz für Kinder und ihre Eltern bedanken!

Nicht zuletzt auch für dieses Forum und besonders diesen Thread.
Und ich glaube, auch in dem Punkte spreche ich zumindest für sehr viele betroffene Menschen.

Gruß............Fiete
Respekt immer!
Angst nie!

49

Freitag, 14. September 2012, 04:42

Auslieferung Olivier Karrers an Italien

Berufung gescheitert

Das Gericht im französischen Nancy entschied, dass die beiden internationalen Haftbefehle gegen Olivier Karrer gültig sind und der in Auslieferungshaft Sitzende nach Italien ausgeliefert werden müsse.
Der Rechtsanwalt des Auszuliefernden kündigte Revison an.

http://de.nachrichten.yahoo.com/franzose…-102623139.html
http://www.kindesentzug24.com/berufung-g…liefert-werden/
http://www.123recht.net/Franzose-soll-na…-__a126924.html


50

Montag, 17. September 2012, 16:59

die macht oliver karrers sollte man nicht isoliert von den anderen vereinen oder zusammenschlüssen der ihrer elternfunktion beraubten sehen.

ich hatte mich, um in einem fall von raffiniertem kindesentzug- bei dem man sich den einsatz von jugendamt und gericht sparte, weil es allein mit den beziehungen auch ging, mutter und kind zu trennen,-an verschiedenste gruppen von betroffenen und angeblichen helfern gewandt, unter anderem an oliver karrer.

meiner meinung nach hätte das erbarmen mit dem kind, das nun ohne seine wurzeln leben muss, verbindender sein müssen als die frage, ob das jugendamt oder ein gericht offiziell unrecht vollzogen habe, oder freunderlwirtschaft ganz oben die gleiche entrechtung von mutter und kind produzierte. mails an die verschiedensten betroffenen, und versuchte teilnahme an internetgruppen, wurden entweder mit mir völlig unverständlichen beschimpfungen, unterstellungen gegen mich, hacken meines computers (was man mir triumphierend berichtete), betonung des trennenden, oder durch völliges ignorieren meines anliegens (in der group) beantwortet.

eine entenkelte grossmutter, die zufällig direkt in meiner nachbarschaft wohnte, bedachte mich nach erster kontaktnahme per mail mit den übelsten wörtern, auseinandersetzung zum thema sei ausserdem nur abhörsicher in einem bestimmten cafe erwünscht, wenn ich da nicht hinkäme (sie wusste, dass ich mit grippe im bett lag), sei ich...(es folgten unglaubliche wörter)!

oliver karrer wird als vater und als mann vor der gleichen verweigerung von solidarität gestanden haben. gemäss seinem charakter bot sich ihm eine einfache erklärungsformel an, eine die durchaus richtigkeit hat, weil in der realität einigen eltern das sprechen mit dem kind in ihrer muttersprache untersagt worden war, allein die zugehörigkeit zu einer anderen nation war sichtlich grund für die kindesabnahme gewesen. er verwechselte aber das vorgeschobene motiv der überallmächtig agiert habenden behörden und ämter mit den wirklichen, dahinterliegenden. seine parole war verkürzung, wie zuvor die rechtfertigungen der anderen.

so einfach wie die argumente uns geboten werden, sind sie nicht.
ich bin überzeugt, dass es nicht um die deutsche sprache ging, das zu behaupten war nur der auswuchs, es ging um unkontrollierte macht einzelner, die oft nachträglich erst durch irgendwelche begründungen rechtfertigung suchte, warum man pflegeltern oder heime als zuständiger sieht, denn leibliche eltern. häufig muss man die gründe für die machtgehabe in der kindheit der bediensteten zu suchen, sie sind sich dessen nicht mal bewusst. wären sie es, würden sie ganz anders argumentieren. ich kenne zwei sozialarbeiterinnen von früher, die ihr eigenes schicksal immer und immer wieder als unmass nehmen. sie produzieren verzweifelte familien am laufenden band.

die einfache formel der nationalistischen sichtweise erklärte einen teilaspekt von oliver karrers persönlichem schicksal, und vernachlässigte alle anderen. er nahm seine kraft zusammen, bündelte sie im kampf gegen diese machtbegründungen, das übertrug er auf alle stattgefundenen fälle von kindesverbringung und kindesentzug, um (wie ich meine) erst mal sich durch entworfene gleichheit zu stärken. wenn es allen gleich geht, ist man endlich nicht mehr allein: die verweigerung von solidarität begünstigt konspirative und radikale bewegungen.
wie wirkt sich die entscheidung zum kampf auf die rechte der kinder aus? werden sie dadurch gestärkt? ein agieren wie seinesgleichen es praktiziert, baut wie das der ämter vorher, auf der schuldfrage auf, es lässt als lösung, ebenso ungerecht wie die lösung der ämter, nun nur die rückholung der kinder zum entrechteten elter zu, es "enteltert" die rolle des anderen, er/sie wird zum neuen dämon.
und das kind ist somit eines dämons kind. das ist die grösste grausamkeit!

erst die chronolgie der ereignisse zeigt menschen wie oliver als perfekte kopisten der erlittenen methoden durch unbeugsame mächtige, ein argument, das die schwere seiner schuld mindern sollte, ihm aber die verantwortung für sein späteres handeln nicht nimmt.

ich werfe vielen betroffenen vätern und müttern vor, sich der solidarität mit gleichbetroffenen verweigert zu haben, weil sie sich dem schmerz enfremdeten, ihrem und dem des kindes.
neue lösungen, jenseits vom macht- und gewaltenspiel auf kosten der kinder, gibt aber nur der blick auf die kinder frei, das teilen des unterträglichen schmerzes, den es und man selbst durch die trennung erlitten hat und leidet, ein gefühl das man keinem menschen, nicht einmal dem grössten feind wünschen darf.

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Dienstag, 18. September 2012, 03:05

Erbarmen?

Deine sozio-psychologischen Betrachtungen sind ja großteils sehr zutreffend, Cohäsionis, z.B. daß JA-MA sicherlich ziemlich oft eigene Kindheitsdefizite in die bearbeiteten Fälle schleppen.
Erbarmen, Mitleid o.ä. zu erwarten, auch bei anderen Betroffenen, zeugt aber von reichlicher Naivität.
Derartiges ist in der heutigen Gesellschaft so gut wie gar nicht mehr anzutreffen, in der institutionellen Szene schon gar nicht und auch Selbsthilfegruppen, Foren o.ä. sind da kaum anders. Insofern hat die Selfmade-Menthalität der US-Amerikaner längst alles andere überdeckt.

Rein sachlich liegst Du im Fall Karrer übrigens teilweise falsch. Er ist Deutscher und von einem Mutterspracheverbot ist auch nichts bekannt soweit ich weiß. Das verwechselst Du vermutlich mit den überwiegend polnischen Fällen, in denen derartiges öffentlich wurde.
In Olivier's Fall ging es, soweit mir bekannt, um einen "ganz normalen" Beziehungsstreit. Der scheinbare Auslangslandsbezug, ist m. E. eher auf seine persönliche Bewertung zurückzuführen. Was natürlich nichts daran ändert, daß er sich, wie wohl praktisch alle Betroffenen, hilflos und in's Abseits gedrängt gefühlt hat und das scheint mir der wesentlichere Auslöser für seine Vorgehensweisen zu sein. Das zeigt sich auch in dem Konflikt zwischen der anfangs recht guten Infoarbeit und seinem durchaus lobenswerten und geschickten politischen Einsatz einerseits und seinen "Gegenkinderklau"-Aktivitäten andererseits. Deswegen auch meine Bemerkung, daß er mit dem Hintern zerstört, was er mit den Händen mit aufgebaut hat.

Die scheinbare "Dämonisierung" des anderen Elternteils, das sehe ich auch so, ist ein sehr großes Übel, egal ob man damit eine Schuldfrage verbinden kann, oder nicht.
Gerade ein ausgegrenzter Elternteil, sollte in der Lage sein, zu verstehen, daß auch bei unauflösbaren elterlichen Konflikten das Kind das Recht auf beide Eltern hat.
Diese Vermischung von partnerschaftlicher- u. Elternebene ist aber institutionalisiert in D, Ö, u. CH., w.h. wird von den JÄ, Gerichten und daran profitierenden Drittleistern gezielt gefördert und aufgeheizt.

Und in dem Punkte ist Olivier offenbar kein Bißchen weiter, als es die anderen Kindesentzieher sind, sonst hätte er auch nicht selbst mit Kindesentziehung darauf zu reagieren versucht.
Das soll nicht heißen, daß es nicht Fälle gibt, wo tatsächlich keine andere Möglichkeit bleibt, als vorläufig ein Kind zu entziehen, aber es sollte doch zumindest immer versucht werden, die Option offenzuhalten, dem Kind beide Eltern zu ermöglichen.

Betroffene nach Geschlecht oder Nationalität, oder was auch immer zu Freunden oder Feinden zu erklären, ist jedenfalls immer als kontraproduktiv zu bewerten.

Gruß..........Fiete
Respekt immer!
Angst nie!

52

Dienstag, 18. September 2012, 22:35

RE: Erbarmen?

Zitat

Erbarmen, Mitleid o.ä. zu erwarten, auch bei anderen Betroffenen, zeugt aber von reichlicher Naivität.
Derartiges
ist in der heutigen Gesellschaft so gut wie gar nicht mehr anzutreffen,
in der institutionellen Szene schon gar nicht und auch
Selbsthilfegruppen, Foren o.ä. sind da kaum anders. Insofern hat die
Selfmade-Menthalität der US-Amerikaner längst alles andere überdeckt.

es muss genauso gelernt werden wie alle anderen sozialen fähigkeiten, wie auch unfähigkeiten.

Zitat

Rein sachlich liegst Du im Fall Karrer übrigens teilweise falsch. Er ist
Deutscher und von einem Mutterspracheverbot ist auch nichts bekannt
soweit ich weiß. Das verwechselst Du vermutlich mit den überwiegend
polnischen Fällen, in denen derartiges öffentlich wurde.

meine frage ist, warum sich der mann aus einer binationalen ehe mit dem unrecht, das die polnischen familien litten, so sehr identifizierte, dass ihm selbst die eigene erfahrung zu einer "nationalistisch begründeten" unrechtsgeschichte wurde, hier vermute ich, er fühlte für sich die chance, dadurch mit seiner geschichte teil eines grösseren ganzen zu werden.
in den vergangenen monaten bis jahren stellte sich oliver karrer eigentlich nur mehr als franzose im kampf gegen das "deutsch-neunationale" unrecht dar.

Zitat

Der scheinbare Auslangslandsbezug, ist m. E. eher auf seine persönliche Bewertung zurückzuführen.

diese bewertung machte aus dem vormaligen familienproblem eines mannes ein problem gleich wie das einer gruppe benachteiligter, der er sich zugehörig fühlen wollte. wenn alles nationalistisch begründet ist, verbindet alle fälle mehr als nur das leid, dann hat man gemeinsam einen ideologischen abwehrkampf zu fechten.


Zitat

Das zeigt sich auch in dem Konflikt zwischen der anfangs recht guten Infoarbeit

seine aneinandereihung von tausenden informationen empfand ich als verstörendes sammelsurium ohne praktischen wert für den betroffenen, das ganze schien mir nur nützlich, um eine stimmung zu erzeugen.

Zitat

Und in dem Punkte ist Olivier offenbar kein Bißchen weiter, als es die
anderen Kindesentzieher sind, sonst hätte er auch nicht selbst mit
Kindesentziehung darauf zu reagieren versucht.

er reagiert eben nicht auf den kindesentzug, sondern auf seine interpretation desselben, das sei immer ein politischer, neu-nationalistischer akt.
aus dem in der gemeinschaft der "entkindeten eltern" herumlaufenden wurde ein politischer aktivist, seine rückentführungen sind daher meines erachtens politisch motivierte taten.
deshalb war ihm inzwischen völlig unbegreiflich, wie sehr er den eltern und kindern damit schadete. er benutzte kindesentzugs-fälle, um seine politische ansicht, oder eher seinen politischen machtanspruch zu zementieren.

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Donnerstag, 27. September 2012, 04:51

Joumana Gebara - ihr blog


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Donnerstag, 27. September 2012, 06:19

Olivier Karrers persönliche Erfahrung als verlassener Vater

Auf meiner Webseite www.karin-jaeckel.de gibt es eine Seite "Jugendamtskritik". Auf dieser Seite gibt es viele Informationen und wahre Geschichten. Eine davon ist die Geschichte Olivier Karrers als verlassener Vater.
Der Text entstand im Zusammenhang mit meiner Recherche zu meinem Tatsachenroman "Nicht ohne meine Kinder" über den Kampf der dreifachen Mutter Joumana Gebara um die Herausgabe ihrer beiden durch das Jugendamt entzogenen Söhne.
Ursprünglich sollte Olivier Karrers Geschichte in dieses Buch aufgenommen werden. Deshalb legte ich ihm die entsprechende Passage als Textentwurf zur Korrektur vor. Er führte darin seine Ergänzungen und kleinen Änderungswünsche aus und gab den abgezeichneten Text zur Veröffentlichung frei.
Leider war die Arbeit an seiner Geschichte im Hinblick auf das Buch vergebene Mühe, denn der Verlag (Lübbe) strich die entsprechende Skript-Passage und lehnte die Publikation ab, da die Passage nicht unmittelbar mit der Gebara-Geschichte zusammenhing.
Oliviers Erfahrung als verlassener Vater wurde deshalb als Ergänzung zum Buch auf meiner Webseite eingepflegt.

www.karin-jaeckel.de/elternkummer/oliverkarrer.html

Olivier Karrers geschiedene Frau erklärte u.a. in einer ARTE-Serie und auch mir am Telefon, dass es vor der Kindesentführung durch ihn keine Umgangseinschränkung gab. Er habe seinen Sohn auch nach Frankreich mitnehmen können. Erst als er den Jungen bei sich behielt und nicht nach Hause zurückkehren ließ, habe sie Vorsichtsmaßnahmen zum Schutz des Kindes ergreifen müssen. Dennoch hätte er seinen Sohn auch dann jederzeit in ihrem Haus besuchen und mit ihm telefonieren können. Er habe dies aber aus falschem Stolz abgelehnt. Sie habe Olivier damals gesagt, wenn das Kind selbstständig genug sei, um allein reisen zu können und ihn besuchen wolle, werde sie nichts dagegen haben. Das habe ihm nicht gereicht. Er habe auch nie einen Umgangsantrag gestellt.
Eigene Konfrontationen mit dem Jugendamt habe es für ihn nicht gegeben. Zu keiner Zeit habe er Kindesunterhalt gezahlt. Er habe seinen Sohn ganz und gar im Stich gelassen.
Sein Sohn habe aus Furcht vor einer erneuten Entführung durch den Vater eine schrecklich belastete Kindheit gehabt. Die Einzelheiten dieser Belastung schilderte sie eindringlich und überzeugend.

Gerichtlich erfolgte im Fall eines solchen zur Anzeige gebrachten (vermeintlichen) Entführungsversuchs ein Freispruch.

Nachzulesen ist das hier:
www.karin-jaeckel.de/elternkummer/Freisp…echs_Jahren.pdf

Weitere Texte zum Thema befinden sich ebenfalls dort.

In seinem Kampf gegen Kindesentziehung war Olivier Karrer nicht allein. Schon ehe ich ihn 2001 kennenlernte, hatte er Freunde und Gönner, deren Kinder ebenfalls entzogen waren, nicht nur nach Deutschland. In diesem Umfeld baute er seinen CEED und seine Strategien. Seine Deutsch-Hetze war Teil dieser Strategie.
Sollte es zu Gerichtsverfahren kommen, werden die Ermittlungen vielleicht ans Licht bringen, warum er diese Strategie entwickelte. Aus Kummer ganz sicher nicht.


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Samstag, 29. September 2012, 21:44

Olivier Karrer am 6. September 2012 - zwei Fotos


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Montag, 1. Oktober 2012, 01:31

Und noch ein Karrer-Fall?

http://www.badische-zeitung.de/suedwest-…--63187582.html

Sonntag, 30. September 2012
Mein Vater, mein Kidnapper

Wenn eine Deutsche und ein Franzose um ihr Kind streiten, zeigt sich Europas Justiz desinteressiert und überfordert: die Geschichte der kleinen Lea.

Ausschnitt:

Die Leute im Justizministerium, mit denen Le Gunehec um Leas Rückführung zur Mutter verhandelte, wurden beim Fall Guerrier/Schlötcke noch aus einem anderen Grund hellhörig. Guerrier beteiligte sich schon damals an den Kampagnen eines Vereins namens CEED ("Europäischer Rat der Scheidungskinder"). Er präsentiert sich als Lobby von Eltern, die gegen den "Machtmissbrauch deutscher Jugendämter" zu Felde zieht. Es geht um die Kinder aus binationalen Beziehungen, die bei Vater oder Mutter in Deutschland leben. Inzwischen mehren sich die Fälle, in denen solche Kinder entführt worden sind – wahrscheinlich von Mitgliedern des CEED und dessen Gründer, dem Franzosen Olivier Karrer.
Selbst im Revisionsurteil des Gerichts in Colmar im Fall Guerrier/Schlötcke wird der CEED als sektenartige Organisation bezeichnet. "Deutschland hält sich für den Eigentümer dieser Kinder und raubt sie ihren Eltern", tönt Olivier Karrer am 20. Juli nach einer Verhandlung in Colmar.
Ein Strohhalm bleibt, an den sich Britta klammert: Die Staatsanwaltschaft München hat ihren Fall in die Ermittlungen gegen Olivier Karrer aufgenommen. "Vielleicht bringt das Lea wieder zu mir", sagt Britta Schlötcke. Sie presst die Hände aneinander. Der Rechtsstreit und die Sehnsucht nach ihrem Kind haben sie seelisch und finanziell an ihre Grenzen gebracht. "Meine Tochter kann es nicht verstehen, dass sie nicht mit zu mir kommen darf", sagt sie. "Ich ertrage dieses ganze Arrangement nicht mehr."


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Montag, 1. Oktober 2012, 12:39

Mal abgesehen von der sicherlich gegebenen tatsächlichen Dramatik des Falles, macht mich der Artikel zugegebenermaßen ziemlich mißtrauisch.
Er ist stark einseitig emotional überformt und die Autorin arbeitet mit Rundumschlägen und Wiederholungen. Guten Journalismus in Form neutraler Recherche kann ich darin, trotz der detailreichen Dastellung ( z.T. gerade deshalb ) nicht entdecken.
Deutlich wird das an dieser Stelle:

Zitat

"Leas Wochen werden zwischen Emmendingen und Straßburg aufgeteilt. Bevor sie in Deutschland in den Kindergarten und in Frankreich in die Schule kommt, geht auch alles gut. Doch dann will keine der beiden Einrichtungen das tolerieren – auch die Mutter will es nicht. Zehn Tage, bevor Britta mit Lea verreisen will, holt Claude Guerrier seine Tochter ab und bringt sie nicht zurück. "Da hatte ich schon die Vorladung des Gerichts in Straßburg", erinnert sich Britta. Sie fragt ihn: Hat er damit zu tun? Keine Antwort."

Hier lässt sich die Autorin zwar ein knappes "auch die Mutter will es nicht" abnötigen, es tut sich aber eine große Lücke im Hintergrund auf, die sie vollständig ausblendet.

Jedenfalls scheint, trotz der ansonsten reichlichen Polarisierung, erkennbar zu sein, daß auch in diesem Fall die involvierten Institutionen eine ziemlich unrühmliche Rolle spielen. Möglw. auf beiden Seiten der Grenze. Umgangsregelungen, soweit sie nicht von den Eltern selbst getroffen wurden, scheinen, laut Darstellung, kaum zur Sprache gekommen zu sein.

Unverständlich erscheint mir der Seitenhieb auf A. Bamberski. Daß dieser im Gerichtssaal in Colmar anwesend war, macht ihn ja nun noch lange nicht zum anzuprangernden "berühmten Unterstützer" eines mutmaßlichen Kidnappers.

Ich könnte mir vorstellen, daß die Bemühungen, auch die Ansicht der Gegenseite zu erfahren, nicht gerade sehr groß waren.

Das heißt aber nicht, daß ich dadurch an der Dramatik für Eltern und Kind zweifele, ich würde mir lediglich eine ausgewogenere Darstellung wünschen, die nicht durch suggestive Bilder einen vorgefassten Eindruck auch gegen Dritte zu transportieren versucht.

Gruß........Fiete
Respekt immer!
Angst nie!

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Freitag, 5. Oktober 2012, 04:01

fiete, ich möchte deinen einwänden zustimmen.

als mögliche erklärung für die tendenziös knappe berichterstattung möchte ich einwerfen, wenn ich ein physikalisches phänomen beschreiben müsste, würde meine beschreibung ähnlich reduziert ausfallen. es glaubt halt jeder, aus seiner eigenen familienerfahrung heraus über anderer gerichtsanhängige beziehungskonflikte urteilen zu können, die komplexität des geschehens wird nicht angesprochen.

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Freitag, 15. Februar 2013, 03:58

Vielleicht äußert sich die betroffene Mutter hier ja mal selbst

Ich fände es gut und wichtig, wenn sich die betroffene Mutter hier selbst äußern würde.
Es ist schwer, aus einem kleinen Zeitungsbericht ein konkretes, den Tatsachen entsprechendes Bild abzuleiten. Lebenserfahrungen sind so komplex, dass oft ein Buch nicht ausreicht, sie plausibel zu vermitteln.

Ich stehe mit der betroffenen Mutter in Verbindung.
Was sie mir schildert, halte ich für sehr glaubwürdig.
Ihre Erfahrungen sind so traurig und schmerzlich wie alle Kindesentziehungserfahrungen liebevoller Eltern.
Und ebenso kindesverletzend.


60

Samstag, 16. Februar 2013, 00:47

Das wäre natürlich mal ein ganz großartige Sache, Karin, wenn man mal etwas aus erster Hand dazu erfahren könnte.
Respekt immer!
Angst nie!